Berlin Nachrichten Heidelberg: Corona-Koma - Familie bangt um Leben von Stadtrat Waseem Butt Deutsch Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Drei Angehörige der Familie Butt liegen mit Covid-19 auf der Intensivstation. Mamdouh Butt: "Es ist die Hölle".

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Deutsch-Nachrichten.Com - Drei Angehörige der Familie Butt liegen mit Covid-19 auf der Intensivstation. Mamdouh Butt: "Es ist die Hölle".

Berlin Nachrichten Heidelberg: Corona-Koma - Familie bangt um Leben von Stadtrat Waseem Butt Deutsch Nachrichten
07 April 2021 - 06:45

Aktuelle Nachrichten ! Von Anica EdingerHeidelberg. Der Anruf kam nachts um 4 Uhr: "Herr Butt, ihr Vater kann nicht mehr eigenständig atmen, wir müssen intubieren." Über zwei Wochen ist das nun her, Mamdouh Butt erinnert sich noch genau daran. Seit dem 21. März bangen er und seine Familie um das Leben seines Vaters, des Stadtrates und Unternehmers Waseem Butt. Noch immer liegt er im künstlichen Koma auf der Corona-Intensivstation in der Thorax-Klinik. Das Virus traf die ganze Familie Butt: Die Mutter, die drei Töchter und Mamdouh Butt haben die Erkrankung überstanden. Die beiden Großeltern, 81 und 78 Jahre alt, befinden sich wie ihr Sohn Waseem im künstlichen Koma – auch sie atmen seit fast zwei Wochen nicht mehr selbstständig. Mamdouh Butt (25) sprach nun mit der RNZ über den Kampf seiner Familie ums Überleben – und über die ständige Angst, dass wieder ein Anruf aus dem Krankenhaus kommt, mit schlechten Nachrichten. Mamdouh Butt. Foto: RotheHerr Butt, weshalb haben Sie entschieden, mit den Covid-Erkrankungen Ihrer Familie an die Öffentlichkeit zu gehen?Weil ich es keiner Familie wünsche, dass sie dasselbe durchmachen muss wie wir. Es ist die Hölle. Seit drei Wochen diese Hängepartie: Schaffen sie es, schaffen sie es nicht? Ich weiß, wie es ist als junger Mensch, man denkt, es betrifft einen nicht. Man wünscht sich nach über einem Jahr Pandemie seine Freiheiten zurück. Doch das Schicksal belehrt einen des Besseren – und wir als Familie wünschen uns, dass andere davor bewahrt werden können. Wie geht es denn Ihrem Vater und Ihren Großeltern?Leider hat sich der Zustand unseres Opas extrem verschlechtert. Die Ärzte haben mich am Morgen informiert, dass wir ihn nun besuchen dürfen. Das ist kein gutes Zeichen. Sie haben uns aber versichert, dass sie alles tun, um sein Leben zu retten. Sie geben ihn nicht auf. Unsere Oma kämpft seit letzter Woche dauerhaft um ihr Leben. Leider ist auch ihre Prognose düster, sie hatte Vorerkrankungen, Nieren- und Lungenprobleme. Papa hängt an der ECMO, einer Technik, bei der die Maschine vollständig die Atemfunktion übernimmt. Die Ärzte können für ihn keine Prognose abgeben. Das ist das Schlimme an Corona: Die Krankheit ist unberechenbar. Am einen Tag kann es gut aussehen, am anderen wieder sehr schlecht. Jedes Mal, wenn ich in den Kliniken – mein Vater liegt in der Thorax, Opa im St. Josefskrankenhaus, Oma im Salem – anrufe, habe ich Herzrasen, wenn es klingelt. Ihr Vater ist erst 46 Jahre alt. Und er hat auch keine Vorerkrankungen.Nein! Mein Vater ist ein junger, topfitter Kerl. Das ist es auch, was die Ärzte mir immer sagen und was in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen ist: Corona kann jeden treffen. Auch mit einer Erstimpfung ist man nicht zu 100 Prozent geschützt. Das zeigt das Schicksal meines Opas. Ihm hat die Impfung nichts gebracht.Ihr Opa war bereits geimpft?Ja, drei Tage, nachdem er positiv getestet wurde, hätte er seinen zweiten Impftermin mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer gehabt. Mein Opa war mit seinen 81 Jahren topfit – geistig wie auch körperlich. Trotz seines hohen Alters stand er jeden Tag bei uns im Laden in der Weststadt, hat immer noch gearbeitet. Er ist ein energiegeladener und lebensfroher Opa. In der Weststadt ist er eine Institution, alle kennen ihn und bewundern ihn für seine Fitness. Wir als Familie haben alle eine starke Bindung zueinander. Wir sind alle gemeinsam aufgewachsen, vor allem mein Vater hat sich immer um seine Eltern gekümmert, sie in den letzten Jahren gepflegt, vor allem meine Oma. Ich hoffe einfach, dass sie beide noch da sind, wenn er wieder zurückkommt. Hat Ihr Vater noch mitbekommen, dass seine beiden Eltern ins Koma versetzt und künstlich beatmet werden müssen?Nein, meinen Vater hat es zuerst getroffen: Er kam am 18.

