Aktuelle Gesundheitsnachrichten Keine offenen Schulen in Landkreisen mit hoher Inzidenz Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Keine offenen Schulen in Landkreisen mit hoher Inzidenz

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Keine offenen Schulen in Landkreisen mit hoher Inzidenz Latz aktuelle Nachrichten
19 Februar 2021 - 21:45

Aktuelle Nachrichten ! Eigentlich sollten alle Grundschulen und Kitas in Thüringen ab Montagwieder öffnen - im eingeschränkten Regelbetrieb. Doch seit Tagengehen die Infektionszahlen kaum noch runter oder steigen sogar. Nunzieht das Gesundheitsministerium die Notbremse.Erfurt (dpa/th) - Landkreise mit einem besonders hohenSieben-Tage-Inzidenzwert dürfen ihre Grundschulen und Kindergärtennicht wie alle anderen in Thüringen am Montag öffnen. Eineentsprechende Weisung hat das Thüringer Gesundheitsministerium nachdpa-Informationen am Freitag erlassen. Demnach sollen Landkreise, diemehr als 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnensieben Tagen haben, ihre Einrichtungen geschlossen halten. Bei einerInzidenz zwischen 150 und 200 soll eine Schließung erfolgen, wirdaber nicht angeordnet.Am Freitag lag nur der Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit einemWert von 212,9 über der 200er-Markierung. Der Unstrut-Hainich-Kreislag mit einem Wert von 197,6 nahe dran.«Wir sehen mit Sorge, dass der Rückgang der Infektionen seit einigenTagen auf viel zu hohem Niveau stagniert», erklärte ThüringensGesundheitsministerin Heike Werner (Linke). Man müsse daherreagieren, wenn man das Erreichte nicht aufs Spiel setzen wolle.Bildungsminister Helmut Holter (Linke) machte klar, dass er dasVorgehen unterstütze «mit Blick auf die Kreise, die weiterhin einbesonders dynamisches Infektionsgeschehen haben». Für die betroffenenFamilien sei es aber «eine neue harte Botschaft. Aber daran führtheute leider kein Weg vorbei», sagte Holter.Seit Freitag ist in Thüringen eine neue Corona-Verordnung in Kraft,nach der ab Montag Grundschulen und Kindergärten wieder imeingeschränkten Regelbetrieb öffnen können. Mit der nun erlassenenWeisung wird dies abhängig von der Inzidenz im jeweiligen Landkreiseingeschränkt.Der Vorsitzende des Thüringer Lehrerverbands, Rolf Busch, reagierteempört auf die kurzfristig getroffene Regelung. «Es ist einfach nurbeschämend, wie hier mit all den Menschen umgegangen wird, die voneiner solchen Entscheidung betroffen sind», erklärte Busch. SeinVerband habe bereits Anfang der Woche gefordert, keine Schulöffnungenunabhängig von Inzidenzwerten zu beschließen. «Diese Art derEntscheidungsfindung und Kommunikation lassen sowohl das nötigeSachverständnis als auch den ebenso wichtigen Respekt für alleBetroffenen schmerzlich vermissen», betonte Busch.Die Thüringer CDU-Fraktion warf der Landesregierung vor, «imPanikmodus» zu agieren.

.Thüringens SPD-Landräte kritisierten das Vorgehen der Landesregierungebenfalls scharf. «Es ist ein wundersamer Vorgang», sagte der Landratdes Landkreises Gotha, Onno Eckert (SPD), nach einer Schalte derSPD-Landräte. Er selbst habe noch vor einiger Zeit danach gefragt, obdie geplanten Öffnungen tatsächlich unabhängig von der Inzidenzerfolgen sollen. «Ich fand das von Anfang an mutig oderleichtfertig», sagte Eckert.Die nun getroffene Entscheidung durch das Gesundheitsministerium seirichtig, das «Hin und Her» aber sei schlecht. «Das istunterirdischste Krisenkommunikation», sagte Eckert. Er plädierte fürein regional nach jeweiliger Inzidenz gestaffeltes System für dieSchulöffnungen. Außerdem schlug er Wechselunterricht auch für dieGrundschulen vor. Denkbar sei etwa, dass jeden Tag nur jeweils 20Prozent der Schüler an den Schulen lernen. «Damit hätte jeder Schülereinen Tag Präsenzunterricht», sagte Eckert.Der Chef der Thüringer Staatskanzlei Benjamin-Immanuel Hoff wies dieKritik an der Landesregierung zurück. Das Handeln entspreche einerklaren Logik: «Wie in anderen Bundesländern öffnen in ThüringenGrundschulen und Kindergärten im eingeschränkten Betrieb und unterAussetzung der Präsenzpflicht. Ebenfalls wie in anderen Ländern, sozum Beispiel in Sachsen und Sachsen-Anhalt, ist klargestellt, dass inRisikogebieten die Öffnungen nicht erfolgen können», erklärte Hoff.Er wies darauf hin, dass die Landesregierung seit Beginn der Pandemieneben der jeweiligen Verordnung auch Vorgaben für dieAllgemeinverfügungen der Landkreise und Kreisfreien Städte(Risikogebiete) durch Weisung erteilt habe.Im Unstrut-Hainich-Kreis tritt am Sonntag die neueCorona-Allgemeinverfügung in Kraft. Neben der andauernden Phase «Rot»für Schulen und Kitas schreibt diese weiterhin eine Maskenpflicht aufMärkten und Spezialmärkten vor, teilte das Landratsamt amFreitagabend in Mühlhausen mit. Spiel- und Bolzplätze sindfreigegeben - aber das Tragen einer Maske für Begleit- undAufsichtspersonen ist Pflicht. An den vergangenen Tagen hätten dieschweren Krankheitsverläufe zugenommen, hieß es. Mit dem Anstieg dermit und an Corona Gestorbenen von 163 auf 185 stehe derUnstrut-Hainich-Kreis hierbei nun an zweiter Stelle in Thüringen.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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