Aktuelle Gesundheitsnachrichten Kultusminister beraten über Schule nach den Osterferien Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Kultusminister beraten über Schule nach den Osterferien

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08 April 2021 - 04:45

Aktuelle Nachrichten ! In vielen Bundesländern gehen am Wochenende die Osterferien zu Ende.Der gerade erst wieder angelaufene Schulbetrieb gerät angesichts derdritten Corona-Welle nun einmal mehr extrem ins Wackeln. Die Länderplanen unterschiedlich.Berlin (dpa) - Die Kultusminister der Länder beraten an diesemDonnerstag (16.00 Uhr) über das weitere Vorgehen an den Schulen. Inneun der 16 Bundesländer gehen am Sonntag die Osterferien zu Ende. InSachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz ist bereits wieder Unterricht, inMecklenburg-Vorpommern und im Saarland beginnt er an diesemDonnerstag. Hamburg hatte keine Osterferien, und in Hessen undSchleswig-Holstein dauern die Ferien noch bis Ende kommender Woche.Das Gespräch der Kultusministerinnen und -minister diene auch derVorbereitung des nächsten Corona-Krisengipfels derMinisterpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) am Montag, hieß es vorab von der Kultusministerkonferenz.Überraschende Entscheidungen für ein einheitliches Vorgehen oderbundesweite Schulschließungen zeichnen sich aber nicht ab, denn vieleBundesländer haben für ihre Schulen längst Pläne gemacht. Lehrkräfteund Familien mussten rechtzeitig vor Ferienende informiert werden.Über Schulfragen entscheiden die Länder zudem grundsätzlich selbst.Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)forderte, Schulen und Kindergärten so lange wie möglich offen zuhalten. Auch die Kultusminister der Länder hatten sich mit Verweisauf das Recht auf Bildung und notwendige soziale Kontakte von Kindernund Jugendlichen immer wieder gemeinsam dafür ausgesprochen, denUnterricht in den Schulen so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. DerDeutsche Lehrerverband plädierte dafür, dass Kommunen,Gesundheitsämter und Schulträger je nach Lage vor Ort entscheidensollten, ob es weiter Präsenzunterricht oder wieder Schule zu Hausegeben soll.DER AKTUELLE STANDIm Februar waren nach wochenlangen Schließungen zunächst dieGrundschüler in Deutschland wieder in die Einrichtungenzurückgekehrt. Auch Abschlussklassen bekommen schon länger wiederUnterricht in der Schule. Die Jahrgänge dazwischen kamen im MärzSchritt für Schritt zurück - meist in geteilten Gruppen mitsogenanntem Wechselunterricht. Der Rückkehrprozess war aber vorOstern noch nicht überall abgeschlossen. Einige Schüler waren seitDezember nicht mehr in ihrer Schule.WIE ES JETZT WEITERGEHTDie Rückkehr kommt vor dem Hintergrund der Corona-Lage nun teilweiseweiter ins Stocken. Brandenburg zum Beispiel schickt ältere Schüleroberhalb der Grundschule erst einmal wieder in den «Fernunterricht».In Baden-Württemberg müssen sogar die Grundschüler nach den Ferienzunächst wieder zu Hause bleiben. Anderswo geht es dagegen mit dembisherigen Wechselbetrieb weiter, aber mit unterschiedlichen Regeln.In Bayern schalten Schulen in der Regel ab einem Inzidenzwert von 100in einer Stadt oder einem Landkreis wieder von Präsenz- aufFernunterricht um.

. Sachsen verabschiedetsich nach der Osterpause ganz von der Kopplung an den vieldiskutierten Inzidenzwert und hält Schulen und Kitas unabhängig davonoffen.ZWEIMAL TESTEN - PFLICHT ODER NICHT Millionen einfacher Schnelltests wurden in den vergangenen Wochen fürdie Schulen beschafft. Ein Mangel besteht, nach allem was zu hörenist, nicht mehr. Schüler und Lehrer sollen sich künftig möglichstzwei Mal pro Woche testen. Auch das setzen die Länder unterschiedlichum: Die meisten schreiben Tests zur Teilnahme am Präsenzunterrichtjetzt vor. Andere, wie Hessen oder Rheinland-Pfalz setzen aufFreiwilligkeit. Die Tests gibt es je nach Bundesland entweder mitnach Hause, oder es wird gemeinsam in der Schule getestet.Die Selbsttests sind zwar nicht so genau wie PCR-Tests, die Hoffnungist aber, dass damit wenigstens ein Teil derjenigen entdeckt wird,die sich angesteckt haben. «Infektionsketten unterbrechen», heißt dasStichwort.IMPFUNGEN FÜR LEHRERViele Grundschullehrer dürften inzwischen mindestens einmal geimpftsein, nachdem sie in der bundesweit festgelegten Impfreihenfolge nachvorn genommen wurden. Es gibt auch Bundesländer, die Lehrkräftenhöherer Klassenstufen schon eine Impfung anbieten. Bundesweit stehensie in der Impfreihenfolge aber noch weiter hinten.Solange nicht alle Lehrkräfte geimpft sind, darf Unterricht in derSchule ab einer Inzidenz von 50 nur im Wechselbetrieb stattfinden,forderte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, UdoBeckmann, vor den Beratungen der Kultusminister. Eininzidenzunabhängiges Offenhalten von Schulen, wie in Sachsen geplant,nannte er «unverantwortlich».KEINE ABSAGE VON PRÜFUNGENDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte gefordert,wegen der Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfallsausfallen zu lassen. Dazu soll es nach aktuellem Stand aber nichtkommen. Die Kultusminister werden das voraussichtlich noch einmalbekräftigen. Sie hatten schon im Januar vereinbart, dassAbschlussprüfungen an Schulen und Berufsschulen auch in diesemCorona-Schuljahr stattfinden sollen. Die Abschlüsse sollen zudemgenauso viel wert sein, wie die anderer Jahre und von allenBundesländern gegenseitig anerkannt werden. Verwiesen wird darauf,dass das auch im vergangenen Frühjahr trotz geschlossener Schulengeklappt habe.Rheinland-Pfalz ist außerdem mit seinen Abi-Prüfungen schon durch. Inden anderen Ländern laufen Vorbereitungen unter Berücksichtigung derbesonderen Bedingungen. So wurden Prüfungstermine zum Teil nachhinten verlegt, um Zeit zu gewinnen. Auch Prüfungsvorgaben wurdenangesichts der Lage gelockert, und es gibt mehr Zeit beischriftlichen Prüfungen.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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