Deutsch Nachrichten Corona in Niedersachsen: Inzidenz-Lage bleibt angespannt Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Nach dem Impf-Gipfel am Montag vermissen Kommunen und Landkreise Ergebnisse zum Umgang mit Geimpften. Ministerpräsident Weil ist gegen eine schnelle Aufhebung von Beschränkungen für sie.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Nach dem Impf-Gipfel am Montag vermissen Kommunen und Landkreise Ergebnisse zum Umgang mit Geimpften. Ministerpräsident Weil ist gegen eine schnelle Aufhebung von Beschränkungen für sie.

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29 April 2021 - 07:00

Aktuelle Nachrichten ! Nach dem Impf-Gipfel am Montag vermissen Kommunen und Landkreise Ergebnisse zum Umgang mit Geimpften. Ministerpräsident Weil ist gegen eine schnelle Aufhebung von Beschränkungen für sie.Update, 28. April, 12:15 Uhr: Angesichts gelockerter Corona-Maßnahmen in den Niederlanden ruft Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) dazu auf, Reisen ins Nachbarland, wenn möglich zu meiden. Durch den Impffortschritt rücke in Europa langsam eine Normalisierung näher, die Bewegungsfreiheit müsse für den Infektionsschutz aber noch eingeschränkt bleiben, sagte Pistorius am Mittwoch. „Ich möchte daher an alle Menschen dies- und jenseits der Grenze appellieren, auf nicht notwendige Reisen auf die andere Seite der Grenze zu verzichten. Die Zeit für ein Wiedersehen mit Freunden, Familie und Geschäftspartnern kommt - und sie kommt hoffentlich bald“, sagte der Minister. Nach mehr als vier Monaten strengem Lockdown durften am Mittwoch in den Niederlanden Geschäfte wieder Kunden empfangen, ohne vorherigen Termin. Auch die Außenbereiche der Cafés und Restaurants dürfen wieder öffnen, eine abendliche Ausgangssperre wurde abgeschafft. Die Regierung hatte die Lockerungen beschlossen, trotz anhaltend hoher Infektionszahlen und großem Druck auf Krankenhäuser. Nach Zahlen vom Dienstag bleiben die Niederlande weiterhin ein Hochinzidenzland mit etwa 220 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Auch in Belgien soll es ab dem 8. Mai schrittweise Öffnungen geben. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",function(a){if(void 0!==a.data["datawrapper-height"])for(var e in a.data["datawrapper-height"]){var t=document.getElementById("datawrapper-chart-"+e)||document.querySelector("iframe[src*='"+e+"']");t&&(t.style.height=a.data["datawrapper-height"][e]+"px")}})}(); Update, 28. April, 8:55 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen bleibt auf hohem Niveau. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Mittwoch bei 110,6, wie das Robert Koch-Institut meldete. Die absolute Zahl der Neuinfektionen kletterte um 1118 auf nunmehr 233.766 Fälle, die Zahl der Todesfälle um 18. Damit starben bislang 5260 Menschen in Niedersachsen an oder mit Covid-19.Bei 18 der 45 Landkreise und kreisfreien Städte lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen über der Schwelle von 100. Auf die höchste Sieben-Tage-Inzidenz kam der Landkreis Vechta mit 315,8, dahinter folgten Salzgitter (272,3) und Delmenhorst (193,4). Am niedrigsten fiel der Wert in den Landkreisen Friesland (28,4), Lüchow-Dannenberg (45,4) und Wittmund (45,7) aus.Update, 27. April, 16:20 Uhr: Die Erstimpfungen der Beschäftigten im niedersächsischen Justizvollzug werden in dieser Woche fast abgeschlossen sein. Nahezu allen etwa 4000 Beschäftigen in den Gefängnissen sei in den vergangenen sechs Wochen ein Impfangebot gemacht worden, teilte das Justizministerium mit. Die Impfbereitschaft sei hoch, sie liege zum Teil bei mehr als 96 Prozent.Zahl der Corona-Fälle in Niedersachsen:233.766Differenz zum Vortag:+ 1118Verstorbene:5260Sieben-Tage-Inzidenz:110,6Stand und Quelle:28. April 2021, 3.10 Uhr, RKI„Die Beschäftigten in den Gefängnissen stehen seit nunmehr über einem Jahr unter einem erheblichen Druck. Infektionen müssen verhindert werden, das ist uns weitgehend gelungen“, sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU). Von den Beschäftigten hätten sich seit Beginn der Pandemie 76 mit dem Virus infiziert, hieß es.Die Gefangenen müssten weiter gut betreut werden und vor allem müsse die Sicherheit gewährleistet bleiben. Die Landesregierung entschied bewusst, das Personal in den 41 Einrichtungen des Justizvollzugs vorrangig zu impfen, weil Gemeinschaftseinrichtungen in der Pandemie besonderen Gefahren ausgesetzt sind.Update, 27. April, 14:10 Uhr: Die Corona-Lage in den niedersächsischen Kliniken bleibt angespannt. Derzeit werden 1083 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, teilte der Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Staatssekretär Heiger Scholz mit. 322 Betroffene liegen auf der Intensivstation, 228 davon müssen künstlich beatmet werden. Der Anteil beatmeter Patienten steige, zunehmend landeten jüngere Corona-Patienten im Krankenhaus, sagte Scholz. Die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag nach Angaben des Landesgesundheitsamts landesweit bei 121,8, vor einer Woche betrug der Wert 125,6.Die Impfkampagne läuft unterdessen weiter auf Hochtouren. Zum Start der Terminanmeldung für über 60-Jährige mit dem Impfstoff von AstraZeneca am Montag sei die Hotline zwar zeitweise überlastet gewesen. Interessenten hätten aber teils bereits direkt einen Termin für die Erst- und Zweitimpfung reservieren können, sagte Scholz. Er habe bereits für Ende dieser Woche seine Erstimpfung reserviert. Auf der Warteliste für eine Impfung befanden sich am Dienstag 480.300 Menschen. Alleine in der vergangenen Woche gab es 260.

