Aktuelle Gesundheitsnachrichten Wagnis vor Zuschauern: Die Corona-Lage in den EM-Spielorten Von den dpa-Korrespondenten Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Wagnis vor Zuschauern: Die Corona-Lage in den EM-Spielorten Von den dpa-Korrespondenten

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Wagnis vor Zuschauern: Die Corona-Lage in den EM-Spielorten
Von den dpa-Korrespondenten Latz aktuelle Nachrichten
10 Juni 2021 - 07:45

Aktuelle Nachrichten ! Wegen Corona wird die Fußball-EM ein Jahr später angepfiffen - jetztaber soll die Pandemie das Turnier nicht mehr stoppen. Doch aneinigen Spielorten ist die Lage weiter bedenklich.Berlin (dpa) - Das Wagnis Fußball-EM beginnt. Noch ist die Pandemienicht final überwunden, doch mit einem Jahr Verspätung soll endlichder neue Champion des Kontinents ermittelt werden. «Europa lebt undfeiert das Leben. Europa ist zurück», tönte UEFA-Chef AleksanderCeferin vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels Italien gegen Türkei amFreitag (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV). Wie ist die Corona-Lage in denelf Spielorten vor dem Start, und welche Grundregeln gelten in denStädten für das Turnier - eine Übersicht:ROM - Drei Gruppenspiele, ein ViertelfinaleCorona-Lage: In dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern entspanntsich die Corona-Lage zusehends. Gleichzeitig lockert die Regierungimmer mehr Corona-Beschränkungen. Derzeit beginnt in Rom dienächtliche Ausgangssperre ab Mitternacht. Sie könnte, je nachdem wiesich die Infektionslage weiter entwickelt, ab kommender Woche in derRegion Latium, in der Rom liegt, entfallen. Die Gastronomie ist innenund außen geöffnet.Das gilt für die EM: Wer Karten für die EM-Spiele in Rom hat, hatdrei Möglichkeiten, um ins Stadion zu kommen: Entweder per Nachweisvon der italienischen Gesundheitsbehörde über eine Impfung oder eineGenesung von der Krankheit oder einen negativen Corona-Test. Dieserdarf bei Anstoß nicht älter als 48 Stunden sein. Im Olympia-Stadiondürfen knapp 16 000 Fans dabei sein. In der Altstadt sind an einigenPlätzen Bildschirme aufgebaut und Fan-Feste geplant.BAKU - Drei Gruppenspiele, ein ViertelfinaleCorona-Lage: In der autoritär geführten SüdkaukasusrepublikAserbaidschan am Kaspischen Meer sanken die Corona-Infektionszahlenin den vergangenen Tagen immer stärker, je näher das Großereignisrückte. Im April waren es noch über 2000 Fälle an den meisten Tagen,in dieser Woche waren die Tageszahlen nur noch zweistellig.Das gilt für die EM: Baku will eine 50-prozentige Auslastung desOlympiastadions erlauben. Demnach sind bis zu 34 900 Fans offiziellzugelassen zu den Spielen. Auch die zuletzt strengen Corona-Maßnahmensollen etwas gelockert werden. So soll an den Wochenenden der bisheran arbeitsfreien Tagen lahmgelegte Nahverkehr rollen. Trotzdem geltenviele Pandemie-Einschränkungen noch bis zum 1. August.KOPENHAGEN - Drei Gruppenspiele, ein AchtelfinaleCorona-Lage: Während die Corona-Zahlen anderswo in Europa gesunkensind, blieben sie in Dänemark im Zuge vieler Öffnungsschritte relativstabil. Das Leben in Deutschlands nördlichstem Nachbarland ist in denvergangenen Wochen immer beschränkungsfreier geworden, so dass nun imGrunde alles wieder geöffnet ist bis auf Diskotheken.Das gilt für die EM: Vorgesehen ist, dass im Parken in Kopenhagen proSpiel 15 900 Zuschauer im Stadion dabei sein können - aber mehrereParlamentsparteien fordern, noch mehr Fans einzulassen. Die Kapazitätdes Stadions liegt bei 38 000. In der dänischen Hauptstadt sind zudemgrößere rot-weiße Fan-Events geplant. Im sogenannten Fußballdorf aufdem Ofelia-Platz nahe dem so zentralen wie berühmten Hafen Nyhavnsollen unter anderem 3125 Gäste