. Am 21. März dann hat sich sein Zustand verschlechtert, er kam auf die Intensivstation. Am selben Tag kamen meine Großeltern ins Krankenhaus, weil es ihnen so schlecht ging, sie seit Tagen hohes Fieber hatten. Dieser Sonntag, das war ein Höllentag. In der Nacht kam der Anruf, dass Papa nicht mehr selbstständig atmen kann. Oma hat es schließlich am 24. März getroffen, Opa am 26. März. Wissen Sie, wo sich Ihre Familie angesteckt hat?Nein. In unserem näheren Umfeld gab es keinen Corona-Fall. Wir haben auch insbesondere im Laden immer sehr aufgepasst, Masken getragen und Abstand gehalten. Wir hätten uns nie vorstellen können, dass es unsere ganze Familie trifft. Wir leben aber alle sehr eng zusammen, insbesondere Oma ist pflegebedürftig. Opa arbeitet wie gesagt mit uns im Laden. Und da die britische Mutation, mit der wir alle infiziert waren, sehr viel ansteckender als die ursprüngliche Variante ist, ging es wohl auch schnell mit der Ansteckung. Am Osterwochenende demonstrierten wieder über 10.000 "Querdenker" und Corona-Leugner in Stuttgart. Macht Sie das wütend?Es ist unerträglich, das zu sehen. Diese Menschen treten auch die Arbeit der Ärzte und Pflegekräfte mit den Füßen. Wir als Familie sind allen, die in den Kliniken arbeiten, unendlich dankbar. Sie kämpfen täglich um die Leben von so vielen Patienten, geben ihr Bestes. Ich weiß, dass unsere Familie in guten Händen ist. Sie arbeiten jetzt täglich im Laden in der Weststadt, telefonieren mit Ärzten, kümmern sich um alle Angelegenheiten. Wie schaffen Sie das emotional?Dieser Laden ist das Herzstück unserer Familie. Ich weiß, dass mein Vater gewollt hätte, dass ich ihn weiterführe. Und das mache ich jetzt. Für ihn. Auch für meinen Opa. Für die Familie. Wenn alle wieder aufwachen, weiß ich, dass sie stolz wären. var mapElementMobile = document.getElementById('osm-map-mobile'); var mapMobile = L.map(mapElementMobile); L.tileLayer('http://{s}.tile.osm.org/{z}/{x}/{y}.png', { attribution: '© OpenStreetMap contributors' }).addTo(mapMobile); var target = L.latLng(, ); mapMobile.setView(target, 14); L.marker(target).addTo(mapMobile);

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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