Aktuelle Gesundheitsnachrichten Corona-Lockdown gefährlich für Suchtkranke in Niedersachsen Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Corona-Lockdown gefährlich für Suchtkranke in Niedersachsen

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Corona-Lockdown gefährlich für Suchtkranke in Niedersachsen Latz aktuelle Nachrichten
04 April 2021 - 07:45

Aktuelle Nachrichten ! Jobangst, Überforderung oder Einsamkeit - die Belastung im Lockdownist für viele Menschen groß. Besonders Suchtkranke haben dabei zukämpfen.Hannover (dpa/lni) - Für suchtkranke Menschen in Niedersachsen stelltder Lockdown in der Corona-Krise ein ernsthaftes Problem dar.«Jobängste oder die neue Situation Home-Office mit gleichzeitigerKinderbetreuung sind für viele Menschen eine hohe Belastung»,sagt Tobias Trillmich von der Niedersächsische Landesstelle fürSuchtfragen in Hannover. Suchtmittel wie beispielsweise Alkohol seienfür viele eine Hilfe beim Umgang mit Depressionen undEinsamkeit. «Gerade für süchtige Menschen ist außerdem ein geregelterTagesablauf und Ablenkung wichtig. Wenn Sport oder Hobbys wegfallen,fehlen oft die Alternativen», sagte Trillmich.Zwar würden Gelegenheitstrinker seit dem Lockdown seltener zurFlasche greifen, weil es so gut wie keine Feste, Feiern oderVeranstaltungen gibt. Für bereits alkoholkranke Menschen mache esaber keinen großen Unterschied. Getränke sind in Supermärkten undGetränkemärkten immer verfügbar. «Wer vorher viel getrunken hat,macht das auch im Lockdown weiter», sagte Trillmich. Alkoholismus sei weit verbreitet, aber nicht die gefährlichste Droge,sagte der Experte. Auf Platz eins der Todesfälle durch Drogenstehe weiterhin der Konsum von Tabak.

. Die Preise dafür auf dem Markt hatten sich laut Trillmich kaum verändert, der illegaleHandel sei vom Lockdown kaum betroffen und laufe wie vorher weiter.Wie viele Menschen in Niedersachsen wirklich suchtkrank sind, lassesich nur sehr schwer sagen, da auch nur eine geschätzt kleine Anzahlvon ihnen überhaupt den Kontakt zu einer Beratungsstelle sucht. ImJahr 2019 hatten laut der letzten Erhebung der NiedersächsischenLandesstelle für Suchtfragen rund 50 000 Niedersachsen Kontaktmit einer ihrer Beratungsstellen. Dort habe man seit dem Lockdowngemerkt, dass sich vermehrt Angehörige von Süchtigen meldeten.«Wenn man mehr Zuhause ist und vielleicht auf engsten Raummiteinander wohnt, fällt der Konsum natürlich eher auf»,sagte Trillmich. Schwierig sei vor allem auch die Beratung. Einzel-und Gruppenberatungen waren im ersten Lockdown nicht möglich. Vielesmusste per Telefon gemacht werden. Dabei sei besonderseine «Face-to-Face-Beratung» wichtig. Mittlerweile können sichkleinere Gruppen wieder treffen. Andere Beratungsangebote wurden inOnline-Konferenzen verlegt. In Niedersachsen gibt es 75 vom Landgeförderte Suchtberatungsstellen.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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