Aktuelle Gesundheitsnachrichten Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa

Aktuelle Gesundheitsnachrichten Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa

Aktuelle Gesundheitsnachrichten Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert
Von Nikolaus Nützel, dpa Latz aktuelle Nachrichten
08 April 2021 - 07:45

Aktuelle Nachrichten ! Die Corona-Pandemie hat der Digitalisierung in der Medizin einenSchub verschafft. Die Videosprechstunde beim Arzt wird mittlerweilemillionenfach von Patienten angenommen. Das Wachstum sorgt für Freudebei den Plattformanbietern, erzeugt aber auch Kritik.München (dpa) - Die Telemedizin in Deutschland wächst rasant. «Coronahat uns in diesem Bereich um fünf Jahre nach vorne katapultiert»,sagt die Geschäftsführerin der Münchner Teleclinic GmbH, KatharinaJünger. In ihrer Branche sind fünf Jahre eine lange Zeit. IhrUnternehmen, das eine der großen Plattformen für Telemedizin inDeutschland betreibt, hat Jünger vor sechs Jahren gegründet.Zusätzlichen Schub erhofft sich die Teleclinic-Chefin von einerGesetzesreform, mit der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU)Online-Behandlungen weiter erleichtern möchte. So sollen auchPhysiotherapeuten und Hebammen Patienten über Computer und Smartphoneunterstützen können.Auch das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) hatnach Ausbruch der Corona-Pandemie einen sprunghaften Anstieg derVideosprechstunden beobachtet - rund 1,7 Millionen zählte dasInstitut zwischen März und September 2020. «Im Vergleichszeitraum2019 waren es praktisch null», sagt der ZI-Geschäftsführer Dominikvon Stillfried. Allerdings hält er den Zeit- undOrganisationsaufwand, den Ärzte mit Videosprechstunden haben, oftmalsfür ein beträchtliches Hindernis. «Für die Praxen sindOnline-Kontakte sehr ineffizient im Vergleich zu den normalenSprechstunden.»Nach einer Umfrage des Digital-Branchenverbands Bitkom bieten rund 17Prozent der Praxisärzte Videosprechstunden an. Weitere 40 Prozentkönnen sich ein solches Angebot vorstellen. «Wir sehen hier eineextrem starke Offenheit», sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer BernhardRohleder.Zu den Medizinern, die schon sehr früh offen für Videosprechstundenwaren, gehört der Münchner Hausarzt Markus von Specht. Als er vorsechs Jahren begann, seine Patienten auch online aus der Ferne zubehandeln, war er damit in der Ärzteschaft noch ein Exot. DieNachfrage der Patientinnen und Patienten habe gerade mal gereicht, umeine Video-Stunde in der Woche zu füllen. Jetzt hat er eine täglicheOnlinesprechstunde. «Und die ist immer ausgebucht», erzählt er.

.Die Internet-Plattform, die auch einen Schwerpunkt auf dieTerminvereinbarung legt, wird nach eigenen Angaben in Deutschlandjeden Monat von mehr als vier Millionen Nutzern besucht. Doctolibwill den Rückenwind der Pandemie für weiteres Wachstum nutzen, ebensowie die deutsche Tochter des schwedischen Anbieters Kry.Schon Anfang 2020 hatten die Schweden bekannt gegeben, dass sie vonInvestoren 140 Millionen Dollar für eine weitere Expansioneingesammelt haben. Die medizinische Direktorin von Kry Deutschland,Monika Gratzke, sagt: «Mit dem Geld können wir Technologien umsetzen,die zu einer besseren Versorgung der Patienten im deutschenGesundheitswesen führen.»Große Wachstumschancen für sein Unternehmen sieht auch derGeschäftsführer des Münchner Telemedizin-Unternehmens Jameda, FlorianWeiß. Die Firma, die als Arzt-Bewertungsportal bekannt geworden ist,hat ihr Geschäft mit der Digitalisierung der ärztlichen Behandlungmittlerweile auf mehrere Bausteine ausgeweitet. Weiß sagt, es gehenicht um eine Technisierung der Medizin. «Die Beziehung zwischen Arztund Patient steht dabei im Mittelpunkt.»In der Ärzteschaft stoßen die Initiativen zu einer Ausweitung derTelemedizin auf ein geteiltes Echo. Der Präsident derBundesärztekammer, Klaus Reinhardt, ist sicher: «Wir werden da nochinteressante Modelle erleben können.» Er fügt aber hinzu:«Bauchschmerzen können Sie nicht online behandeln.» Mit Skepsis siehtReinhardt, dass sich in der Telemedizin große Unternehmen immerstärker engagieren. Jameda wurde 2015 vom Medienkonzern Burdaübernommen. Zur Unternehmensgruppe gehört auch das Portal DocMorris,das Online-Vertrieb von Medikamenten betreibt.Ärztepräsident Reinhardt befürchtet Zielkonflikte, wenn Ärzte miteinem Unternehmen zusammenarbeiten, das ein wirtschaftlichesInteresse daran hat, möglichst viele Medikamente zu verkaufen. «Ichsehe das hochkritisch», sagt Reinhardt. Die Ärztekammer prüfe, obdiese Konstruktion rechtlich Bestand haben kann.Teleclinic-Geschäftsführerin Katharina Jünger zeigt sich gelassen:«Selbstverständlich passen wir da auf.»Nicht nur von der Spitze der Bundesärztekammer gibt es Vorbehaltedagegen, dass sich in der Online-Medizin immer größere Allianzenbilden. Der Münchner Hausarzt von Specht sieht eine Gefahr: «Dassfinanzielle Interessen den größten Raum einnehmen und dass es nichtum die bessere Patientenversorgung geht.»

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

Diese Nachricht 29 Treffer empfangen.

Aktuelle Gesundheitsnachrichten Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa Latz aktuelle Nachrichten


Aktuelle Gesundheitsnachrichten Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa Latz aktuelle Nachrichten


Aktuelle Gesundheitsnachrichten Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa Latz aktuelle Nachrichten


Aktuelle Gesundheitsnachrichten Videosprechstunde beim Arzt - zunehmend gefragt und kritisiert Von Nikolaus Nützel, dpa Latz aktuelle Nachrichten

KOMMENTARE

  • 0 Kommentar
Neueste Nachrichten