Aktuelle Gesundheitsnachrichten Schul- und Kitastart mit Freude, Sorgen und Unsicherheit Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Schul- und Kitastart mit Freude, Sorgen und Unsicherheit

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22 Februar 2021 - 16:45

Aktuelle Nachrichten ! Nach langen Wintermonaten zu Hause sind viele Kinder am Montag wiederin Schulen und Kitas zurückgekehrt. Neben Wiedersehensfreude gab esauch Sorgen mit Blick auf die Corona-Lage. Impfungen für Lehrkräfteund Erzieher rücken näher.Berlin (dpa) - In viele Grundschulen und Kitas in Deutschland ist amMontag ein bisschen Leben zurückgekehrt. Nach rund zwei MonatenSchließung, Notbetreuung oder nur sehr eingeschränktem Betrieb wurdendie Jüngsten wieder in der Schule unterrichtet und mehr Kinder in denKitas betreut. Der Schritt war sowohl von Zustimmung als auch vonSkepsis begleitet. «Es ist gut, dass viele Schulen in Deutschlandjetzt schrittweise wieder mit dem Präsenzunterricht beginnen», sagteBundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) der DeutschenPresse-Agentur.Der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SteffenSeibert, sagte am Montag in Berlin: «Es ist ganz wichtig, dass mansich dann auch ganz genau anschaut, ob und wenn in welchem Umfang daswiederum Veränderungen im Infektionsgeschehen bringt.» Merkel hattesich für eine spätere Rückkehr der Kinder in die Einrichtungenausgesprochen.Unterdessen rücken nun, wie erwartet, Impfungen für Lehrkräfte anGrundschulen und Kita-Personal näher. Ein entsprechender Entwurf desBundesgesundheitsministeriums für eine Änderung der Impfverordnunglag am Montag der Deutschen Presse-Agentur vor. Er sieht vor, dassdie Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher von der dritten in diezweite Gruppe der Impf-Reihenfolge vorgezogen werden. Begründet wirddas mit der Öffnung der Einrichtungen und damit, dass im Umgang mitkleinen Kindern kaum Abstand eingehalten werden kann. Der Entwurf istnach dpa-Informationen in die Abstimmung gegangen, die Änderung derVerordnung könnte möglicherweise bereits an diesem Mittwoch in Krafttreten.Über das Thema berieten am Montag auch die Gesundheitsminister derBundesländer. In den Ländern gibt es schon konkrete Pläne: Soerklärte der baden-württembergische Sozialminister Manfred Lucha(Grüne) für den Südwesten, Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräftekönnten bereits von diesem Montag an Termine für eine Corona-Impfungvereinbaren.Präsenzunterricht sei durch nichts zu ersetzen, sagte Karliczek derdpa.

.» Auch BayernsMinisterpräsident Markus Söder verteidigte die Öffnungsschritte:«Nein, es ist kein Fehler», sagte der CSU-Chef am Montag in München.Die Schüler brauchten eine Perspektive. «Wir erleben ja dieKollateralschäden bei Schülern.»Der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, Dario Schramm, sagteam Montag bei «Welt», dieses erste Zeichen der Öffnungen sei langeersehnt worden, dennoch gebe es auf der anderen Seite «ein bisschendieses Bauchschmerzengefühl» und Unsicherheit mit Blick auf denInfektionsschutz. Bildungsgewerkschaften und Lehrerverbände hattenbereits vor der Öffnung vor Gesundheitsrisiken gewarnt. Hintergrundsind die aktuelle Entwicklung bei den Corona-Zahlen und dieBefürchtungen über einen schnellen Wiederanstieg wegen derAusbreitung neuer Virusvarianten. Die Zahl der Corona-Neuinfektionenwar am Wochenende gestiegen, sank dann am Montag wieder ganz leicht.In zehn weiteren Bundesländern öffneten zum WochenbeginnKindertagesstätten und Grundschulen oder weiteten ihren Betrieb aus.Niedersachsen und Sachsen waren bereits im Januar und in dervergangenen Woche vorangegangen. Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg,Bremen und Sachsen-Anhalt starten später. Unterricht gibt es entwederim sogenannten Wechselbetrieb mit halben Klassen, die abwechselnd zurSchule kommen, oder im Vollbetrieb mit festen Gruppen, die sichmöglichst nicht begegnen. In den Kitas werden wieder mehr oder alleKinder betreut. Ältere Schüler - mit Ausnahme von Abschlussklassen -müssen weiterhin zu Hause bleiben.Die Einzelheiten regelt jedes Bundesland für sich. Je nachCorona-Lage - abhängig von den Inzidenzzahlen - bleiben in bestimmtenLandkreisen und Städten die Einrichtungen auch weiterhin zu.Am Montag zeigte sich dann auch gleich, wie wenig PlanungssicherheitFamilien und Beschäftigte in Schulen und Kitas weiterhin haben: Nachnur einem Tag erfuhren etwa die meisten Schülerinnen und Schüler inNürnberg, dass sie ab Dienstag wieder von zu Hause aus lernen müssen,weil die Corona-Zahlen zu hoch sind.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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