Aktuelle Gesundheitsnachrichten Polizisten sollen früher Corona-Impfung erhalten als geplant Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Polizisten sollen früher Corona-Impfung erhalten als geplant

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18 Februar 2021 - 19:00

Aktuelle Nachrichten ! Die Polizei ist eigentlich noch nicht dran mit der Corona-Impfung.Doch weil Impfstoff von Astrazeneca übrig ist, will die Regierung inBrandenburg ihnen einen früheren Schutz ermöglichen als geplant, etwawenn sie im Einsatz bei Corona-Demos sind.Potsdam (dpa/bb) - Brandenburg will Berufsgruppen mit Risikoeinsätzenwie Polizisten eine Corona-Impfung ermöglichen - auch wenn sie bishernicht zur ersten Impfgruppe gehören. Das Land werde bis zum 1. April170 400 Impfdosen von Astrazeneca bekommen - das sei deutlich mehrals für Menschen mit der höchsten Impfpriorität im Alter von 18 bis64 Jahre nötig sei, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums,Gabriel Hesse, am Donnerstag. Zudem stünden viele freie Impfterminezur Verfügung. Alle verfügbaren Impfdosen sollten schnell genutztwerden. Deshalb könnten nun auch Polizei- und Ordnungskräfte, dieeinem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt seien sowie Mitarbeiter imöffentlichen Gesundheitsdienst eine Impfung erhalten. Das gelte auchfür Beschäftigte und Bewohner von Flüchtlings- undObdachloseneinrichtungen. Die Ständige Impfkommission hat denImpfstoff von Astrazeneca nur für unter 65-Jährige empfohlen.Es gehe zunächst um gut 1000 Polizisten im Streifendienst oder inBereitschaft, die zum Beispiel auf Anti-Corona-Demonstrationen imEinsatz seien, sagte der Sprecher des Innenministeriums, MartinBurmeister. Das Gesundheitsministerium habe das Innenministeriumdarüber informiert, dass mehr Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügungstehe als erwartet. Nach Ansicht des Landes handelt es sich nicht umeinen Verstoß gegen die Reihenfolge beim Impfen. Nonnemacher hatte inder vergangenen Woche noch bedauert, dass etwa Polizisten noch nichtgeimpft werden könnten.Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte im Februar dieReihenfolge der Impfungen neu festgelegt. Höchste Priorität habenüber 80-Jährige, Pflegeheimbewohner und Pflegekräfte sowieMedizinpersonal mit erhöhtem Corona-Ansteckungsrisiko. Zur zweitenGruppe mit hoher Priorität gehören neben über 70-Jährigen, Menschenmit geistiger Behinderung, schwerer psychiatrischer Erkrankung, mitschweren chronischen Lungen- oder Lebererkrankungen unter anderemauch Polizei- und Ordnungskräfte, die im Dienst einem erhöhtenInfektionsrisiko ausgesetzt sind.Nach der Corona-Impfverordnung des Bundes kann von der Reihenfolge inEinzelfällen abgewichen werden, zum Beispiel um zu vermeiden, dassImpfstoff vernichtet werden muss. Polizisten waren auch in anderenLändern bereits geimpft worden, etwa in Sachsen.

. Im Impfzentrum Kyritz seien am Mittwoch nebenden priorisierten ambulanten und stationären Pflegekräften auchVerwaltungsmitarbeiter des Landkreises und der zugehörigen Städte undGemeinden geimpft worden, teilte Landrat Ralf Reinhardt (SPD) mit. Erhabe auf einen Hilferuf aus dem Impfzentrum reagiert, das übergeringe Nachfrage nach Impfterminen der Menschen berichtete, dieprioritär mit dem Präparat von Astrazeneca geimpft werden sollen.Daher sei kurzfristig interessierten Mitarbeitern ihrer Verwaltungen,aber auch Feuerwehrleuten oder Kita-Mitarbeitern eine außerplanmäßigeImpfung angeboten worden.Zunächst seien die priorisierten Personengruppen informiert worden,betonte Reinhardt. Trotz dieser Bemühungen seien Termine «inGrößenordnungen» unbesetzt geblieben. Der gesundheitspolitischeSprecher der Linksfraktion im Landtag, Ronny Kretschmer, nannte dasHandeln des Landrats unverantwortlich. Es handle sich um einen klarenRechtsbruch.Kritik gab es auch vom Gesundheitsministerium. Das ist nichtakzeptabel, sagte Ministeriumssprecher Hesse. Das Ministerium habeVerständnis für die Diskussion um eine frühere Impfung für Lehrer undErzieher, alle müssten sich aber an die geltende Impfverordnunghalten.Der Landtagsabgeordnete und SPD-Fraktionschef Erik Stohn reagierteauf die Vorgänge im Landkreis eher selbstkritisch. «Wir müssenoffensichtlich früher mit der Terminvergabe und Ansprache derImpfberechtigten beginnen», schätzte Stohn ein. Außerdem müsse dieAufklärungskampagne zum Impfen früher starten. Zudem gebe esoffensichtlich erhebliche Lücken in der Logistik, die schnell behobenwerden müssten. «Wir sollten dieses Problem nicht hektisch auf dieuntere Ebene verlagern, sondern als Land besser werden.»Bei einem zweiten «Impfgipfel» vereinbarten Landesregierung undKommunen am späten Mittwochabend, dass Corona-Impfungen auch inSchwerpunkt-Arztpraxen und Medizinischen Versorgungszentren möglichwerden sollen. Dazu soll ein Modellversuch mit Impfungen beiHausärzten starten. Regierung und Kommunen bekräftigten zusätzlich zuden elf Impfzentren den Aufbau von sieben regionalen Impfstellen.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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