Aktuelle Gesundheitsnachrichten Corona in Europa: Viele Staaten wagen Schritte aus dem Lockdown Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Corona in Europa: Viele Staaten wagen Schritte aus dem Lockdown

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29 April 2021 - 07:00

Aktuelle Nachrichten ! Das Coronavirus schwappt in einer dritten Welle über Europa. WährendDeutschland die Regeln enger fasst, wagen sich andere Länder langsamaus der Deckung.Berlin (dpa) - Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben dieEU-Staaten unterschiedliche Herangehensweisen. Trotz teilweise hoherInzidenzen läuten viele europäische Staaten bereits den Sommer ein.Ein Überblick:BELGIENIn den vergangenen Wochen galten in Belgien verschärfte Regeln. SeitMontag haben Geschäfte wieder ohne Terminvergabe geöffnet, Friseuredürfen wieder arbeiten. Im Freien dürfen sich zehn Personen mit Masketreffen. Ab dem 8. Mai dürfen Restaurants und Bars nach monatelangerZwangspause wieder ihre Außenbereiche öffnen. Auch die nächtlicheAusgangssperre fällt dann weg. Die Zahl der Neuinfektionen hat sichzuletzt bei mehr als 400 pro 100 000 Einwohner am Tag eingependelt.Fast jeder dritte Erwachsene wurde bislang zumindest einmal geimpft.DÄNEMARKDie Geschäfte haben längst wieder geöffnet und die Straßen sindvoller Menschen. Cafés, Restaurants und Bars dürfen seit einer Wochewieder Kunden bedienen - im Inneren allerdings nur, wenn die Gästeper App einen negativen Corona-Test, eine Impfung oder eineüberstandene Infektion nachweisen können. Dabei fällt auf: Diedänischen Neuinfektionszahlen sind stabil niedrig geblieben, liegenmit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 seit langem unverändertunter den deutschen Werten. Dänemark verzichtet als einziges EU-Landauf den Einsatz des Impfstoffs von Astrazeneca. Trotzdem sind knapp22 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens einmal geimpft.FRANKREICHSofern es die Lage zulässt, sollen Anfang Mai dieBewegungseinschränkungen aufgehoben werden. Aktuell dürfen sich dieMenschen nur mit triftigem Grund mehr als zehn Kilometer von ihrerWohnung entfernen. Außerdem könnten Außenbereiche von Restaurants undbestimmte Kultureinrichtungen wieder öffnen. Auch über eine Lockerungder abendlichen Ausgangssperre, die aktuell um 19 Uhr beginnt, wirdgesprochen. Die Corona-Lage ist allerdings weiter angespannt. Zuletztgab es rund 300 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und sieben Tage.Rund ein Fünftel der Bevölkerung wurde mindestens ein Mal geimpft.GROßBRITANNIENIn Großbritannien hat sich die Corona-Lage dank eines langen,konsequenten Lockdowns und der weit fortgeschrittenen Impfkampagnemittlerweile deutlich entspannt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerungist bereits einmal geimpft, ein Viertel sogar vollständig. DieSieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei rund 25 Fällen pro 100 000Einwohnern. Pubs und Restaurants dürfen in England und Wales draußenwieder Gäste empfangen, in Schottland sogar bis abends auch drinnen.Geschäfte, Fitnessstudios, Friseure und Zoos sind weitgehend wiedergeöffnet. Treffen in Innenräumen und Reisen ins Ausland bleibenallerdings noch bis mindestens Mitte Mai verboten.ITALIENItalien befindet sich seit kurzem auf einem schrittweisenLockerungskurs. Wo die Corona-Zahlen moderat sind, dürfen Restaurantsund Bars auch abends im Außenbereich an Tischen servieren. Ab 22 Uhrgilt das Ausgangsverbot. Museen und Kinos in den sogenannten GelbenZonen haben bereits geöffnet. Ab 1. Juni soll man in Lokalen wiederdrinnen sitzen dürfen. Italien peilt den 2. Juni für den Start derSommersaison an. Das Reisen im Land ist noch teils eingeschränkt,aber mit Impfung oder negativem Corona-Test soll es bald leichterwerden, selbst in höhere Risikozonen zu fahren. DieSieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei etwa 160. Über 22 Prozent derBevölkerung sind mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft.MALTADer Inselstaat will ab dem 1. Juni für den internationalen Tourismusöffnen. Schon ab dem 10. Mai dürfen Restaurants wieder Besucherwillkommen heißen und bis 17 Uhr an Tischen bedienen. DasBesondere: Mehr als 40 Prozent der Gesamtbevölkerung haben bislangzumindest eine Impfung bekommen.