Platz finden. Voraussetzung für denEintritt ist ebenso wie in Restaurants, Kneipen und an vielen anderenOrten das Vorweisen des Corona-Passes, mit dem man negativeCorona-Tests, Impfungen und überstandene Infektionen belegen kann.ST. PETERSBURG - Sechs Gruppenspiele, ein ViertelfinaleCorona-Lage: Das Venedig des Nordes erlebt das Fußball-Großereigniswährend der Weißen Nächte, bei denen die Straßen bis zum Morgenbevölkert sind. Mehr als 800 Neuinfektionen verzeichnet dieMillionenmetropole täglich. Die Stadt richtet ungeachtet massivsteigender Infektionszahlen auch Fan-Zonen ein. Kaum jemand trägteinen Mund- und Nasenschutz, obwohl der vorgeschrieben ist.Das gilt für die EM: Das Stadion St. Petersburg mit 68 134 Plätzenist für eine Auslastung von 50 Prozent freigegeben. Doch haben dieBehörden schon durchblicken lassen, dass sie die Regeln eventuelllockern, um noch mehr Menschen ein Live-Erlebnis zu verschaffen.Ausländer, die sonst ein Visum brauchen für die Einreise nachRussland, sollen mit einem Ticket einfach so kommen dürfen.Zugelassen hat die Touristenmetropole am Finnischen Meerbusen trotzder Pandemie auch EM-Volunteers aus 20 Ländern.LONDON - Drei Gruppenspiele, zwei Achtelfinals, beide Halbfinals,FinaleCorona-Lage: Eigentlich wollte Premierminister Boris Johnson am 21.Juni sämtliche coronabedingten Einschränkungen aufheben. Ob es dabeibleibt, ist angesichts der Ausbreitung der ursprünglich in Indienentdeckten Delta-Variante fraglich. Zuletzt stieg dieSieben-Tage-Inzidenz wieder rapide an. Derzeit liegt sie bei rund 46.Das gilt für die EM: Um die Spiele im Wembley-Stadion zu erleben,müssen Zuschauer einen negativen Corona-Test vorlegen, der höchstens48 Stunden alt ist. Alternativ genügt der Nachweis, dass sie seitmindestens 14 Tagen vollständig geimpft sind. Kinder bis elf Jahresind davon ausgenommen. Während der Vorrundenspiele sind imWembley-Stadion 22 500 Fans zugelassen. Im Halbfinale soll dieAuslastung des 90 000 Zuschauer fassenden Fußballtempels bei 50Prozent liegen. Mehr als diese 45 000 Fans werden wohl auch beimEndspiel nicht dabei sein, obwohl die Regierung ursprünglich auf einvolles Wembley-Stadion gehofft hatte.BUKAREST - Drei Gruppenspiele, ein AchtelfinaleCorona-Lage: Die 7-Tage-Inzidenz ist mit rund 6 Neuansteckungen pro100 000 Einwohner eine der niedrigsten in Europa.

. Für dieInnengastronomie gilt: Wenn ein Gastwirt nur geimpfte Gäste zulässt,darf sein Lokal zu 100 Prozent voll werden - wenn nicht, muss einTeil der Tische leer bleiben. Das gilt für die EM: Die Bukarester Nationale Arena darf zu 25Prozent mit Zuschauern besetzt sein, das sind etwa 13 000. Für denZugang ins Stadion müssen die Fans entweder eine vollumfänglicheCorona-Impfung oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung nachweisen,oder aber einen frischen PCR-Test vorlegen. Public Viewing ist nichtverboten, doch ist unklar, wie groß das Interesse daran sein wird,zumal Rumäniens Nationalelf sich nicht für die EM qualifiziert hat.AMSTERDAM - Drei Gruppenspiele, ein AchtelfinaleCorona-Lage: Allmählich entspannt es sich. Die Neuinfektionen gehenzurück und liegen bei etwa 83 pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen.Geschäfte und Gaststätten empfangen wieder Gäste - unter Auflagen.Auch Museen, Kinos und Theater sind wieder geöffnet. Weiter gilt aberdie Abstandsregel und Maskenpflicht in allen öffentlichen Gebäuden.Partys sind nicht erlaubt. Pro Tag darf man nur vier Gäste empfangen.Das gilt für die EM: Trotz aller Lockerungen: Oranje-Fieber wird eskaum geben. Ins Stadion dürfen nur jeweils 16 000 Zuschauer mitPCR-Test. Ansonsten soll jeder für sich zu Hause schauen.Videoschirme im Freien und Kneipen sind verboten.GLASGOW - Drei