Aktuelle Gesundheitsnachrichten Deutscher Luxus-Makler in New York: «Die Ampeln stehen auf Grün» Von Christina Horsten, dpa Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Deutscher Luxus-Makler in New York: «Die Ampeln stehen auf Grün» Von Christina Horsten, dpa

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Deutscher Luxus-Makler in New York: «Die Ampeln stehen auf Grün»
Von Christina Horsten, dpa Latz aktuelle Nachrichten
06 April 2021 - 04:45

Aktuelle Nachrichten ! Wolkenkratzer mit Skyline-Blick oder Townhouse auf der Upper EastSide: Der Immobilienmarkt New Yorks ist faszinierend, aber auch hartumkämpft und in der Corona-Krise zusammengekracht. Mittendrin: Eindeutscher Makler, der die Zukunft seiner Branche jetzt rosig sieht.New York (dpa) - Noch ist die Corona-Krise auch in New York nichtvorbei. Aber der Immobilien-Markt ziehe zumindest schon wiedermächtig an, sagt Sebastian Steinau. «Das ist das Schöne an New York -es ist unheimlich dynamisch. Wenn sich die Preise auch lange nachunten bewegt haben, umso schneller gehen sie dann auch wieder in dieHöhe, und momentan kommt der Markt wirklich unheimlich schnellwieder.» Der 42-Jährige aus Neheim im Sauerland ist seit rund fünfJahren Luxus-Makler in New York - und «momentan echt guter Dinge».«Das ist hier gerade «YOLO meets FOMO»», sagt Steinau. Das heißtübersetzt soviel wie: Man lebt nur einmal, kombiniert mit der Angst,etwas zu verpassen. «Wir haben alle ein beschissenes Jahr hinter uns.Die Perspektive hat sich verändert. Da denken viele, jetzt ist einegute Zeit, um sich vielleicht mal ein bisschen zu belohnen, zugenießen, eine tolle Wohnung mit eigenem Außenbereich zu kaufen. Unddie Stadt kommt ja wieder. Die Ampeln stehen auf Grün.»Im vergangenen Frühjahr war die Millionenmetropole an der Ostküstezum Epizentrum der Pandemie in den USA geworden. Bislang haben sichin der Stadt mit rund acht Millionen Einwohnern mehr als 800 000Menschen angesteckt, mehr als 30 000 sind nach einer Infektiongestorben. Der Immobilienmarkt wurde von der daraus resultierendenKrise weitgehend auf den Kopf gestellt. «Der Markt war auch 2018/2019schon unheimlich schwer», sagt Steinau. Das habe unter anderem darangelegen, dass die internationale Nachfrage aus unterschiedlichenpolitischen und wirtschaftlichen Gründen nachgelassen habe. «Aberletztes Jahr war er komplett krass.» Er sei trotzdem aktiv gebliebenund habe auch einiges verkauft. «Aber es war zurückhaltend.» Von etwa 7500 Wohnungsverkäufen im Gesamtwert von knapp 14 MilliardenDollar 2020 schrieb die «New York Times» unter Berufung auf eineUmfrage des Branchendienstes CityRealty. 2019 waren es noch fast12 000 Verkäufe im Gesamtwert von fast 24 Milliarden Dollar.Inzwischen aber hat sich das Infektionsgeschehen in der Metropolestabilisiert, die Impf-Kampagne kommt gut voran, und die Hoffnung istnach New York zurückgekehrt. Schon im Januar diesen Jahresverdoppelte sich die Zahl der Wohnungsverkäufe in Manhattan undBrooklyn im Vergleich zum Januar 2020, analysierte die MaklerfirmaDouglas Elliman.«Ich glaube, solche Zeiten gab es lange nicht mehr, und es ist echtschön, das zu sehen und zu verfolgen», sagt Steinau. Noch seien großeRabatte möglich, das Preisniveau sei vergleichsweise niedrig, undnoch seien es auch wegen Reise-Beschränkungen hauptsächlich lokaleKunden. Vieles laufe noch per Video-Schalte. Gerade habe er einemPaar aus Kalifornien eine Wohnung verkauft, die es zuvor nur per Zoombesichtigt habe. Aber auch die internationale Nachfrage steige wiederan, ein deutscher Interessent sei schon vorbeigekommen.