. (dpa)Meldung vom 27. April, 9:15 Uhr: Hannover – Kommunen und Landkreise vermissen nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern Ergebnisse zum Umgang mit Geimpften. „Dass bei der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin noch keine abschließende Verständigung über die Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen für vollständig geimpfte Bürgerinnen und Bürger getroffen wurde, ist bedauerlich“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der „Rheinischen Post“.Zwar diskutierten Kanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs am Montagnachmittag bei ihrem Treffen auch über Regelungen für vollständig Geimpfte und Genesene, es gab aber wie erwartet keine Beschlüsse. Der geplanten Verordnung müssen Bundestag und Bundesrat zustimmen, wie Merkel erläuterte. + Kommunen und Landkreise vermissen nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern Ergebnisse zum Umgang mit Geimpften. © Michael Kappeler / picture alliance / dpaNiedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich gegen eine schnelle Rücknahme von Corona-Beschränkungen für bereits Geimpfte ausgesprochen. „Solange wir noch nicht allen Menschen ein Impfangebot machen können, sollten wir eine unterschiedliche Behandlung von geimpften und noch nicht geimpften Menschen so weit wie möglich vermeiden“, sagte der SPD-Politiker am Montagabend nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern. Wo möglich, sollten deswegen sichere Alternativen auch für negativ-getestete Menschen eröffnet werden. „In anderen Bereichen werden dagegen meines Erachtens geimpfte Menschen auch weiterhin um Rücksicht auf diejenigen gebeten werden müssen, die noch auf ihre Impfung warten.“Solange wir noch nicht allen Menschen ein Impfangebot machen können, sollten wir eine unterschiedliche Behandlung von geimpften und noch nicht geimpften Menschen so weit wie möglich vermeiden.Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD)„Ich habe großen Respekt vor dem Zündstoff, der mit dieser Frage in Verbindung steht“, sagte Weil. Der Umgang mit Geimpften und Nicht-Geimpften sei noch nicht durchbuchstabiert. Die Frage müsse aber intensiv diskutiert werden, um eine weitere Spaltung der Gesellschaft zu vermeiden. „Es kann sicherlich Einvernehmen darüber erzielt werden, dass geimpfte Menschen mindestens so viele Rechte haben sollen wie negativ-getestete Menschen – beispielsweise bei der Einreise, dem Friseurbesuch oder anderen Anlässen“, sagte Weil. „Geimpfte sind in jedem Fall negativ-getesteten Menschen gleichzustellen.“ + Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich gegen eine schnelle Rücknahme von Corona-Beschränkungen für bereits Geimpfte ausgesprochen.© Moritz Frankenberg / picture alliance / dpaAußerdem stellte Weil sich gegen ein schnelles Aufheben der Impfpriorisierung. „Wie vieles andere auch, hängt die Aufhebung der Impfpriorisierung ab von der Menge an Impfstoff, die zur Verfügung stehen wird. Ich bin aber zuversichtlich, dass eine Aufgabe der Priorisierungen Anfang Juni möglich sein wird.“ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärte offiziell nach dem Impf-Gipfel in Berlin, dass die bislang geltende Impfpriorisierung im Juni fällt.Entscheidung über Beschränkungen für Geimpfte soll Ende Mai fallenGesundheitsminister Jens Spahn trat am Montagabend in einem ARD-„Extra“ dem Eindruck entgegen, dass es keinen Zeitplan gebe. Nach den Worten des CDU-Politikers soll bis Ende Mai entschieden sein, inwieweit gegen das Coronavirus Geimpfte weiterhin mit Beschränkungen belegt werden. „Hierzu wird die Bundesregierung nächste Woche einen Vorschlag machen und der Bundesrat wird dazu am 28. Mai dann final entscheiden. Also, es gibt einen Zeitplan.“ + Nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn soll bis Ende Mai entschieden sein, inwieweit gegen das Coronavirus Geimpfte weiterhin mit Beschränkungen belegt werden.