Berlin Nachrichten Baden-Württemberg: Manuel Hagel zum CDU-Fraktionschef gewählt (Update) Deutsch Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Der Shooting Star des Absteigers - Als Generalsekretär gehört Hagel bereits zur Führungsreserve der Landespolitik

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04 May 2021 - 15:45

Aktuelle Nachrichten ! Stuttgart. (dpa/lsw) Manuel Hagel ist neuer Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. Der 33 Jahre alte Abgeordnete erhielt am Dienstag in Stuttgart 40 von 42 Stimmen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus der Fraktion erfuhr. Zwei Abgeordnete stimmten mit Nein. Hagel löst den bisherigen Fraktionschef Wolfgang Reinhart (64) ab, der als Minister in die neue grün-schwarze Regierung wechseln will. Der Oberschwabe Hagel ist seit 2016 Generalsekretär der Landes-CDU und gilt als Vertrauter des Parteivorsitzenden und Innenministers Thomas Strobl.Hagel war auch bei den Koalitionsverhandlungen mit den Grünen an vorderster Front mit dabei. Bei der Landtagswahl Mitte März war er mit 35,9 Prozent im Alb-Donau-Kreis landesweiter Stimmenkönig der CDU geworden. Allerdings hatte er auch den Wahlkampf für Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann organisiert, mit der die CDU eine historische Niederlage einfuhr.Hagel ist gelernter Bankkaufmann, hat sich zum Bankbetriebswirt weitergebildet und war Sparkassenchef in Ehingen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Mit 18 Jahren ist er in die CDU eingetreten und schnell aufgestiegen. Als Generalsekretär gab er auch die Abteilung Attacke und erklärte zum Beispiel in einer Rede Mitte 2019, die "politische Schonzeit" für den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann sei vorbei, das sage er "auch als Jäger".Diese wilderen Zeiten des bisherigen jagdpolitischen Sprechers der Fraktion scheinen aber vorbei zu sein. Kretschmann lobte Hagel am Dienstag. Er habe ihn bei den Koalitionsverhandlungen näher kennengelernt und einige gute persönliche Gespräche mit ihm gehabt. "Ich hatte den Eindruck, dass er fest entschlossen ist, diese Koalition in einem kooperativen Sinne zum Erfolg zu führen."Der Regierungschef sagte zudem, er habe auch mit Reinhart gut zusammengearbeitet. "Ich kann mich aber auch über die Loyalität des Kollegen Reinhart nicht beklagen." Der 64 Jahre alte CDU-Mann wird als Justizminister gehandelt. Ob er das wird, hängt aber vor allem von Strobl ab, der als Vorsitzender am Ende über die Personalien entscheidet.In der CDU-Fraktion hat es durch die Wahl eine deutliche Verjüngung gegeben. Von den 42 Abgeordneten sind 13 neu im Parlament. Das Durchschnittsalter sank von 55,4 Jahren auf 48,8. In der Fraktion sitzen elf Frauen - das heißt, ihr Anteil stieg etwas auf 26 Prozent.Die Fraktionsvorsitzenden im Stuttgarter Landtag erhalten in etwa so viel Geld wie ein Landesminister. Sie bekommen die doppelte Diät eines Abgeordneten, die derzeit 8210 Euro beträgt. Hinzu kommt noch eine monatliche Pauschale von 2286 Euro für Sachkosten wie das Wahlkreisbüro oder Reisen als Parlamentarier.Update: Dienstag, 4. Mai 2021, 15.35 UhrManuel Hagel will CDU-Fraktionsvorsitzender werdenVon Roland Muschel, RNZ StuttgartStuttgart. Auf dem Gruppenfoto, drei Frauen, acht Männer, das die Verhandlungsdelegationen von Grünen und CDU nach Abschluss des Koalitionsvertrags am Samstag zeigt, steht Manuel Hagel in der letzten Reihe. Die politische Wegmarke, die der CDU den Verbleib an der Macht sichert, überschneidet sich mit seinem 33. Geburtstag. Als einziger Mann in der Runde, in deren Zentrum Ministerpräsident Winfried Kretschmann und CDU-Landeschef Thomas Strobl stehen, trägt er kein Sakko.