.NIEDERLANDEDie Niederlande haben am Mittwoch trotz anhaltend hoher Corona-Zahlendie ersten Maßnahmen seit dem strengen Lockdown von Mitte Dezembergelockert. Die abendliche Ausgangssperre ist abgeschafft, Geschäftedürfen wieder Kunden ohne Termin empfangen und Gaststätten imAußenbereich unter Auflagen wieder Gäste bedienen - zumindest von 12bis 18 Uhr. Zuhause darf man wieder zwei statt bisher einen Besucheram Tag treffen. Verboten bleiben alle Veranstaltungen mit Publikumwie etwa Museen, Kinos und Theater. Schüler und Studenten habenzumindest an einem Tag in der Woche Präsenzunterricht. DieSieben-Tage-Inzidenz lag bei 317. Rund 30 Prozent der Bevölkerungwurde mindestens einmal geimpft.ÖSTERREICHAb 19. Mai dürfen Gastronomie, Hotels, Bühnen und Sporteinrichtungenwieder die Pforten öffnen. Dabei setzt die Regierung aufZutrittstests als Schutzmaßnahme. Veranstaltungen sind draußen auf3000 und drinnen auf 1500 Personen beschränkt. In und rund um Wiengilt derzeit ein noch strengerer Lockdown, weswegen die meistenGeschäfte bis Sonntag noch geschlossen sind. Die 7-Tage-Inzidenz sanklandesweit zuletzt auf 168. Rund 28 Prozent der Einwohner ab 16Jahren haben mindestens eine Impfdosis erhalten.POLENSchrittweise Öffnungen sind geplant. Zuerst sollen etwaEinkaufszentren und Museen unter Hygieneauflagen wieder öffnendürfen. Vom 8. Mai an dürfen Hotels Gäste bis zu einer Auslastung von50 Prozent beherbergen. Die Außengastronomie soll ab dem 15. Maistarten. Ab dem 29. Mai soll der Restaurantbetrieb in Innenräumen mithalber Auslastung möglich sein. Das Gesundheitsministerium meldete amMittwoch 8895 registrierte Neuinfektionen und 636 Todesfälleinnerhalb von 24 Stunden, eine Sieben-Tage-Inzidenz wird in Polennicht berechnet. Etwa 10,7 Millionen Menschen - also 28,2 Prozent derBevölkerung - sind mindestens ein Mal geimpft.SCHWEIZ Bereits seit Anfang März haben Läden, Museen und Bibliotheken trotzsteigender Infektionszahlen wieder geöffnet. Seit 19. April sind auchRestaurantterrassen, Kinos, Theater und Fitnesszentren wieder inBetrieb. Auch Open-Air-Konzerte und Fußballspiele dürfen wiederstattfinden. Dabei gelten Hygieneregeln wie etwa eine Begrenzung derAnzahl von Anwesenden oder die Maskenpflicht. Seit Ostern - vierWochen nach der Öffnung von Läden und Museen - ist der Anstiegallerdings nur noch sehr gering. Anders als in anderen Ländern wirdin der Schweiz eine 14-Tage-Inzidenz berechnet. Laut Bundesamt fürGesundheit lag sie am Mittwoch bei 315 Neuansteckungen pro 100 000Einwohner. Nach jüngsten Zahlen war knapp zehn Prozent derBevölkerung vollständig geimpft.SLOWAKEIVor eineinhalb Wochen haben die Geschäfte unter Einhaltung strengerHygiene- und Abstandsregeln wieder geöffnet. Gastronomiebetriebedürfen seit Montag wieder in ihren Außenbereichen Speisen undGetränke servieren. Bei professionellen Sportveranstaltungen sindseit Dienstag auch wieder Zuschauer erlaubt. Die Zahl derNeuansteckungen ist rückläufig und gemessen an der Einwohnerzahlinzwischen auch deutlich unter den Zahlen für Deutschland. BisMittwoch wurden nach offiziellen Angaben rund 20 Prozent derBevölkerung mindestens einmal geimpft.SPANIENDie Lage in Spanien ist relativ stabil, die Sieben-Tage-Inzidenz lagam Mittwoch bei 108. Bisher hat 23 Prozent der Bevölkerung mindestenseine Impfung erhalten. Am 9. Mai endet der Corona-Notstand und sollwegen der guten Entwicklung nicht verlängert werden. Damit entfälltdie Grundlage für die meisten Maßnahmen wie Reisebeschränkungen,nächtliche Ausgangssperren, Obergrenzen bei Versammlungen undSchließung von Gaststätten. Wie es danach weitergehen soll, ist nochnicht klar. Alle Hoffnungen des extrem vom Tourismus abhängigenLandes für eine wieder normale Sommersaison richten sich auf dendigitalen Impfpass.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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