Berlin Nachrichten Sinsheim: Dühren erlebte das stärkste Unwetter der vergangenen Jahre (plus Fotogalerie) Deutsch Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Die Bilanz des Unwetters: vollgelaufene Keller, mit Schlamm verdreckte Innenhöfe. Auch die Ortsdurchfahrt musste gesperrt werden.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Die Bilanz des Unwetters: vollgelaufene Keller, mit Schlamm verdreckte Innenhöfe. Auch die Ortsdurchfahrt musste gesperrt werden.

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06 Juni 2021 - 16:45

Aktuelle Nachrichten ! Von Tim KegelSinsheim-Dühren. Regenmengen von bis zu 50 Liter pro Quadratmeter haben am Samstagabend Teile von Dühren unter Wasser gesetzt – und dies binnen weniger Minuten. Ein Großaufgebot an Helfern war auch am Sonntag noch bei der Beseitigung der Schäden zugange.Beunruhigende Bilder per WhatsApp gingen wenige Minuten vor dem Losbrechen des Unwetters aus gänzlich anderer Richtung ein: Von einem Balkon in einem der Hochhäuser in Sinsheim-Ost ging der Blick in Richtung Ehrstädt, Hasselbach und Adersbach. Bleigraue, regenschwere Gewitterwolken; eine bedrohliche Stimmung, Gebilde, die an Windhosen erinnern. Da war es gerade 21.03 Uhr. Wie sich am Morgen zeigte, blieben die Bergdörfer weitestgehend vom Unwetter verschont.Unwetter in Sinsheim-Dühren - Die Fotogalerie /* */ jQuery(document).ready(function($){ $(".nfy-cobo-flexslider").flexslider({ animation: "slide", controlNav: false, directionNav: false, // animationLoop: false, animationLoop: true, pauseOnAction: true, pauseOnHover: true, slideshow: true, // slideshowSpeed: 15000, slideshowSpeed: 7500, smoothHeight: true, itemWidth: 90, itemMargin: 4, minItems: 1, maxItems: 4, }); var maxIndex = parseInt( $(".flexslider_2764 ul>li").length - 1 ); $(".flexslider_2764 .prev").click(function() { $(".flexslider_2764").flexslider("prev"); }); $(".flexslider_2764 .next").click(function() { var i = $(".nfy-cobo-flexslider").data('flexslider').currentSlide; if(i >= maxIndex) { $(".flexslider_2764").flexslider(0); $(".flexslider_2764 ul.slides").css("transform","translate3d(0px, 0px, 0px)"); } $(".flexslider_2764").flexslider("next"); }); }); /* */ Um 21.07 Uhr dann die ersten angstvollen Anrufe aus Dühren: Die Ortsdurchfahrt sei gerade "ein Fluss". Autos seien weit und breit nicht zu sehen. Regen prassele wie aus Eimern, es sei schlagartig nachtdunkel geworden. Blitze und Donner gab es nicht. Alles ging jedoch blitzschnell: Um 21.20 Uhr war die Polizei noch von einem relativ glimpflichen Verlauf ausgegangen, lediglich in Hoffenheim seien Gullideckel vom Wasser aus dem Kanal gedrückt worden. Aus Dühren wusste man da noch nichts und wünschte sich gegenseitig "einen ruhigen Dienst". In derselben Minute rückte jedoch schon die Feuerwehr in großer Zahl nach Dühren aus. Am Ende der Nacht zählte man dort 14 Einsatzorte. Weitere sollten hinzukommen.Vollgelaufene Keller, mit Schlamm verdreckte Innenhöfe. Die Ortsdurchfahrt musste gesperrt werden. Vor Ort um 23.

