Berlin Nachrichten Explosive Post bei Lidl und Wild: Verpackung führte auf die Spur des verdächtigen Rentners (Update) Deutsch Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Bereits am Freitagabend wurde 66-jähriger Verdächtiger festgenommen. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft und soll sich zu den Tatvorwürfen noch ...

Berlin Nachrichten Explosive Post bei Lidl und Wild: Verpackung führte auf die Spur des verdächtigen Rentners (Update) Deutsch Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Bereits am Freitagabend wurde 66-jähriger Verdächtiger festgenommen. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft und soll sich zu den Tatvorwürfen noch ...

Berlin Nachrichten Explosive Post bei Lidl und Wild: Verpackung führte auf die Spur des verdächtigen Rentners (Update) Deutsch Nachrichten
23 Februar 2021 - 14:45

Aktuelle Nachrichten ! Ulm/Heidelberg. (dpa) Nachdem Sprengstoffpakete bei drei süddeutschen Lebensmittelunternehmen für große Aufregung gesorgt haben, stehen die Ermittler vor einem Rätsel. Wie die Staatsanwaltschaft in Heidelberg mitteilte, hat sich ein Rentner auch Tage nach seiner Festnahme am vergangenen Freitag nicht zu den Anschuldigungen gegen ihn geäußert. Die Behörden halten ihn für den Täter, der die explosive Post an drei Lebensmittelunternehmen gesendet haben soll. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Dienstag waren es Ermittlungen zur Art der Sprengstoffpakete, die auf die Spur des Rentners führten.Die drei Postsendungen waren demnach zeitgleich in derselben Postannahmestelle in Ulm aufgegeben worden. Zwar seien alle dabei angegebenen Absender fiktiv gewesen, jedoch habe man den tatsächlichen Absender über die Art des Verpackungsmaterials ermitteln können, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. "Bei diesem Material habe es sich um eine von Privatpersonen verhältnismäßig selten genutzte Art der Verpackung gehandelt", fügte er hinzu. Ermittler hätten herausgefunden, dass der Rentner sich solche Verpackungen kurz vor der Tat beschafft habe.Die Serie hatte am vergangenen Dienstag in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim begonnen. Dort wurde ein Mann durch eine Verpuffung verletzt, als er ein Paket annahm. Am Mittwoch kam es beim Öffnen eines Briefes in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm zu einer Explosion mit drei Verletzten. Ein drittes verdächtiges Paket, das an den Babynahrungshersteller Hipp adressiert war, wurde in der Nacht zu Donnerstag in einem Paktverteilzentrum beim Flughafen München abgefangen und entschärft.Update: Dienstag, 23. Februar 2021, 14.28 UhrDer Rentner schweigt immer nochHeidelberg/Ulm. (cab) Auf RNZ-Anfrage hat sich die Staatsanwaltschaft zu den Ermittlungen gegen einen 66-jährigen Rentner aus dem Raum Ulm geäußert, der seit Freitag in Untersuchungshaft sitzt. Er wird verdächtigt, explosive Postsendungen an den Eppelheimer Aromenhersteller ADM Wild, die Zentrale des Discounters Lidl in Neckarsulm sowie an den Babynahrungshersteller Hipp in Pfaffenhofen