Aktuelle Gesundheitsnachrichten Merkel will Paketlösung für Öffnungen - Schnelltests verzögern sich Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Merkel will Paketlösung für Öffnungen - Schnelltests verzögern sich

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22 Februar 2021 - 20:45

Aktuelle Nachrichten ! Schritte, Stufen, Pakete - die Politik überlegt fieberhaft, wie derCorona-Lockdown weiter gelockert werden kann. Allen Hoffnungen stehenaber wieder steigende Infektionszahlen entgegen. Auch bei einemanderen wichtigen Baustein gibt es einen Rückschlag.Berlin (dpa) - Wegen der Ausbreitung der ansteckenderen Varianten desCorona-Virus ist in Deutschland kein Ende des Lockdowns in Sicht.Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich am Montag in Berlinfür eine Strategie der Öffnung verschiedener Bereiche in «Paketen»aus. Zugleich mahnte Merkel zur Vorsicht. Lehrer und Erzieher sollennun voraussichtlich früher geimpft werden. Ein weiterer wichtigerBaustein im Kampf gegen die Pandemie, die geplanten kostenlosenSchnelltests, wird sich jedoch wahrscheinlich verzögern.Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuletzt immer wiederangekündigt, dass ab 1. März das Angebot für alle Bürger kommensolle, sich kostenlos von geschultem Personal mitAntigen-Schnelltests testen zu lassen - etwa in Testzentren, Praxenoder Apotheken. Darüber solle nun aber erst bei denBund-Länder-Beratungen am 3. März gesprochen werden, erklärteRegierungssprecher Steffen Seibert nach einer Sitzung desCorona-Kabinetts.«Die Verschiebung der #Schnelltests ist bedauerlich», twitterteFDP-Chef Christian Lindner. «Testen, Testen, Testen ist ein Bausteinfür mehr Freiheit. Die Enttäuschung beim Impfstart darf sich nichtwiederholen. Wieso funktioniert in Österreich schon in der Praxis,was bei uns verschoben wird?»Zur Absicherung von Kita- und Schulöffnungen sollen Erzieherinnen undErzieher sowie Lehrkräfte früher geimpft werden. Nach einem Entwurfdes Gesundheitsministeriums rücken «Personen, die inKinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege und anGrundschulen tätig sind», von der dritten in die zweite Gruppe derImpf-Reihenfolge. Die geänderte Impfverordnung könnte an diesemMittwoch in Kraft treten. Die Gesundheitsminister der Bundesländersprachen sich bei einem Treffen ohne Gegenstimmen für diese neueRegelung aus, wie Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU)mitteilte.Die Bundeskanzlerin plädierte angesichts der Sorgen vor einer drittenCorona-Welle erneut für eine vorsichtige Strategie. Öffnungsschrittemüssten mit vermehrten Tests gekoppelt und klug eingeführt werden,sagte Merkel nach Angaben von Teilnehmern in Online-Beratungen desCDU-Präsidiums. Merkel sieht nach ihren Angaben drei Bereiche für«Pakete» einer Öffnungsstrategie: persönliche Kontakte, Schulen undBerufsschulen sowie Sportgruppen, Restaurants und Kultur.Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sagte nach diesen Informationen,die Mutationen des Coronavirus zerstörten leider gerade die guteEntwicklung. Regierungssprecher Seibert sagte, der Anteil deransteckenderen britischen Variante betrage 20 bis 25 Prozent.

.»Öffnungsschritte seien dadurch komplizierter geworden.Nach rund zweimonatiger Schließung und Notbetreuung öffneten in zehnBundesländern am Montag wieder Kindertagesstätten und Grundschulenteilweise. Bereits dadurch gebe es «ein erhebliches Mehr an Kontaktenund damit auch an Übertragungsrisiken», sagte Seibert. Niemand wolleÖffnungen wieder zurücknehmen. «Was wir aufmachen, das wollen wirdann auch durchhalten.» Wichtig sei es nun, ganz genau zu schauen,wie Schulöffnungen das Infektionsgeschehen verändern.In den nächsten Tagen soll nach den Informationen aus demCDU-Präsidium eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtschef Braun und denChefs der Länder-Staatskanzleien zum Thema Öffnungen tagen. Sie solldie nächsten Bund-Länder-Beratungen am 3. März vorbereiten. Nachbisherigen Plänen könnten Geschäfte am 7. März wieder öffnen - abernur in Regionen, wo es drei Tage in Folge nicht mehr als 35Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen sieben Tagen gibt. AmMontag stieg diese Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit aber von 60,2 auf61,0. Seit mehr als einer Woche liegt sie über 57.Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller(SPD), sagte «Stuttgarter Zeitung» und «Stuttgarter Nachrichten»:«Auch ein R-Wert deutlich unter 1 und eine sinkende Auslastung derIntensivmedizin werden wichtige Kriterien für nächsteLockerungsschritte sein.» Kultur und Gastronomie sollen teils öffnenkönnen, wenn Bundesländer «stabil über mehrere Wochen» unter denSieben-Tage-Inzidenzwerten 35 oder 50 blieben.CDU-Chef Armin Laschet hingegen sagte diesen beiden Zeitungen(Dienstag): «Ein Stufenplan, der regelt, welche Inzidenzwerteerreicht werden müssen, um bestimmte Bereiche wieder zu öffnen,könnte uns zu sehr binden.» Aus Sicht des nordrhein-westfälischenMinisterpräsidenten helfen «starre Automatismen» nicht.Binnen eines Tages wurden 4369 Corona-Neuinfektionen und 62 weitereTodesfälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder mitSars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 67 903.Wann genau Lehrkräfte an Grundschulen und Kitaerzieherinnen und-erzieher beim Impfen an die Reihe kommen, ist trotz geplanterhöherer Priorisierung unklar. Betroffen sind laut StatistischemBundesamt etwa eine Million Menschen. Spahns früheren Aussagenzufolge soll die Impfgruppe zwei, zu der die Lehrer gehören sollen,ab April zum Zug kommen. Auch viele chronisch Kranke und Menschenüber 70 sind hier versammelt.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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