.»Steinau ist spezialisiert auf Wohn-Immobilien ab fünf MillionenDollar - vor allem in Nobel-Hochhäusern oder Townhouses in schickenGegenden wie der Upper East Side oder der Upper West Side vonManhattan. Er zeigt aber auch schon ab etwa einer Million und hatauch schonmal etwas für 30 Millionen verkauft. Wer nicht mindestenseine Million Dollar übrig habe, sagt Steinau, für den mache dasInvestieren in Manhattan finanziell keinen Sinn.Seine Kunden kommen normalerweise aus der ganzen Welt und haben ofthohe Anforderungen: Panikräume beispielsweise, in die sie sich imNotfall mit der Familie zurückziehen können. Oder Marmor ausPakistan, Steine aus japanischen Tempeln und eine mindestens zehnMeter hohe Wand für ein ganz bestimmtes Kunstwerk. Ausblick auf denCentral Park oder die Skyline sowieso, aber in diesen Zeiten auch vorallem ein großer privater Außenbereich.«Ich arbeite in dieser Welt, aber das ist nicht mein Leben»,sagt Steinau. «Ich finde es bewundernswert, dass es so eine Weltgibt, die sich die meisten Menschen selber aufgebaut haben. Zum Teilhabe ich natürlich auch Freunde in dieser Welt, aber es ist nichtmeine. Und sie bringt ja auch viel Negatives mit sich, viele müssensich Sorgen um ihre Sicherheit und die ihrer Kinder machen.»In die Immobilien-Branche kam Steinau durch Zufall. Nach derSchulzeit in Deutschland, während der er wie sein Vater erfolgreicherSpringreiter war, studierte er Wirtschaft in London und arbeitetedann unter anderem in Malawi und Papua-Neuguinea. Schließlich bot ihmein Bekannter auf den Turks- und Caicosinseln in der Karibik an, denVerkauf für rund 200 Luxus-Anwesen auf einer Privatinsel mitPrivatflughafen zu leiten. «Das war das erste Mal, dass ichImmobilien, also in diesem Fall Grundstücke, verkauft habe. Es wareine harte, aber auch eine sehr gute Schule. Diese amerikanische Artzu verkaufen, gleich alle Karten auf den Tisch zu legen. Willst du esoder willst du es nicht? Wir Deutschen sind da ja eherzurückhaltender und beschnuppern uns erstmal.»Sechs Monate lang verkaufte Steinau gar nichts - aber dann lief esrund. Nach einem zweiten gescheiterten Insel-Projekt und einer Zeitin einem Resort lernte er dann 2013 in einem Club in New York seineheutige Frau kennen und zieht rund zwei Jahre später zu ihr. «Nachzehn Jahren Karibik war meine Piratenzeit dann auch mal vorbei.» InNew York trifft er auf einen heiß umkämpften Immobilien-Markt mitscharfer Konkurrenz. Mehr als 25 000 Makler gibt es städtischenAngaben zufolge in der Metropole. «Vielleicht war da eine gewisseNaivität bei mir da, denn es ist natürlich ein grandioser Markt, aberauch einer der härtesten.»Steinau heuert beim neu entstehenden Luxusturm-Stadtviertel HudsonYards an, übernimmt dann einen neuen Wolkenkratzer nahe des Museum ofModern Art und macht sich schließlich selbstständig. «Man muss cleversein, man muss so eine gewisse positive Grundaggressivität haben undeinfach richtig hart arbeiten - und das erkennt einem der Amerikanerdann auch richtig hoch an.»Inzwischen lebt Steinau mit seiner Frau, deren Sohn und einergemeinsamen kleinen Tochter nördlich des Central Parks. «OffeneSichten» seien ihm beim eigenen Wohnen wichtig, sagt er. Bei derArbeit gehe es ihm aber vor allem darum, seine Kunden glücklich zumachen. «Das ist so ein tolles Gefühl, wenn du eine Immobilie füreinen Kunden findest, der dann dort einzieht und dich dann ein Jahrspäter anruft und sagt: «Wow, das ist das Allerschönste.» Wie tollist das?»

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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