Deutsch-Nachrichten.Com Unipräsident zieht Konsequenzen aus umstrittener "Studie" Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Die Thesen eines Physikprofessors der Uni Hamburg zum Corona-Ursprung haben für Wirbel gesorgt. Der Unipräsident lässt Studien daher künftig anders veröffentlichen.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Die Thesen eines Physikprofessors der Uni Hamburg zum Corona-Ursprung haben für Wirbel gesorgt. Der Unipräsident lässt Studien daher künftig anders veröffentlichen.

Deutsch-Nachrichten.Com  Unipräsident zieht Konsequenzen aus umstrittener "Studie" Aktuelle Nachrichten
03 March 2021 - 11:45

Aktuelle Nachrichten ! Der Hamburger Physikprofessor Roland Wiesendanger hat vor rund zwei Wochen ein Thesenpapier veröffentlicht, das bundesweit Widerspruch hervorgerufen hatte. Die Indiziensammlung ohne eigene empirische Forschung sollte einen Laborunfall im chinesischen Wuhan als Ursprung der Corona-Pandmie belegen. Die Universität hatte Wiesendangers Papier per Pressemitteilung als "Studie" veröffentlicht. Dieses Vorgehen in Zusammenhang mit den teils unseriösen und unwissenschaftlichen Quellen und daraus gezogenen Schlussfolgerungen stießen innerhalb und außerhalb der Universität auf Kritik. Nun hat sich erstmals der Hamburger Universitätspräsident Professor Dieter Lenzen zu dem umstrittenen Papier geäußert, dessen Veröffentlichung nach Wiesendangers Angaben mit ihm abgesprochen war. Wie der "Spiegel" unter Berufung auf das Videoprotokoll berichtet, hat sich Lenzen am Dienstagnachmittag in einer Videobotschaft an die Hochschulbeschäftigten gewandt. Darin nannte Lenzen es "unsere Pflicht, eine solche Hypothese anzuhören, abzuwägen und zu diskutieren".

. Es sei "besser eine unsichere Hypothese zur Diskussion zu bringen, als eine am Ende richtige verschwiegen zu haben". Dem Bericht zufolge rückte Lenzen jedoch vom Begriff der Studie für das unwissenschaftliche Papier ab und nannte es stattdessen eine Analyse. Um "Missverständnisse zu vermeiden", wolle die Universität künftig stärker zwischen Forschungsergebnissen und "wissenschaftspolitischen Thesen" trennen. Dafür habe man eine separate "Transferagentur" gegründet, die künftig Forschungsergebnisse verbreiten soll. "Thesen und Interventionen für die Gesellschaft" würden von der Hochschule weiterhin, jedoch nach "anderen Qualitätskriterien" veröffentlicht. ckr

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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