Aktuelle Gesundheitsnachrichten Projekt für Ärzte zur Corona-Impfung - Ministerin weist Kritik zurück Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Projekt für Ärzte zur Corona-Impfung - Ministerin weist Kritik zurück

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20 Februar 2021 - 17:45

Aktuelle Nachrichten ! Um möglichst schnell viele Menschen gegen das Coronavirus zu impfen,sollen Brandenburgs Praxis-Ärzte eingebunden werden. Vom Bund fehltnoch grünes Licht - ein Modellprojekt soll trotzdem bald starten.Potsdam (dpa/bb) - Brandenburger Ärzten soll es ab März in einemModellprojekt ermöglicht werden, in ihren Praxen oder beiHausbesuchen Corona-Impfungen vornehmen zu können. Das Interesse derPraxen an dem Modellprojekt sei «sehr groß», sagte Christian Wehry,Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB), am Samstag. Rund500 Praxen hätten sich bereits gemeldet, die bei dem Vorhaben derLandesregierung mitmachen wollten.Ziel ist es laut KVBB, landesweit insgesamt rund 50 Praxen zuidentifizieren, die sich kurzfristig an dem Projekt beteiligenwollen. Die Einbindung der Hausärzte bei den Corona-Schutzimpfungenwar ein Ergebnis des Brandenburger «Impfgipfels» vom Mittwoch.Bislang dürfen die Arztpraxen keine Corona-Impfungen anbieten.«Wir werden die Impfungen in einigen Hausarztpraxen erproben», sagteGesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) in einem Interviewmit der «Lausitzer Rundschau» und der «Märkischen Oderzeitung»(Samstagsausgabe). In größerem Rahmen könne das aber erstfunktionieren, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe. Zudemmüsse der Bund dafür die Impfverordnung ändern, so die Ministerin.Ziel der Politik sei es, bis Ende September jedem ein Impfangebotmachen. «Das bedeutet für Brandenburg 3,5 Millionen Impfungen. Dazumüssen wir im April 440 000 Impfungen und ab Mai 520 000 Impfungenmonatlich verabreichen», rechnete sie vor.Um das Ziel zu erreichen müssten die Impfzentren laut der Ministerin«Volllast» fahren. Zudem müssten die mobilen Impfteams verstärktwerden, die Kliniken seien gefragt und eben auch die niedergelassenenÄrzte. Kritik an der Impfstrategie des Landes wies sie in demInterview zurück. Seit der überlasteten Impfhotline Anfang Januar seidie gesamte Impfkampagne dauerhaft in «schlechtes Licht» gerücktworden. Es sei der Begriff «Impfchaos» gefallen.

. Das weise ich zurück.» Es sei klar gewesen, dassImpfstoffe anfangs nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehenwürden. Trotzdem sei eine enorme Erwartungshaltung geschürt worden,sagte die Ministerin weiter. «In diesem langen Lockdown wurde eineHeilserwartung hervorgerufen, die nicht erfüllt werden konnte.»Mittlerweile sei die Impfbereitschaft in Brandenburg Woche um Wochegestiegen. In allen Bundesländern habe man mit Problemen zu kämpfen.Nonnemacher: «Es ist bei uns nicht schlechter gelaufen als anderswo.»Das Modellvorhaben für die Hausärzte kann nach Worten vonKVBB-Vorstandschef Peter Noack nur die erste Etappe sein. DieKassenärztliche Vereinigung Brandenburg unterstütze deshalbMinisterpräsident Dietmar Woidke (SPD) in seiner Forderung anBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die Impfverordnungendlich anzupassen, damit alle Arztpraxen, die sich bereit erklären,flächendeckend eingebunden werden können. Laut Noack startete eineUmfrage unter knapp 1 900 Arztpraxen, um Impfkapazitäten zu erfragen.Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Samstag sind bislang154 624 Corona-Schutzimpfungen im Land durchgeführt worden. Davonerhielten 85 192 Menschen eine erste Impfung, 69 432 bekamen bereitsihre zweite.Der Wert neuer Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb einerWoche sank für ganz Brandenburg auf 64,4 nach 66,5 am Freitag. Voreiner Woche hatte die 7-Tage-Inzidenz landesweit bei rund 73 gelegen.Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen blieb am Samstag etwa auf gleichemNiveau. Das Gesundheitsministerium berichtete am Samstag von 241neuen Fällen innerhalb eines Tages nach 289 neuen Fällen am Freitag.Vor einer Woche waren 288 neue Ansteckungen gemeldet worden.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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