Aktuelle Gesundheitsnachrichten Einige Länder halten in Impfzentren an Priorisierung fest Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Einige Länder halten in Impfzentren an Priorisierung fest

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Einige Länder halten in Impfzentren an Priorisierung fest Latz aktuelle Nachrichten
05 Juni 2021 - 05:45

Aktuelle Nachrichten ! In der neuen Woche fällt die amtlich festgelegte Reihenfolge fürCorona-Impfungen in Deutschland weg. In ganz Deutschland? Nein -nicht alle Bundesländer geben die Termine jetzt schon komplett undüberall frei.Berlin (dpa) - Trotz der generellen Öffnung der Corona-Impfungen füralle an diesem Montag halten einige Bundesländer in ihren Impfzentrenam Vorrang für Risikogruppen fest. In Schleswig-Holstein, Hamburg undBayern soll die Priorisierung dort vorerst bestehen bleiben. InBremen arbeiten die Impfzentren die Vorranglisten zunächst weiter ab.Im Saarland sollen Menschen der bisherigen Priorisierungsgruppen dortnach wie vor vorrangig bei Terminen bedacht werden. In den übrigenLändern endet auch in den Impfzentren die bisherige Impfreihenfolge.In den Arztpraxen fällt die Priorisierung bundesweit am Montag weg,wie Bund und Länder vereinbart hatten. Den Ländern ist es demBeschluss zufolge aber «unbenommen, die Priorisierung im Rahmen derihnen zugewiesenen Impfstoffdosen aufrechtzuerhalten».In Hamburg bleibt sie im zentralen Impfzentrum weiterhin bestehen.Hintergrund ist laut Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD), dass esnoch viele Vorerkrankte gibt, die keine Impfung bekommen haben. InSchleswig-Holstein erklärte das Gesundheitsministerium, in dieEntscheidung über ein Ende der Priorisierung in den Impfzentren werdeeinfließen, wie schnell bisher priorisierte Berechtigte ein Angeboterhalten können - und wie viel Impfstoff wann nachkommt. In BayernsImpfzentren zieht das Online-Registrierungssystem weiterhin Bürgeraus Risikogruppen vor, wie das Gesundheitsministerium erklärte.Die feste Reihenfolge war mit Beginn der Corona-Impfungen eingeführtworden, um wegen des noch knappen Impfstoffes einen Vorrang fürbesonders gefährdete Menschen zu sichern. Dazu gehörten in dreiGruppen Menschen ab 80 Jahre, dann ab 70 und ab 60 Jahre sowie mitchronischen Erkrankungen und in bestimmten wichtigen Berufen. Auchwenn sich in Arztpraxen ab Montag jeder um Termine bemühen kann,sollen diese dann erst über den Sommer hinweg eingetaktet werden.Im Saarland erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums zu denImpfzentren, das Land halte sich natürlich an die Impfverordnung undöffne am Montag für alle. «Aber wenn sich da noch jemand entscheidet,der eigentlich noch priorisiert gewesen wäre, dann fällt er nichthinten herunter, sondern wird von uns noch priorisiert behandelt.

. Aktuell gebe es keinen weiteren Impfstoff, um außerhalbder Priorisierung zu impfen. Ab Samstag können sich aber alle Bremerin eine Liste eintragen, die im Anschluss an die Prio-Gruppen bedachtwird.Hessen empfahl allen Bürgern der drei Priorisierungsgruppen, sichschnellstmöglich zu melden. Nur wer sich bis einschließlich Sonntagin einem Impfzentren registriert habe, könne mit einer bevorzugtenVergabe der Termine rechnen, teilte das Innenministerium mit. InNiedersachsen erklärte das Gesundheitsministerium, alle Menschen derPrioritätsgruppen 1 bis 3, die schon auf einer Warteliste stehen,hätten ihren Platz weiterhin sicher. Die Impfung der priorisiertenGruppen werde noch einige Wochen in Anspruch nehmen.In Baden-Württemberg hieß es, da die meisten älteren Bürger geimpftseien, könne man die Priorisierung guten Gewissens überall aufheben.Das solle auch sicherstellen, das Impftempo aufrecht zu erhalten. InNordrhein-Westfalen endet die Priorisierung auch in den Impfzentren.Impfstoff ist aber so knapp, dass dort laut Gesundheitsministeriummindestens bis Mitte Juni nur Zweitimpfungen möglich sind.Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisierte, dass nur wenigeLänder die ethische Priorisierung in den Zentren aufrecht erhalten.«Auf die niedergelassenen Ärzte kann niemand verzichten», sagteVorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. «Doch es gibtMillionen Menschen, die keinen festen Hausarzt haben.» Die Teams derZentren seien auch bei Corona-Hotspots gefordert. «Massenimpfangebotein Kirchen, Moscheen, Sportanlagen oder Bürgerhäusern wären sonstkurzfristig kaum möglich.» Auch wenn im Spätherbst oder Winter genugImpfstoffe vorhanden sind, dürfe bei möglichen auffrischenden drittenImpfungen nicht auf das Angebot der Impfzentren verzichtet werden.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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