verschickt zu haben. Noch immer habe sich der Mann nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag.So sei das Tatmotiv weiterhin unklar. Auch gebe es keine Hinweise auf politische Aktivitäten des Rentners. Die Päckchen, die er laut des Sprechers in einer Postannahmestelle in der Ulmer Rosengasse abgegeben hatte, waren etwa 30 Zentimeter lang, 20 Zentimeter breit und wenige Zentimeter hoch.Das Päckchen an Hipp war in München abgefangen und entschärft worden. Die beiden anderen detonierten in Eppelheim und Neckarsulm. Bei ADM Wild war ein Mitarbeiter verletzt worden, als das Päckchen in seinen Händen explodierte. Er erlitt ein Knalltrauma. Bei Lidl hatten sich drei Mitarbeiter Verletzungen zugezogen. Hier ging das Päckchen beim Öffnen hoch. Über die Bekleidung der Verletzten hinaus habe es keine Sachschäden gegeben, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Heidelberg, welche die Ermittlungen einer 100-köpfigen Sonderkommission gemeinsam mit dem Landeskriminalamt Stuttgart leitet. Es seien insbesondere die Ermittlungen zur Art der Sprengstoffpakete gewesen, welche im Verlauf des 19. Februar auf die Spur des Beschuldigten geführt hätten, so der Sprecher. "Alle drei Postsendungen wurden zeitgleich in derselben Postannahmestelle in Ulm aufgegeben. Zwar waren die auf ihnen angegebenen Absender allesamt fiktiv, jedoch konnte der wahre Absender über die Art des Verpackungsmaterials ermittelt werden. Bei diesem Material handelt es sich um eine von Privatpersonen verhältnismäßig selten benutzte Art der Verpackung. Der Polizei gelang es, festzustellen, dass der Beschuldigte sich solche Verpackungen kurz vor der Tat beschafft hatte", so der Sprecher. Er bestätigte, dass zwei der fiktiven Absender "Merkel" und "Schwarz" lauteten. Zudem seien dazu Absenderadressen in Ulm, München und Augsburg angegeben worden.Der gegebene dringende Tatverdacht gegen den Rentner laute auf Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in zwei Fällen, jeweils in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und versuchter schwerer Körperverletzung, sowie versuchtes Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit versuchter schwerer Körperverletzung. Der mögliche Strafrahmen für die beiden vollendeten Taten reiche von einem bis 15 Jahren Freiheitsstrafe, so der Sprecher. Die Ermittlungsbehörden würden weiterhin mit Hochdruck an der vollständigen Aufklärung der Straftaten arbeiten. "Wann die Ermittlungen abgeschlossen sind, kann derzeit nicht zuverlässig gesagt werden."Update: Montag, 22. Februar 2021, 18.56 UhrRentner soll explosive Pakete verschickt haben - Tatmotiv weiter unklar Von Violetta Heise und Carsten BlaueUlm/Heidelberg. Erst der Eppelheimer Aromenhersteller ADM Wild, dann Lidl in Neckarsulm und schließlich der Babynahrungshersteller Hipp im bayerischen Pfaffenhofen: Drei Firmen der Lebensmittelbranche wurden zu Zielscheiben von Attacken mit explosiven Postsendungen. Jetzt sitzt ein 66-Jähriger in U-Haft. Er soll der Absender sein. Doch noch immer sind viele Fragen offen.