. Denn dass es wieder passieren wird, war anzunehmen. Dass sich wieder eine Gewitterzelle zwischen Dühren, Hoffenheim und Eschelbach festsetzt und entlädt. Und dass sich der enge Einschnitt zwischen dem Gewann Sandacker auf der einen und dem Kaisersberg auf der gegenüberliegenden Seite zur Schlüsselstelle entwickeln würde: V-förmig, ähnlich eines Trichters, verlaufen dort die Ackerflächen am Ortsrand. Mit dem kleinen Erlenbach, gespeist von einer Quelle, in der Talsohle als Nadelöhr. Das Bächlein konnte auch dieses Mal die enormen Wasser- und Schlammmassen nicht aufnehmen und trat auf seinem Weg durchs Dührener Unterdorf über die Ufer – "wesentlich stärker als bislang", sagt Speer. Vier Mal in 15 Jahren haben einige Anwohner eine solche Flut schon durchlebt; vier Mal großes Bangen und Hoffen, dass der Regen endlich aufhört. Vier Mal Verwüstungen, Schlamm in den Kellern, Nächte und Tage mühevollen Aufräumens. Hübsch sanierte Höfe waren erneut betroffen, Lagerkeller, der Ausstellungsraum und Teile der Werkstatt eines Autohauses, der Kindergarten; die Keller von zwölf Familien mussten leergepumpt werden. Der Zimmerplatz im Ortsmittelpunkt wurde zur Seefläche, 30 bis 40 Zentimeter hoch stand das Wasser dort, knöcheltief auch am Sonntag noch der zähe Lehmschlamm. Mehrere Lastwagen-Ladungen mit Kraichgauer Lösslehm wurden hinweggespült oder abtransportiert.Das Technische Hilfswerk Sinsheim kam mit allem verfügbaren Räumgerät zur Einsatzstelle; in voller Mannstärke von 20 Personen vor Ort und vier weiteren in der Zentrale, schildert Leiter Patrick Bräunling. Wie bereits am 1. Juni 2018 war es Oberbürgermeister Jörg Albrecht, der noch am Abend um Unterstützung der Feuerwehren gebeten hatte.Doch damit nicht genug: Auch am Sonntagmorgen bis zum späten Nachmittag dauerten die Aufräumarbeiten an – weil weitere starke Schlamm-Verschmutzungen erst jetzt aufgefallen waren und nachdem unterspülte Bäume auf Feldwege gestürzt waren.Ziemlich genau drei Jahre sind seit dem letzten Starkregen erst vergangen. Die Ereignisse kamen immer während der ersten Junihälfte, fast könne man "den Tag im Kalender eintragen", sagt der Ortsvorsteher. Bis kurz vor 4 Uhr am Sonntagmorgen war er vor Ort. Und dann weiter ab dem Vormittag. "Das einzig Positive" an der Sache sei die große Hilfsbereitschaft, sagt Speer. "Da standen Leute plötzlich mit Schaufeln da", die garnicht betroffen gewesen wären. Noch in der Nacht hatte Gastronom und Anwohner Tim Steidel die Helfer mit Getränken versorgt; am Sonntagmittag sah man erschöpfte Helfer auf Fensterbänken Kuchen essen.Doch hätte das Ereignis – nach den Erfahrungen aus dem Jahr 2018 – verhindert, das Risiko minimiert werden können? Wie aufnahmefähig ist das Kanalsystem im gefährdeten Bereich – und wie groß sind die Wassermengen überhaupt, die da zusammenkommen können? Und: Welche Rolle spielt ein Sieb am Erlenbach, welches eigentlich dazu dient, Eintragungen, wie Äste, Gras und Laub von den Feldern, in Dührens Kanalisation zu vermeiden? Es gibt Anzeichen, dass sich dieser Rechen im Jahr 2018 – und wohl auch jetzt – zugesetzt hatte, was die Überflutung zumindest begünstigt haben könnte. Hätte es also etwas gebracht, angesichts angekündigter Gewitterfronten, ein erhöhtes Augenmerk auf Rechen und damit auf den Durchlauf zu setzen?Diese und ähnliche Fragen wird man sich stellen müssen; man habe sie sich auch schon gestellt, sagen sowohl Speer als auch Albrecht: "Die großen Feldflächen" sorgten bei derartigen Regenmengen "so oder so" für ein Zusetzen des Rechens, weil sie dann zu einem "nahezu unüberschaubaren" Materialeintrag ins Bächlein führten, sagt Albrecht. Es gebe "nie eine absolute Sicherheit", meint Speer, und man könne "froh sein", dass die Hänge von Landwirten weitreichend mit bodendeckenden Pflanzen bestückt gewesen seien. Nach Überflutungen in Eppingen waren seinerzeit auch Landwirte am Hochwasserschutzkonzept beteiligt worden; sie mussten, wie bereits berichtet, ihre Anbauformen stärker den Gegebenheiten anpassen.Die Ereignisse im Jahr 2018 in Dühren seien mit Auslöser des städtischen Starkregen-Risikomanagements gewesen, mit dem sich kürzlich der Sinsheimer Gemeinderat befasst hat. Dührens Ortschaftsrat wird sich mit dem Thema noch im Juni befassen. Für Ortsvorsteher Speer beinhaltet die Konzeption "keine neuen Sichtweisen". Eine dauerhafte Lösung ist für ihn "ein Rückhaltebecken unterhalb vom Sportplatz".Ort des Geschehens var mapElementMobile = document.getElementById('osm-map-mobile'); var mapMobile = L.map(mapElementMobile); L.tileLayer('http://{s}.tile.osm.org/{z}/{x}/{y}.png', { attribution: '© OpenStreetMap contributors' }).addTo(mapMobile); var target = L.latLng(49.24567490, 8.83618910); mapMobile.setView(target, 14); L.marker(target).addTo(mapMobile);

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