Aktuelle Gesundheitsnachrichten Die Tür ein Stück auf - wie es jetzt an Kitas und Schulen weitergeht Von Jörg Ratzsch, dpa Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Die Tür ein Stück auf - wie es jetzt an Kitas und Schulen weitergeht Von Jörg Ratzsch, dpa

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Die Tür ein Stück auf - wie es jetzt an Kitas und Schulen weitergeht
Von Jörg Ratzsch, dpa Latz aktuelle Nachrichten
21 Februar 2021 - 17:00

Aktuelle Nachrichten ! Seit rund zwei Monaten sind Millionen Kinder und Jugendliche inDeutschland nun schon zu Hause. Ein weiterer Teil von ihnen darf nunschrittweise wieder zurück in Schule oder Kita. Doch die neueCorona-Lage droht die Pläne auszubremsen.Berlin (dpa) - Im Dezember hatte Sachsen als damaliger Corona-Hotspotzuerst die Notbremse gezogen und Schulen und Kitas zugemacht. Dieanderen Länder folgten ein paar Tage später. Nach zwei sehr langenWintermonaten taut jetzt nicht nur das Land langsam wieder auf, auchin die Einrichtungen kehrt ein bisschen Leben zurück. Aber dieHoffnungen, dass es nun schrittweise Richtung Normalität im Schul-und Kitaalltag zurückgeht, trüben sich schon wieder ein, weil sichdie Corona-Zahlen verschlechtern.IN VIELEN KITAS WAR NICHT WIRKLICH LOCKDOWNInsgesamt zehn Bundesländer machen an diesem Montag ihre Kitas undGrundschulen wieder ein Stückchen weiter auf. Sachsen hat schon voreiner Woche geöffnet. Niedersachsen unterrichtet Grundschüler bereitsseit Januar wieder in der Schule.Viele Einrichtungen waren auch in den vergangenen Wochen nie richtiggeschlossen. In den Ländern gab es verschiedene Regelungen: Entwederalles zu, mit Angebot zur Notbetreuung oder grundsätzlich geöffnet,aber mit Appell an die Eltern, die Kinder nicht zu bringen. Das hatdazu geführt, dass mancherorts zumindest in Kitas nicht wirklichLockdown war, und auch die Notbetreuung der Grundschulen wurde zumTeil gut genutzt. Abschlussklassen durften ebenfalls in den Schulenunterrichtet werden. Für sie hatten Bund und Länder eineAusnahmeregel wegen der Prüfungsvorbereitung vereinbart. Diese giltweiterhin.Die meisten Fragezeichen bleiben nun für die Jahrgänge oberhalb derGrundschule und unterhalb der Abschlussklassen. Es ist offen, wannsie ihre Schulen wieder von innen sehen. Da die Corona-Zahleninzwischen wieder steigen - was Experten auf neue, sich schnellerverbreitende Virusvarianten zurückführen -, werden weitereÖffnungsschritte erst einmal unwahrscheinlicher.FLÄCHENDECKEND ODER «FLICKENTEPPICH»Diesmal passt das Wort «Flickenteppich» wirklich. Denn genau so siehtdie bunt gefärbte Corona-Karte des Robert Koch-Instituts momentanaus. Es gibt extrem niedrige Ansteckungszahlen in manchenLandkreisen, sehr hohe dagegen in anderen. Selbst innerhalb derBundesländer sind die Unterschiede groß.Da die Länder Kita- und Schulöffnungen auch an regionaleAnsteckungszahlen (Inzidenzen) gekoppelt haben, bleiben dieEinrichtungen nun in einigen Landkreisen und Städten weiterhin zuoder nur im eingeschränkten Betrieb, selbst wenn ein Landgrundsätzlich Öffnungen angekündigt hat.Einen «Flickenteppich» gibt es auch bei den Inzidenzregeln: In Bayernist Präsenzunterricht bis zu einem Wert von 100 möglich, inMecklenburg-Vorpommern bis 150, in Thüringen bis 200.

. Entweder gibt es sogenannten Wechselbetriebmit halben Klassen, die abwechselnd zur Schule kommen, oder auchVollbetrieb mit festen Gruppen, die sich möglichst nicht begegnensollen.LEHRKRÄFTE UND KITA-PERSONAL FRÜHER IMPFENAbstand ist an Grundschulen und Kitas kaum möglich. Deshalb sollendie Beschäftigten, wenn es nun schon Öffnungen gibt, bei der Impfungfrüher dran kommen, nach Angaben von Schleswig-HolsteinsBildungsministerin Karin Prien (CDU) vielleicht schon im März. DasGanze scheint unstrittig und ist dem Vernehmen nach auch schon so gutwie beschlossen, aber es ist auch nicht so einfach, wie es klingt.«In dem Moment, wo Sie eine Gruppe höher priorisieren, heißt das,dass eine andere Gruppe weiter nach hinten rutscht», sagtFamilienministerin Franziska Giffey (SPD). Trotzdem spricht sie sichin der Abwägung dafür aus. «Weil wir einfach gesehen haben, welchegroße Bedeutung die Kinderbetreuung für viele andere Bereiche inDeutschland hat, für das Funktionieren unseres Gesamtsystems.»Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt dagegen, dass Hochbetagteund Schwerkranke dann ins Hintertreffen geraten könnten. «Wenn jetztBerufsgruppen noch weiter nach vorn gesetzt werden sollen, wird dasLeben kosten», sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der dpa. InDeutschland gibt es laut Statistischem Bundesamt insgesamt knapp eineMillion Grundschullehrer und Kita-Beschäftigte.MASKEN UND TESTSNach den letzten Sommerferien war das ein großer Aufreger: Masken inder Schule, sogar im Unterricht. Jetzt geht es eher um die Frage,welche Maske. In vielen Schulen müssen auch die Grundschüler nun OP-oder FFP2-Masken tragen, zum Beispiel im bevölkerungsreichstenBundesland Nordrhein-Westfalen. Der Generalsekretär derBundesschülerkonferenz, Dario Schramm, ist für eine solchePflicht: «Wir erleben das überall sonst im Alltag, warum nicht an denSchulen?», sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.Große Hoffnungen werden in den verstärkten Einsatz von Schnelltestsgesetzt. Am besten zwei Mal pro Woche das Kita- undGrundschulpersonal testen, einschließlich Hilfskräften oder Köchen, sagt Familienministerin Giffey. Sie sieht das als «Brücke», bis allein den Einrichtungen, die das möchten, geimpft sind. Rechnerischwären das an die zwei Millionen Tests in der Woche.Auch das liegt aber in der Hand der Bundesländer. Und die habenbereits entsprechende Pläne. In Berlin zum Beispiel sollen sichGrundschullehrkräfte und Erzieherinnen ab Montag zweimal in der Wochefreiwillig testen lassen können. Vorher geschulte Mitarbeiter derSchulen und Kitas sollen das machen. Ähnliche Regelungen gibt es inanderen Bundesländern auch.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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