Aktuelle Gesundheitsnachrichten Fünf Prozent vollständig Geimpfte in Deutschland - noch zu wenig Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Fünf Prozent vollständig Geimpfte in Deutschland - noch zu wenig

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02 April 2021 - 12:45

Aktuelle Nachrichten ! Die Hoffnung, dass sich die Impfwelle schnell vor die drittePandemiewelle schiebt, ist erloschen. Intensivmediziner warnen, dassin wenigen Wochen die Kapazitätsgrenze in den Krankenhäusern erreichtsein könnte.Berlin (dpa) - Fast 100 Tage nach dem deutschen Impfstart in derPandemie haben rund fünf Prozent der Bevölkerung bereits die zweiteDosis erhalten. Mehr als 11,5 Prozent haben mindestens die ersteSpritze bekommen, wie aus offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts(RKI) hervorgeht. Nach Einschätzung des RKI reichen dieImpffortschritte aber nicht, um die dritte Pandemie-Welleauszubremsen. Seit Tagen fordern Wissenschaftler und Mediziner einenharten Lockdown.Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI zuletzt 21 888Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet, wie aus Zahlen vonFreitagmorgen hervorgeht. Am Donnerstag meldete das RKI 24 300 neueCorona-Infektionen - das war der höchste Tageswert seit Mitte Januar.Innerhalb von drei Wochen hat sich die bundesweiteSieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000Einwohner und Woche - damit fast verdoppelt. Hatte der Wert am 12.März noch bei 72,4 gelegen, gab ihn das RKI am Freitag mit 134,0 an.Die Impfkampagne sei noch nicht so weit vorangeschritten, um dasInfektionsgeschehen wesentlich zu beeinflussen, heißt es im jüngstenRKI-Bulletin. Deutschland hat das EU-Impfziel für Menschen über 80Jahre darüber hinaus verfehlt. Ziel der EU-Kommission war, dassmindestens 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März gegen dasCoronavirus geimpft sein sollten. Gemeldete Daten aus deutschenBundesländern liegen nach RKI-Angaben aber deutlich darunter -zwischen 26 Prozent und 47 Prozent bei den Zweitimpfungen.Nach einer Modellprognose des Instituts lässt sich eine Überlastungder Intensivstationen nur verhindern, wenn Lockerungen vorsichtigerst ab Mai und Juni sowie dann mit sukzessiver Steigerung bis in denSpätsommer kommen. Dann könnte ein Großteil der Bevölkerung geimpftsein.Als Hauptursache für den schnellen neuen Anstieg sehen Forscher diezuerst in Großbritannien entdeckte, sehr ansteckende Corona-VarianteB.1.1.7. Sie breitet sich rasch in Deutschland aus. Aktuell hat sienach der aktuellsten RKI-Analyse bereits einen Anteil von 88 Prozentim Infektionsgeschehen erreicht.

.» Alle in Deutschland verfügbarenImpfstoffe schützten nach RKI-Angaben jedoch sehr gut vor einerErkrankung durch B.1.1.7 und auch vor schweren Erkrankungen durchzwei andere Varianten.Der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, ChristianKaragiannidis, warnte vor einer Überfüllung von DeutschlandsIntensivstationen innerhalb von vier Wochen. «Seit Mitte März sindunterm Strich 1000 Intensivpatienten zusätzlich in den Krankenhäuserngelandet. Wenn sich diese Geschwindigkeit fortsetzt, sind wir inweniger als vier Wochen an der regulären Kapazitätsgrenze angelangt»,sagte er der «Rheinischen Post» (Donnerstag). «Es braucht jetztdringend einen harten Lockdown für zwei Wochen, verpflichtende Testsan Schulen zweimal in der Woche und deutlich mehr Tempo bei denImpfungen in den Zentren und Arztpraxen.»Auf die Schnelltests ist die steigende Zahl an gemeldetenCorona-Neuinfektionen nach RKI-Erkenntnissen kaum zurückzuführen.Zwischen 8. und 14. März, als in Deutschland wöchentlicheGratis-Schnelltests eingeführt wurden, ging nach der Analyse desBundesinstituts bei 4,4 Prozent der laborbestätigten PCR-Tests einpositiver Schnelltest voraus. Dieser Anteil kletterte leicht auf 5,5Prozent (15. bis 21. März) und zuletzt auf 6,0 Prozent (22. bis 28.März).In der vergangenen Woche gab es nach RKI-Angaben 1,40 MillionenPCR-Tests. In der Woche zuvor waren es 1,36 Millionen. Die Rate derpositiven Tests stieg deutlich von 7,91 auf 9,33 Prozent. Dasbedeutet, dass unter den Getesteten wesentlich mehr nachweislichInfizierte waren.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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