Aktuelle Gesundheitsnachrichten Drosten: Plausibelste Quelle für Corona ist Chinas Pelzindustrie Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Drosten: Plausibelste Quelle für Corona ist Chinas Pelzindustrie

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Drosten: Plausibelste Quelle für Corona ist Chinas Pelzindustrie Latz aktuelle Nachrichten
05 Juni 2021 - 16:45

Aktuelle Nachrichten ! Schon einmal hat ein aus China kommendes Sars-Virus viele Menschengetötet. Der Ursprung dieser Epidemie in den Jahren 2002/2003 giltals geklärt. Beim eng verwandten Coronavirus Sars-CoV-2 ist dasanders. Warum ist das so?Zürich/Berlin (dpa) - Der Berliner Virologe Christian Drosten siehtunter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 denWeg über die Pelzindustrie als plausibelste an. «Ich habe dafürkeinerlei Belege, außer die klar belegte Herkunft von Sars-1, und dashier ist ein Virus der gleichen Spezies. Viren der gleichen Speziesmachen die gleichen Sachen und haben häufig die gleiche Herkunft»,sagte Drosten dem Schweizer Online-Magazin «Republik». In den Jahren2002 und 2003 hatte eine von China ausgehende Infektionswelleweltweit zu etwa 800 Todesopfern geführt. Die Erkrankung wurdeSchweres Akutes Atemwegssyndrom (Sars) genannt. Der Ende 2019erstmals nachgewiesene Erreger Sars-CoV-2 ist mit dem damaligen Virussehr eng verwandt.Beim ersten Sars-Virus seien die Übergangswirte Marderhunde undSchleichkatzen gewesen, sagte Drosten. «Das ist gesichert.» In Chinawürden Marderhunde nach wie vor in großem Stil in der Pelzindustrieverwendet. Dabei würden immer wieder auch wilde Marderhunde in dieZuchtbetriebe gebracht, die zuvor Fledermäuse - die alswahrscheinlichster Ursprung von Sars-CoV-2 gelten - gefressen habenkönnen. «Marderhunden und Schleichkatzen wird lebendig das Fell überdie Ohren gezogen», erklärte der Charité-Virologe. Die stoßenTodesschreie aus und brüllen, und dabei kommen Aerosole zustande.Dabei kann sich dann der Mensch mit dem Virus anstecken.»Für ihn sei überraschend gewesen, dass diese Zucht überhaupt nocheinmal als möglicher Ausgangspunkt einer Pandemie infrage kommenwürde - bis vor kurzem habe er «in der naiven Vorstellung» gelebt,dass Schleichkatzen und Marderhunde als bekannte potenzielleÜbergangswirte inzwischen kontrolliert würden. «Für mich war das eineabgeschlossene Geschichte. Ich dachte, dass diese Art von Tierhandelunterbunden worden sei und dass das nie wieder kommen würde.

.»Konkrete Hinweise, dass der Übergang auf den Menschen überPelztierfarmen ablief, gebe es nicht - es gebe überhaupt keineStudien in diesem Bereich, zumindest seien keine öffentlich geworden.Darum sei vollkommen unklar, ob Marderhunde in chinesischen Farmenoder auch andere Karnivoren in solchen Zuchten - etwa Nerze -Sars-CoV-2 tragen. «2003 und 2004 gab es große Studien, die in Chinagemacht wurden und die für Sars-1 die Verbindung zu Marderhunden undSchleichkatzen belegten.» Diesmal sei das - zumindest bisher -offenbar nicht passiert.Jetzt dort noch genauer hinzusehen, habe möglicherweise keinen Sinn:«Was man sich natürlich klarmachen muss: Wenn man jetzt solcheBestände untersuchen würde, würde man vielleicht nicht mehr das Virusfinden, das da - möglicherweise - vor anderthalb oder zwei Jahrengewesen ist. Wenn zwischendurch gekeult wurde. Oder wenn sich dasVirus auf eine andere Art totgelaufen hat.»Zu der These, das Virus sei versehentlich oder absichtlich in einemLabor erzeugt worden, sagte Drosten, dies liege zwar rein technischbetrachtet im Rahmen des Möglichen, aber: «Wenn jemand auf dieseWeise Sars-2 entwickelt hätte, dann würde ich sagen, der hat dasziemlich umständlich gemacht.» Mit dem ersten Sars-Virus alsGrundlage hätte man zu Forschungszwecken am ehesten nur ganzbestimmte Bereiche verändert - Sars-CoV-2 aber sei vollerAbweichungen zum ersten Virus.«Lassen Sie es mich mit einem Bild erklären: Um etwa zu überprüfen,ob Anpassungen das Virus ansteckender machen, würde ich einbestehendes System nehmen, da die Änderung einbauen und das dannvergleichen mit dem alten System», erklärte der Virologe. «Wenn ichwissen will, ob ein neues Autoradio den Klang verbessert, dann nehmeich ein bestehendes Auto und tausche da das Radio aus. Dannvergleiche ich. Ich baue dafür nicht ein komplett neues Auto. Genauso war das aber bei Sars-2: Das ganze Auto ist anders.»Darum sei die Idee eines Forschungsunfalls für ihn «ausgesprochenunwahrscheinlich». Zur Idee eines böswilligen Einsatzes irgendeinesGeheimdienstlabors müsse man letztlich Geheimdienste fragen: «Wennüberhaupt, dann käme so etwas wohl nicht aus demWuhan-Virologie-Institut. Das ist ein seriöses akademischesInstitut.»

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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