© Kay Nietfeld / picture alliance / dpaNach einem Eckpunktepapier der Bundesregierung vom Wochenende könnten Geimpfte und Genesene etwa beim Zugang zu Geschäften und Dienstleistungen wie Friseuren dieselben Ausnahmen bekommen, die für negativ Getestete gelten. Maskenpflicht und Abstand sollten aber auch für Geimpfte, Genesene und Getestete noch länger gelten.Es ist richtig, wenn schnell überall dort, wo bereits ein negativer Antigentest ausreicht, dies auch für Geimpfte und Genesene gilt. Gerade für den Einzelhandel und die Gastronomie wäre damit endlich eine Perspektive verbunden.Landkreistagspräsident Reinhard SagerAuch der Landkreistag hätte sich ein klareres Ergebnis von der Videokonferenz gewünscht. „Es ist richtig, wenn schnell überall dort, wo bereits ein negativer Antigentest ausreicht, dies auch für Geimpfte und Genesene gilt. Gerade für den Einzelhandel und die Gastronomie wäre damit endlich eine Perspektive verbunden“, sagte Landkreistagspräsident Reinhard Sager den Zeitungen der Funke Mediengruppe.Tourismusbranche hofft auf Lockerungen für Geimpfte in der UrlaubssaisonAuch die Tourismusbranche in Niedersachsen hofft nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern auf Lockerungen für Geimpfte in der Urlaubssaison. Wenn ein großer Teil der Bevölkerung die Impfung habe, „dann gibt es überhaupt keinen Grund, Beschränkungen aufrechtzuerhalten“, sagte der Vorsitzende des niedersächsischen Tourismusverbandes, Sven Ambrosy, der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann erklärte, in der niedersächsischen Corona-Verordnung gebe es bereits „gewisse Erleichterungen“ für Geimpfte.Wenn die Impfkampagne allerdings weiter so gut läuft, sollten wir uns gerade mit Blick auf den Sommer auch mit dem Thema Urlaub für Geimpfte auseinandersetzen.Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU)„Wenn die Impfkampagne allerdings weiter so gut läuft, sollten wir uns gerade mit Blick auf den Sommer auch mit dem Thema Urlaub für Geimpfte auseinandersetzen“, sagte der CDU-Politiker dem Blatt. Bis dahin solle jedem ein Impfangebot gemacht werden. Der CDU-Fraktionschef im Landtag, Dirk Toepffer, sprach sich dafür aus, Sommerurlaub für geimpfte Menschen möglich zu machen. Es sei der richtige Zeitpunkt, den Menschen in den Tourismusgebieten zu helfen.Der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Städtetags, Jan Arning, sagte der Zeitung, die von der Pandemie erheblich belastete Bevölkerung brauche kurzfristig eine deutliche Perspektive für die Sommerferien: „Auch die Tourismus-Kommunen sowie die Vermieter, die keinen Anspruch auf Entschädigungszahlungen haben, sind dringend hierauf angewiesen.“Landrat spricht von tragischem Fall nach Impfung mit KochsalzlösungNachdem eine Mitarbeiterin des Impfzentrums in Friesland eingeräumt hat, Spritzen statt mit Biontech-Impfstoff nur mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben, läuft die Aufarbeitung des Falles. Am Sonntag war bekannt geworden, dass die Impfzentrums-Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Schortens eingeräumt hatte, sechs Spritzen statt mit Impfstoff nur mit Kochsalzlösung gefüllt zu haben. Nach Behördenangaben war ihr beim Anmischen des Vakzins ein Fläschchen mit Biontech heruntergefallen, was sie vertuschen wollte. + Eine Mitarbeiterin des Impfzentrums Landkreis Friesland soll in sechs Fällen Biotech-Impfstoff durch eine Kochsalzlösung ausgetauscht haben.© Mohssen Assanimoghaddam / picture alliance / dpaMitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises seien seit Sonntag dabei, die möglichen Betroffenen telefonisch über den Vorfall zu informieren, sagte die Sprecherin. Nach aktuellem polizeilichem Ermittlungsstand sei weiterhin davon auszugehen, dass es sich hier um das einmalige Handeln einer einzelnen Person handle, sodass keine weiteren Impfungen davon betroffen seien. Für die sechs Menschen, die die Spritzen bekamen, besteht nach Behördenangaben keine Gesundheitsgefährdung. Die Kochsalzlösung dient zum Verdünnen des eigentlichen Impfstoffes und ist als Substanz unschädlich.Landrat Sven Ambrosy hat von einem tragischen Fall gesprochen. „Von einer examinierten Krankenschwester kann erwartet werden, auch unter Druck richtige Entscheidungen zu treffen“, sagte der SPD-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Ihr Motiv war klar, den Vorfall zu vertuschen.“ Unterdessen gehen auch die Ermittlungen der Polizei weiter. Es gehe weiterhin um ein mögliches Körperverletzungsdelikt, sagte eine Polizeisprecherin in Wilhelmshaven. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg prüfe auch die strafrechtliche Relevanz des Falles. (Mit Material der dpa)Dies ist die Fortsetzung des Coronavirus-Tickers für Niedersachsen. Rubriklistenbild: © Michael Kappeler / picture alliance / dpa

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