Aktuelle Gesundheitsnachrichten Vielerorts Kneipenbesuch ohne Nachweise ab Freitag möglich Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Vielerorts Kneipenbesuch ohne Nachweise ab Freitag möglich

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09 Juni 2021 - 19:45

Aktuelle Nachrichten ! Die Hürden für den Kneipenbesuch sinken vielerorts in NRW. Und dasgenau zum Beginn der Fußball-EM. Rudelgucken auf Leinwänden oder inBiergärten dicht an dicht ist aber weiterhin nicht möglich.Düsseldorf (dpa/lnw) - Pünktlich zum Start der Fußball-EM wird infast zwei Drittel der Regionen von Nordrhein-Westfalen derKneipenbesuch ohne einen Test- oder Impfnachweis wieder möglich sein.«In NRW werden wir am Freitag den siebten Tag unter der Inzidenz 35sein, und dann gibt es noch mehr Freiheiten», sagte am MittwochGesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) im «Frühstart» von RTLund ntv und fügte hinzu: «Wenn die Abstände weiter eingehaltenwerden, ist EM gucken in der Kneipe dann auch kein Problem mehr.»Aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums geht hervor, dass amMittwoch 17 der insgesamt 53 kreisfreien Städte und Kreise zur Stufe1 mit den umfangreichsten Lockerungen gehörten. Am Freitag werden esdemnach dann bereits 31 sein, in denen die Sieben-Tage-Inzidenzstabil unter der Marke von 35 liegt. Hinzu kommt, dass ab Freitagvoraussichtlich auch der NRW-Landesdurchschnitt stabil unter 35liegen wird. Das hat dem Öffnungsplan zur Folge, dass in den Regionender Stufe 1 die Innengastronomie ohne vorherige Tests möglich ist.«Es geht immer weiter in Richtung Normalität. Aber es ist noch langenicht die Normalität, die wir von vor der Corona-Zeit kennen», sagteder Sprecher des Branchenverbandes Dehoga NRW, Thorsten Hellwig, derdpa. Es bleibe bei den Vorgaben zu Abstandsregeln im Innenbereich undder Maskenpflicht außerhalb des zugewiesenen Sitz- oder Stehplätzesowie der Nachverfolgbarkeit durch das Erfassen der Kontaktdaten.Unterdessen will Laumann die wohl schon ab Herbst anstehendenCorona-Auffrischungsimpfungen möglichst in die Hände derniedergelassenen und Betriebsärzte legen. Die Impfzentren könnten inder Endphase der ersten Impfkampagne eine andere Rolle übernehmen,sagte der Minister im Gesundheitsausschuss des Landtags. In Gebietenoder Stadtteilen, wo die Kommunen mit den Impfquoten etwa aufgrundbestimmter Sozialstrukturen unzufrieden seien, könnten dieImpfzentren mobile Teams ausschicken.Im weiteren Verlauf der Impfkampagne sei es aber erstrebenswert, dassdie Corona-Impfungen im medizinischen Regelsystem verabreicht würden.Vielleicht seien die Impfungen über mehrere Jahre notwendig. DieFinanzierung der Impfzentren in Kreisen und kreisfreien Städten istbis Ende September gesichert.Auch die anstehenden Impfungen von 12- bis 16-jährigen Kindern undJugendlichen möchte Laumann nicht von Impfzentren machen lassen.Diese Aufgabe sollten Haus- und Kinderärzte übernehmen.Laumann rechnet damit, dass aufgrund der Impfstoff-Knappheit bis zurdritten Juni-Woche in den Impfzentren nur Zweitimpfungen möglich seinwerden.

. Im dritten Quartal (Juli bis September) bekomme Deutschlandinsgesamt bis zu 130 Millionen Impfdosen aller Hersteller. Allerdingssei noch unklar, ob der Impfstoff gleichmäßig über alle Wochengeliefert werde. «Der begrenzende Faktor beim Impfen ist nach wie vorder Impfstoff», sagte Laumann.Erleichtert äußerte sich der Minister über die Entspannung derCorona-Lage in den Krankenhäusern. Am Mittwoch hätten in den Klinikenin NRW noch 967 Covid-19-Patienten gelegen, davon 337 aufIntensivstationen. 263 Patienten seien in Beatmung - Anfang Mai warenes noch über 800. Die Kliniken seien wieder in der Lage, auch anderemedizinische Eingriffe anzubieten.Laumann warnte dennoch vor zu früher Euphorie. «Wir haben erst seitwenigen Tagen diese sehr gute Entwicklung. Die Pandemie ist nichtvorbei», betonte er bei RTL/ntv. Er nahm auch Bezug auf dieanstehende Entscheidung im Bundestag über die Verlängerung derRegelungen zur epidemischen Lage. «Ich glaube schon, dass eineVerlängerung möglich ist. Wir sind von der Herdenimmunität noch sehrweit entfernt. Aber natürlich werden wir die pandemische Lageirgendwann für erledigt erklären - spätestens wenn wir allen Menschenein Impfangebot gemacht haben», so Laumann. Das Versprechen steheweiterhin, dass jeder in Deutschland bis zum Ende des Sommers einImpfangebot bekommen werde.Der Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen setzt sich auch in NRWfort. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwoch einen Wertvon 23,2 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in denvergangenen sieben Tagen. Das ist ein deutlich niedrigerer Wert alsvor einer Woche (42,0). Auch gegenüber dem Vortag (26,0) ging diewichtige Kennziffer weiter zurück.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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