Gruppenspiele, ein AchtelfinaleCorona-Lage: In Schottland stiegen die Infektionen mit derDelta-Variante zuletzt. Während deshalb in vielen Teilen Schottlands,darunter auch die Hauptstadt Edinburgh, immer noch strengeCorona-Regeln gelten, ist der strenge Lockdown in Glasgow seitvergangenem Samstag aufgehoben.Das gilt für die EM: Das Stadion Hampden Park soll zu knapp einemViertel ausgelastet sein, das heißt, dass rund 12 000 Zuschauer dabeisein dürfen. Besondere Corona-Bedingungen für das Publikum sindbisher nicht bekannt geworden. Der Einlass soll gestaffelt erfolgen.SEVILLA - Drei Gruppenspiele, ein AchtelfinaleCorona-Lage: Die Situation wird im einstigen Corona-Hotspot Spanienschon seit Wochen immer besser. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletztunter 50. In Andalusien betrug dieser Wert allerdings gut 83. DieRegion mit dem EM-Spielort Sevilla steht damit nach La Rioja inSpanien am schlechtesten da. Es gibt in Andalusien allerdings kaumnoch Restriktionen. Gastronomen dürfen in Sevilla zum Beispiel sowohldraußen als auch innen Gäste bewirten. Allerdings herrscht eineSperrstunde, die um Mitternacht beginnt. Zudem ist die Maskenpflichtzu beachten, die auch im Freien gilt.Das gilt für die EM: Um die Spiele im Estadio La Cartuja sehen zukönnen, müssen die Fans einen negativen Corona-Test vorlegen. EinPCR-Test darf zum Zeitpunkt des Anpfiffs höchstens 72 Stunden altsein, beim Antigentest verkürzt sich diese Zeit auf 24 Stunden.Vollständig Geimpfte sind von der Testpflicht nicht befreit. In dasStadion, das ein Fassungsvermögen von 57 619 Zuschauern hat, sollenzu jedem Spiel höchstens 12 000 Menschen eingelassen werden.BUDAPEST - Drei Gruppenspiele, ein AchtelfinaleCorona-Lage: Die Ansteckungsraten sinken seit März kontinuierlich,zuletzt lag der Siebentagewert pro 100 000 Einwohner in Budapest beielf. In öffentlichen Innenräumen gilt weitgehend noch Maskenpflicht.Die Außenbereiche der Gaststätten sind für alle zugänglich. InsInnere der Lokale, in die Kinos, Theater und Veranstaltungsräumedürfen nur Geimpfte und Genesene - getestet sein reicht nicht aus.Das gilt für die EM: Budapest ist der einzige Austragungsort, dervolle Zuschauerränge zugesichert hat. Das hat der fußballbegeisterteMinisterpräsident Viktor Orban so bestimmt. Die Puskas-Arena bietetPlatz für 67 000 Besucher. Inländische Fans dürfen unter derVoraussetzung in die Arena, dass sie geimpft sind oder nachweislicheine Corona-Erkrankung überstanden haben. Ausländische Fans braucheneinen aktuellen PCR-Test für die Einreise und einen weiteren für denjeweiligen Match-Besuch. Auch für die Fan-Zonen (Public Viewing), wieetwa im Budapester Stadtwäldchen, gilt: Zugang ist nur Geimpften undGenesenen erlaubt. Gaststätten können in ihren Außenbereichen, dieallen zugänglich sind, Monitore für Live-Übertragungen aufstellen.MÜNCHEN - drei Gruppenspiele, ein ViertelfinaleCorona-Lage: Die Inzidenz sinkt seit Anfang Mai kontinuierlich,zuletzt lag der Siebentagewert sogar unter 25. Seit dieser Wochegelten deutlich gelockerte Corona-Regeln: öffentliche und privateFeiern sind ebenso wieder möglich wie Open-Air-Events vor bis zu 500Zuschauern. Die Innengastronomie darf öffnen, die Sperrstunde wirdvon 22.00 Uhr auf 24.00 Uhr angehoben.Das gilt für die EM: In die Arena dürfen 14 000 Zuschauer. Großeoffizielle Fanfeste oder Public Viewings gibt es aber nicht. Wirtevor allem in Biergärten und in der Außengastronomie dürften aberGäste mit Möglichkeiten zum Fußballgucken locken. Durch die neuenRegeln können bis zu zehn Personen auch aus unterschiedlichenHaushalten an einem Tisch sitzen.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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