Aktuelle Gesundheitsnachrichten Neue Kultusministerin Schopper: «Jetzt haben Kinder Vorfahrt» Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Neue Kultusministerin Schopper: «Jetzt haben Kinder Vorfahrt»

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06 Juni 2021 - 08:45

Aktuelle Nachrichten ! Sie will Lobby sein für die Jüngsten, die in der Corona-Pandemie vielertragen mussten. Auch beim Haushalt müssten jetzt Kinder undJugendliche «Vorfahrt» haben. Doch da wird die Neue kämpfen müssen.Stuttgart (dpa/lsw) - Nach der quälend langen Zeit im Corona-Lockdownmüssen Schülerinnen und Schüler nach Meinung von Baden-Württembergsneuer Kultusministerin Theresa Schopper nun politisch Vorrang haben.«Die Kinder und Jugendlichen haben das mit Bravour gemeistert. Siewaren sehr solidarisch mit ihren Eltern und Großeltern», sagte dieGrünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. «Aberjetzt haben Kinder und Jugendliche Vorfahrt. Wo immer man Solidaritätfür Kinder und Jugendliche einfordern kann, sollte man das tun. Dasgilt auch für den Haushalt.» Ihre Aufgabe sei nun, «Lobby für Kinderund Jugendliche zu sein», sagte Schopper. An diesem Montag kehrenHunderttausende Schülerinnen und Schüler nach Monaten Fernunterrichtwieder in ihre Klassen zurück.Doch Schoppers Ansinnen, mehr Geld für die Schulen herauszuschlagen,dürfte in Zeiten knapper Kassen ein schwieriges Unterfangen werden.Zwar soll es ein Sofortprogramm zur Bewältigung der Corona-Folgen inSchulen geben, aber ansonsten stehen alle Maßnahmen der Schulpolitikim grün-schwarzen Koalitionsvertrag unter Haushaltsvorbehalt. Die60-jährige Grüne hat schon erklärt, dass sie zunächst nicht mitweiteren Lehrerstellen rechnet. Spannend wird zum Beispiel die Frage,ob es der Kultusministerin gelingt, die 1165 Stellen für dieSprachförderung von Kindern mit ausländischen Wurzeln zu retten, dieeigentlich gestrichen werden sollen.Die Grüne setzt darauf, dass der Großteil der Schülerinnen undSchüler den Lockdown gut verkraftet hat. «Kinder sind oft robusterund resilienter als man das zunächst denkt», sagte dieKultusministerin. «Ich hoffe, dass die meisten flott in dieNormalität zurückfinden. Wenn sie ihre normale Struktur wiederhaben,um 08.00 Uhr in der Schule neben ihren Kumpeln im Klassenzimmersitzen.»Dennoch müsse man sich auch der Probleme der Kinder und Jugendlichenannehmen. «Die Folgen der Pandemie, die Lernrückstände, das kann mannicht wegwischen, das will ich auf keinen Fall», beteuerte Schopper.«Natürlich wird es Kinder geben, die aus der Kurve nicht ohne Hilferauskommen.» Hier seien vor allem Eltern und Lehrkräfte zunächstgefragt zu schauen, wo das jeweilige Kind Probleme hat.

. Dann muss eventuell Unterstützung organisiertwerden, über die Schulsozialarbeit oder Psychologen.»Schopper sagte weiter, Corona sei für die Jüngeren ein harterEinschnitt gewesen, «das wird schon im Hinterkopf bleiben». Sie istaber optimistisch: «Jetzt hoffen wir mal und arbeiten mit unserenProgrammen daran, dass das größtenteils im Anekdotischen bleibt undkeine gravierenden Schäden hinterlässt.» Kinder und Jugendlichehätten sich mit Bravour an neue Umstände gewöhnt. «Ich würde nichtsagen, dass wir da generell eine pathologische Generation haben. Manmuss die Kinder im Einzelnen betrachten.» Was die Wiedereingewöhnungder Schülerinnen und Schüler angeht, habe man den Lehrkräften nochmalsignalisiert: «Schulen sind keine Lernfabriken. Es geht natürlich umsLernen, aber Schulen sind auch Lebensraum.»Bei der Frage von Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche tratdie Ministerin auf die Bremse. «Es ist in der Verantwortung derEltern, mit den Jugendlichen zu überlegen, ob diese zum Impfen gehensollen», sagte die Grüne. «Ich würde das niemandem vorschreibenwollen.»Sie geht davon aus, dass viele Eltern registriert haben, dass dieStändige Impfkommission den ab 12 Jahren zugelassenenBiontech-Impfstoff für Kinder und Jugendliche bisher nicht empfehle.«Ich glaube, dass die Eltern vorsichtig sein werden», sagte sie. Vordrei Wochen hatte die neue Ministerin noch zur Eile gedrängt undvorgeschlagen, sogar an den Schulen zu impfen.Allerdings hält es Schopper für möglich, dass sich bis zu denSommerferien Ende Juli noch etwas tut. «Ich glaube aber, dass es danoch eine Entwicklung geben wird, wenn mehr Impfstoff da ist und derSommerurlaub ansteht.» Zudem gebe es dann womöglich noch mehr Datenfür das Impfen bei Kindern.Schopper sieht aber keinen Grund, die Öffnung von Schulen und denvollen Präsenzunterricht nach den Sommerferien mit den Impfungen derKinder zu verknüpfen. Die Voraussetzungen für Unterricht seien dannganz andere als in den vergangenen Monaten, auch weil die Lehrkräftegrößtenteils durchgeimpft seien. «Ich bin optimistisch, aber auchweiter vorsichtig. Hoffentlich kriegen wir keine Mutante, die allesauf den Kopf stellt.» Auch nach den großen Ferien werde Corona nocheine Rolle spielen: «Stand heute gehe ich nicht davon aus, dass wirdie Maskenpflicht nach den Sommerferien aufheben werden.»

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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