Aktuelle Gesundheitsnachrichten Dreyer fordert konkreten Stufenplan - Spahn in der Kritik Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Dreyer fordert konkreten Stufenplan - Spahn in der Kritik

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23 Februar 2021 - 09:00

Aktuelle Nachrichten ! Bund und Länder machen sich an die Beratungen für einÖffnungskonzept. Entscheidungen soll es nächste Woche geben. Die SPDfordert einen konkreten Stufenplan - und sieht GesundheitsministerSpahn bei Schnelltests in der Pflicht.Berlin (dpa) - Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin MaluDreyer (SPD) hat vor Beratungen von Bund und Ländern einen konkretenStufenplan für den Weg aus den Corona-Beschränkungen gefordert. Einsolcher Plan müsse an «klare Inzidenzwerte, Testmöglichkeiten und dieImpfquote» gekoppelt werden, sagte Dreyer der «Rheinischen Post»(Dienstag). An diesem Dienstag beginnt eine Arbeitsgruppe mitKanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Chefs der Staatskanzleiendazu mit Gesprächen. Das nächste Treffen der Regierungschefs von Bundund Ländern mit Entscheidungen ist für den 3. März geplant.An Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es Kritik, weil die fürden 1. März angekündigten allgemeinen Schnelltests nun doch nicht sorasch kommen. FDP-Chef Christian Lindner bedauerte auf Twitter dieVerschiebung. «Die Enttäuschung beim Impfstart darf sich nichtwiederholen.» SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas sagte der DeutschenPresse-Agentur: «Gerade dort, wo Maßnahmen zurückgenommen werden,müssen Schnelltests zur Verfügung stehen.» Spahn müsse jetzt dafürsorgen, dass dies zügig geschehe.Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich nach Teilnehmerangabenam Montag im CDU-Präsidium dafür ausgesprochen, vorsichtig Strategienfür weitere mögliche Öffnungen zu erarbeiten. Sie hatte dabei dreiBereiche genannt: Persönliche Kontakte, Schulen und Berufsschulensowie als dritten Bereich Sportgruppen, Restaurants und Kultur. DieBund-Länder-Arbeitsgruppe soll dies nun bis zum 3. März vorbereiten.Nach bisherigen Plänen sollen dann in der zweiten Märzwoche auchweitere Geschäfte wieder öffnen dürfen - aber nur in Regionen, indenen es nicht mehr als 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnernbinnen sieben Tagen gibt.Am Dienstagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz nach Angaben desRobert Koch-Instituts bundesweit bei 60,5. Die Gesundheitsämtermeldeten dem RKI binnen eines Tages 3883 Corona-Neuinfektionen, zudemwurden 415 weitere Todesfälle verzeichnet.

. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt laut Lageberichtvom Montagabend bei 1,05 (Vortag 1,10). Das bedeutet, dass 100Infizierte rechnerisch 105 weitere Menschen anstecken.Befürchtet wird, dass die Ausbreitung von ansteckenderen Variantendes Virus die Werte wieder in die Höhe treibt. CDU/CSU-FraktionschefRalph Brinkhaus sagte am Montagabend in den ARD-«Tagesthemen», es sei«sehr unwahrscheinlich» dass der Wert von 35 erreicht werde. «Einswäre sehr, sehr schlecht: Wenn wir jetzt lockern und dann in dreioder vier Wochen wieder den Schritt zurück machen müssen. Und dannwieder in den Lockdown hinein gehen müssen.»Ministerpräsidentin Dreyer schloss nicht aus, dass die bestehendenCorona-Beschränkungen über den 7. März hinaus nochmals verlängertwerden. «Aber wir brauchen konkrete und verbindliche Zielmarken, andenen die Menschen sich orientieren können.» Der stellvertretendeFDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki kritisierte in der «Welt», solcheKonzepte hätten Bund und Länder schon längst vorlegen müssen.Die Pläne zur früheren Impfung von Kita-Erzieherinnen und Lehrkräftenstießen zumeist auf Zustimmung. Demnach sollen «Personen, die inKinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und anGrundschulen tätig sind», von der dritten in die zweite Gruppe derImpf-Reihenfolge vorrücken. Betroffen sind etwa eine MillionMenschen. Wann genau sie an die Reihe kommen, ist allerdings nochunklar.Der Präsident des deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger,nannte die Entscheidung in der «Bild»-Zeitung (Dienstag) überfällig.Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW),Marlis Tepe, forderte beim Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dassauch Lehrkräfte an anderen Schularten früher geimpft werden. DieStiftung Patientenschutz kritisierte hingegen beim RND, dass einzelneBerufsgruppen beim Impfen vorgezogen würden.SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die Schulöffnungeninsgesamt für verfrüht. Er sagte der Funke Mediengruppe: «Aus meinerSicht wäre es sinnvoll, die Schulen nur aufzumachen, wenn die Testungder Kinder mit Antigen-Selbsttests gewährleistet ist - und die sindnoch gar nicht zugelassen.» Nach rund zweimonatiger Schließung undNotbetreuung hatten am Montag in zehn BundesländernKindertagesstätten und Grundschulen teilweise wieder geöffnet.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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