. Sie hat einen Rentner aus dem Raum Ulm dingfest gemacht. Spezialkräfte sollen ihn bereits am Freitagabend an seinem Wohnsitz festgenommen haben. Dabei habe der Mann keinerlei Widerstand geleistet, hieß es. Er soll der Absender der Sprengladungen sein. Doch was könnte den 66-Jährigen dazu bewogen haben, die Lebensmittelfirmen zu attackieren und damit Menschenleben zu gefährden? Und warum waren es ausgerechnet Lidl, Hipp und ADM Wild, deren Standorte zumindest keinen räumlichen Bezug zueinander haben?Darüber herrschte auch am Wochenende noch Ungewissheit, zumal es im Vorfeld auch keine Drohungen oder Erpressungsversuche gegeben haben soll. Der bislang nicht polizeibekannte Mann habe sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des LKA und der Staatsanwaltschaft. Das Tatmotiv sei weiterhin unklar, sagte am Montag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Heidelberg. Auch deren Angaben, wie sie dem Verdächtigen auf die Schliche gekommen sind, beschränken sich auf das Nötigste.Es hieß lediglich, insbesondere die Ermittlungen zum Versandweg und zur Art der Sprengstoffpakete hätten die Sonderkommission im Laufe des Freitags auf die Spur des Tatverdächtigen gebracht. Jedoch sollen die Sprengstoffpäckchen, über deren Größe, Beschaffenheit und Aussehen ebenfalls noch nichts mitgeteilt wurde, mit fiktiven Absendern beschriftet gewesen sein.Ferner ist offen, welcher Sprengstoff verwendet wurde und welche Spur an den detonierten Päckchen für Lidl und ADM Wild die Ermittler so schnell zu einer Postfiliale in der Innenstadt von Ulm führte. Hier sollen die Postsendungen für den Versand durch den Paket- und Briefexpressdienst DHL abgegeben worden sein. Auch das Päckchen für Hipp, das in der Nacht zum Donnerstag in einem Paketverteilzentrum beim Flughafen von München abgefangen und entschärft werden konnte.In ihrer Mitteilung vom Samstag gingen die beiden Ermittlungsbehörden nicht davon aus, dass der Mann noch weitere gefährliche Briefe oder Pakete in Umlauf gebracht hat. Auch in Neckarsulm war die Erleichterung groß, dass der Verdächtige gefasst wurde. So schnell habe er gar nicht damit gerechnet, gab Oberbürgermeister Steffen Hertwig zu. Er hoffte, dass die Gefahr jetzt gebannt sei. Dennoch herrschte am Wochenende noch erhöhte Alarmbereitschaft wegen weiterer Päckchen mit möglicherweise explosivem Inhalt.So wurde am Samstagvormittag gegen 10 Uhr ein verdächtiges Paket im DHL-Verteilzentrum in Leimen gestoppt. Dieses war aufgefallen, weil es Verfärbungen der Hülle aufwies. Das Paketzentrum wurde geräumt. Polizei, Rettungskräfte und Entschärfer des LKA rückten an. Doch die Spezialisten konnten bald Entwarnung geben. Das Paket war harmlos. Auch einen Zusammenhang mit den Taten in der vergangenen Woche schlossen die Ermittler aus.Update: Montag, 22. Februar 2021, 14.14 UhrWeitere Päckchen-Bomben wurden in Ulm abgegebenVon Julia Giertz und Carsten BlaueHeidelberg/Stuttgart. Die Angriffe mit explosiven Postsendungen auf den Aromenhersteller ADM Wild in Eppelheim und die Hauptzentrale des Discounters Lidl in Neckarsulm gehen wohl ebenso auf das Konto eines Serientäters oder mehrerer wie ein vereitelter Anschlag, der laut den Ermittlungsbehörden gegen das Pfaffenhofener Lebensmittelunternehmen Hipp gerichtet war. Wie das Landeskriminalamt (LKA) und die Staatsanwaltschaft Heidelberg am Freitag mitteilten, weise eine Spur darauf hin, dass alle drei Postsendungen in Ulm gemeinsam auf den Weg gebracht worden waren. Der Anschlag auf Hipp in Pfaffenhofen konnte am Flughafen München vereitelt werden. Bei ADM Wild detonierte ein Päckchen am Dienstag in den Händen eines Mitarbeiters. Bei Lidl in Neckarsulm explodierte die Postsendung beim Öffnen. Es gab drei Verletzte. Fotos: Dorn (1)/dpa"Es ist ein Zusammenhang anzunehmen zwischen diesen drei Päckchen", sagte daher die baden-württembergische Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz am Freitag. Die drei Postsendungen trugen fiktive Absender und waren vom Paket- und Briefexpressdienst DHL angeliefert worden.Die kriminaltechnischen Untersuchungen der Spuren, die an den Tatorten in Eppelheim und Neckarsulm sowie in einem Paketverteilzentrum beim Flughafen München gesichert wurden, seien noch nicht abgeschlossen, hieß es in der Mitteilung weiter. In München war das an Hipp adressierte Paket in der Nacht zum Donnerstag noch rechtzeitig entdeckt und entschärft worden, nachdem klar war, dass die drei Postsendungen gleichzeitig abgegeben worden waren.Die Gefahr von weiteren sprengstoffverdächtigen Postsendungen werde nach derzeitiger Einschätzung als wenig wahrscheinlich erachtet, könne jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, hieß es vonseiten des LKA und der Staatsanwaltschaft. Unter deren Federführung arbeitet eine rund 100-köpfige Sonderkommission "unter Hochdruck", wie es hieß – auch um Schlimmeres zu verhindern.Dabei sind viele Fragen offen. Das Motiv des Täters oder der Täter liegt noch völlig im Dunkeln. Ein Bekennerschreiben mit einer Forderung gab es, Stand Freitagmittag, nicht. Es sei aber nicht auszuschließen, dass dies noch komme, nachdem ein gewisser Druck aufgebaut worden sei, hieß es aus Ermittlerkreisen.Die Sonderkommission des LKA, zu der auch Beamte der Polizeipräsidien Heilbronn, Mannheim und Ulm gehören, beschäftigt sich in den Ermittlungen auch mit ähnlich gelagerten Taten, die ein paar Jahre zurückliegen. So ist ein Briefbomben-Erpresser, der die Menschen im Jahr 2017 in der Region Berlin-Brandenburg in Angst und Schrecken versetzte, noch immer auf freiem Fuß.

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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