Aktuelle Gesundheitsnachrichten Drosten befürchtet nachlassende Impfbereitschaft gegen Corona Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Drosten befürchtet nachlassende Impfbereitschaft gegen Corona

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Drosten befürchtet nachlassende Impfbereitschaft gegen Corona Latz aktuelle Nachrichten
09 Juni 2021 - 01:45

Aktuelle Nachrichten ! Die Inzidenzen sind gesunken, der Alltag normalisiert sich: Werdensich über den Sommer dennoch große Teile der erwachsenen Bevölkerungimpfen lassen? Virologe Drosten hofft es zwar, hat aber Zweifel.Berlin (dpa) - Der Virologe Christian Drosten hat vor Rückschlägenfür die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland gewarnt.Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässigwürden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten,weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte derLeiter der Virologie der Berliner Charité am Dienstag im Podcast«Coronavirus-Update» (NDR-Info). «Solche Dinge dürfen einfach nichteintreten. Das wird, glaube ich, die nächste große Aufgabe sein.»Drosten erwartet demnach in einigen Wochen eine Diskussion über dieFörderung der Impfbereitschaft. Ziel seien mindestens 80 ProzentZweifachimpfungen, zumindest in der «impffähigen erwachsenenBevölkerung», erinnerte er. Dies werde hoffentlich bis Ende August,Mitte September erreicht werden. Auch nach der Aufhebung derfestgelegten Reihenfolge seit Montag bleibe es zunächst wichtig, dieGruppen zu impfen, in denen dies wegen des erhöhten Covid-19-Risikosdringlich sei. Das Augenmerk müsse im Moment noch auf der Versorgungder Menschen ab Mitte 40 liegen, so Drosten. Aktuell liegt der Anteilder vollständig Geimpften in der Bevölkerung bei knapp 22 Prozent.Dass die Impfkampagne nicht ins Stocken gerät, ist für denWissenschaftler auch vor dem Hintergrund der als besorgniserregendeingestuften Virusvarianten wichtig: Die zunächst in Indien entdeckteMutante Delta oder ähnliche Varianten würden «sicherlich bis zumHerbst hier auch das Feld dominieren», sagte Drosten. Es gelte, bisdahin für eine möglichst hohe Impfquote bei Erwachsenen zu sorgen.«Dann werden wir keine großen Probleme haben» - ein kleinesFragezeichen sehe er diesbezüglich nur beim Thema Kinder. In Englandwürden Ausbrüche in Schulen durch die Delta-Variante beobachtet.Als besorgniserregend werden Varianten eingestuft, wenn sie sich zumBeispiel möglicherweise leichter verbreiten, schwerereKrankheitsverläufe verursachen oder wenn sich das Virus so veränderthat, dass der Schutz von Geimpften und Genesenen beeinträchtigt seinkönnte. Bei der Delta-Variante, die Experten in England Sorgenbereitet, sieht Drosten unverändert Unklarheiten. Erst wenn das Virusdort immer weiter in die breite Bevölkerung komme, werde man sehen,was es wirklich mit dem Virus auf sich habe, sagte er.Für Drosten ist der Blick auf die Delta-Entwicklung in anderenLändern wichtig: Bisher sei aber weder in Dänemark, wo viele Probenanalysiert werden, noch in Deutschland in den vergangenen Wochen einestarke Zunahme zu sehen.

. Drosten berichtete voninoffiziellen Zahlen, die suggerierten, dass es nun «vielleicht eineleichte Erhöhung gibt, aber sicherlich wohl keine Verdoppelung». EineVerdopplung der Werte von Woche zu Woche sei in England beobachtetworden.«Natürlich wird die Fallzahl gen Winter wieder hochgehen. Das kannauch schon im Herbst passieren. Aber das wird ab jetzt jeden Winterpassieren», sagte Drosten. Die Situation sei dann durch denerwarteten Effekt der Impfungen auf Krankheitsverläufe aberverändert: Würde man strikt nur Labornachweise messen, sähe man wohleine Art vierte Welle. Aber es sei dann keine pandemische Welle mehr.Drosten hatte auch zuvor schon mehrfach betont, dass er langfristigdamit rechnet, dass sich Sars-CoV-2 wie die altbekannten Coronavirenverhalten werde, die Erkältungen auslösen.Nach seiner bereits am Wochenende in einem Interview geäußertenAnnahme, dass Corona von Fledermäusen über die Pelzindustrie zumMenschen gelangt sein könnte, regte Drosten eine entsprechendewissenschaftliche Untersuchung an - «die aber natürlich rein in Chinaund von chinesischen Wissenschaftlern durchgeführt werden kann undsollte». Möglicherweise sei das Virus aber heutzutage inZuchtbetrieben gar nicht mehr zu finden, etwa weil Bestände längstgekeult wurden. Möglich sei auch, dass der Erreger aus der Zucht ineinem anderen Land über Handelsbeziehungen nach China gekommen sei.Das Vorgehen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die wegenungeklärter Fragen eine Experten-Kommission nach China geschickthatte, kritisierte Drosten deutlich. Unter anderem sei dasZustandekommen der Gruppe nicht transparent gewesen. Auch entsprechedas Vorgehen nicht dem üblichen wissenschaftlichen Prozess. DerBericht der Gruppe lese sich, als hätte man «einige der Fragen hierin der kurzen Zeit schon gut abgeklopft». Drosten sagte: «Das ist fürmich wirklich auch nicht akzeptabel.»Über Versuche, den Grundlagen mancher Mutmaßungen über den Beginn derPandemie nachzugehen, sagte er: «Geht man dann an die Quelle, so wieman das zumindest als westlicher Wissenschaftler kann, dann stößt manauf ein Nichts.»

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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