. Als Generalsekretär der Südwest-CDU gehört Hagel bereits zur Führungsreserve der Landespolitik. Nun strebt der frühere Sparkassendirektor den Schritt in die vorderste Reihe an: Wenn die CDU-Landtagsfraktion am heutigen Dienstag ihren Vorsitzen neu vergibt, wird sich der Oberschwabe zur Wahl stellen; der bisherige Fraktionschef Wolfgang Reinhart wechselt in die Regierung. Der Weg ist damit frei. Am Montag hat Manuel Hagel die Fraktionskollegen abtelefoniert, um sie über seine Kandidatur zu informieren. Offiziell will er sie erst am Dienstag bekanntgeben. Er geht nach Plan vor, und der sieht keine Fehler auf den letzten Metern vor, sondern ein Signal für einen Aufbruch.Den wünscht sich sein Förderer Thomas Strobl auch für die Regierung. Der CDU-Landeschef, der den damaligen Parlamentsneuling aus Ehingen 2016 für viele überraschend zum Generalsekretär berufen hat, hätte sich den Jungstar auch als Minister vorstellen können. Nach der Wahlschlappe will die CDU Erneuerung ausstrahlen, inhaltlich, aber auch personell. Schon vom Lebensalter und ihrer politischen Vita her verkörpern die weiter als gesetzt geltenden Minister Strobl (61), Peter Hauk (60) und Wolfgang Reinhart (65) diesen Anspruch nur bedingt.Hagel aber hat seinen eigenen Plan, und den verfolgt er gezielt. Geschickt hat er den Machtkampf zwischen Strobl und Susanne Eisenmann um die Spitzenkandidatur moderiert und überlebt. Im Landtagswahlkampf präsentierte er den CDU-Landesverband als digitale Avantgarde; intern ließ er früh durchblicken, dass Eisenmann ihr eigenes Ding mache, sodass er auch die Wahlpleite unbeschadet überstand, zumal er seinen Wahlkreis mit 35,9 Prozent gewann. Seinen Job als Generalsekretär wird Hagel im Erfolgsfall über kurz oder lang abgeben müssen, dafür hätte er als Fraktionschef eine eigene Hausmacht und wäre nicht mehr in einer abhängigen Funktion. Als die CDU noch das Dauerabonnement auf die Villa Reitzenstein innezuhaben schien, galt der Fraktionsvorsitz als Sprungbrett für das Amt des Ministerpräsidenten. Lothar Späth, Erwin Teufel, Günther Oettinger, Stefan Mappus – sie alle kamen aus dieser Position ins höchste Amt, Späth nach kurzer Zwischenstation als Minister. Und sie alle hatten sich in ihrer Zeit als Fraktionschef als Widerpart zum amtierenden Regierungschef positioniert. Und jetzt? Hagel ist der Shooting Star einer Partei im Niedergang. Seit 15 Jahren befindet sich die CDU im Abstiegskampf. Bei der Landtagswahl 2006 kam sie noch auf 44,2 Prozent, nun auf magere 24,1 Prozent. Einen Dualismus zwischen Fraktionschef und dem nun Vize-Ministerpräsidenten der CDU könne sich die Partei nicht mehr leisten, heißt es in Hagels Umfeld. Frei von Risiken ist die Operation nicht: Der Fraktionsvorstand, der erst zu einem späteren Zeitpunkt neu gewählt wird und an dem kein Vorsitzender einfach vorbeiagieren kann, ist bislang kein Hort der Strobl-Fans. var mapElementMobile = document.getElementById('osm-map-mobile'); var mapMobile = L.map(mapElementMobile); L.tileLayer('http://{s}.tile.osm.org/{z}/{x}/{y}.png', { attribution: '© OpenStreetMap contributors' }).addTo(mapMobile); var target = L.latLng(, ); mapMobile.setView(target, 14); L.marker(target).addTo(mapMobile);

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