Aktuelle Gesundheitsnachrichten Woidke hofft: «Schrittweise rein in mehr Freiheiten» Latz aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Woidke hofft: «Schrittweise rein in mehr Freiheiten»

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Aktuelle Gesundheitsnachrichten Woidke hofft: «Schrittweise rein in mehr Freiheiten» Latz aktuelle Nachrichten
28 April 2021 - 19:00

Aktuelle Nachrichten ! In einer emotionalen Debatte geht es im Brandenburger Landtag darum,ob und wann Corona-Beschränkungen für Geimpfte gelockert werden. DieVorstellungen sind teilweise weit voneinander entfernt.Potsdam (dpa/bb) - Mehr Lockerungen mit mehr Corona-Impfungen - dieskönnte nach Einschätzung von Brandenburgs Ministerpräsident DietmarWoidke (SPD) in absehbarer Zeit eintreffen. Er präsentierte amMittwoch im Landtag aber noch keinen konkreten Plan. «Ich bin nachdem jüngsten Impfgipfel optimistisch, dass uns das jetzt gelingenwird und dass wir endlich zum ersehnten Paradigmenwechsel kommen:schrittweise raus aus den Beschränkungen, schrittweise rein in mehrFreiheiten», sagte der Regierungschef.Der Bund habe mehr Impfstoff zugesagt. «Damit liegt Impfen für alle,die sich impfen lassen wollen, in greifbarer Nähe.» Woidke geht davonaus, dass im Juni die Prioritäten für die Impfgruppen fallen könnten.Er verwies darauf, dass der Bund baldige Lockerungen fürCorona-Geimpfte angekündigt hat. Der SPD-Politiker sprach allerdingsvon «sehr, sehr schwierigen Abwägungsentscheidungen», wenn es umKontakt- und Ausgangsbeschränkungen gehe.Brandenburg hat geimpfte und getestete Menschen bereitsgleichgestellt. Möglich ist dies dort, wo die Verordnung einennegativen Test vorschreibt, unter anderem auch für einenFriseurbesuch. Woidke sagte, dies gelte ebenso für Schulen und Kitas.Die Voraussetzung dafür ist, dass der Impfstoff in der EU zugelassenist und die Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt.Wer sich in Brandenburg gegen Corona impfen lassen will, kann ab Maimöglicherweise längerfristig einen Termin vereinbaren. InnenministerMichael Stübgen (CDU) sprach von drei bis vier Wochen Vorlauf fürImpftermine in Arztpraxen und Impfzentren. Bisher würden Termine erstvergeben, wenn der Impfstoff auch geliefert sei. «Wir haben jetztImpfstoffzusagen für den Mai einschließlich für den Juni, dass wirdann auch dazu übergehen können, längerfristig Termine zu vergeben -auch wenn der Impfstoff noch nicht bei uns ist.»Seit Ende Dezember haben rund 583 000 Brandenburger eine Erstimpfungerhalten - das entspricht rund 23 Prozent der Bevölkerung. Fast 181000 haben eine Zweitimpfung, das sind rund 7 Prozent. Laut Stübgenliegt der Schwerpunkt derzeit bei den Zweitimpfungen - dies führedazu, dass es weniger Erstimpfungen gebe. Die Immunisierung der über80-Jährigen sei fast abgeschlossen. Als gefährdetste Gruppe nannteder Minister die über 60-Jährigen.SPD-Fraktionschef Erik Stohn forderte, dass alle Solidarität zeigensollten.

.» Alle müsstenbeieinander bleiben im Kampf gegen das Virus. Stohn wandte sichzugleich gegen Angstmacherei. Der CDU-Fraktionsvorsitzende JanRedmann verteidigte den «Gleichschritt von Testung und Impfung» gegenKritik und sprach hier von «Einheitlichkeit». Grünen-FraktionschefinPetra Budke warb dafür, dass der Impfstoff von Curevac eineNotzulassung bekommt, um mehr Impfschutz zu haben.Die oppositionelle AfD-Landtagsfraktion hält indes Lockerungen fürgeimpfte Menschen für ungerecht. Damit würden gesunde Menschenindirekt diskriminiert, sagte ihr Fraktionschef Hans-ChristophBerndt. Er wandte sich an den Ministerpräsidenten: «Grundrechte, HerrWoidke, die Getestete und Geimpfte haben, aber nicht Gesunde, dassind Privilegien.» Für die AfD-Fraktion ist das Angebot zur Impfungein «Impfzwang durch die Hintertür». Eine Impfpflicht besteht nicht.Der Linksfraktionvorsitzende Sebastian Walter nannte die Debatte überFreiheiten verfrüht. «Solange wir erst sieben Prozent der Menschen inBrandenburg doppelt geimpft haben, ist das eine Scheindebatte.»Walter verlangte, sich auf die Impfungen in den Arztpraxen zukonzentrieren und die Impfzentren abzuschaffen.Der Vorsitzende der Fraktion BVB/Freie Wähler, Péter Vida, verlangteeine Perspektive mit Testen oder Impfen und Öffnen. Er zweifelte dieVerhältnismäßigkeit des Lockdowns an und verlangte von derrot-schwarz-grünen Landesregierung einen Nachweis, ob die Schließungvon Gaststätten und von kulturellen Einrichtungen notwendig ist.Am Mittwoch wurde eine neue Impfpanne bekannt. 150 Arztpraxen hätten15 000 Corona-Impftermine absagen müssen, teilte der Hausärzteverbandmit. Die Praxen seien gebeten worden, kurzfristig Termine für 15 000zusätzliche Dosen der Impfstoffe Biontech/Pfizer und Moderna zuorganisieren, die Lieferungen seien aber am Dienstag wieder abgesagtworden. Laut Innenministerium soll der Fehler bei derKassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) gelegen haben. Esging demnach um 20 000 zusätzliche Impfdosen.Die KVBB teilte mit, sie sei vom Impfstab beauftragt worden, 20 000zusätzliche Termine in Impfzentren zu organisieren. Kurzfristig seiendort aber nur 5000 zusätzliche Termine möglich gewesen. Daher habedie KVBB für die weiteren 15 000 Dosen die 150 Praxen gebeten,kurzfristig Termine auszumachen und den Stab darüber informiert.Dagegen habe der Stab danach entschieden, 5000 Impfdosen in dieLandkreise zu geben und 10 000 Impfdosen für spätere Termine inImpfzentren zu reservieren.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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