Deutsch Nachrichten Corona-Pandemie: Wann öffnen Kinos wieder? Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Am 1. März dürfen Friseure wieder Kunden empfangen. Doch wie sieht die Öffnungsperspektive für Kinos aus? Filmproduzent Martin Moszkowicz hat Vorschläge, wie das funktionieren könnte.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Am 1. März dürfen Friseure wieder Kunden empfangen. Doch wie sieht die Öffnungsperspektive für Kinos aus? Filmproduzent Martin Moszkowicz hat Vorschläge, wie das funktionieren könnte.

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23 Februar 2021 - 14:45

Aktuelle Nachrichten ! Am 1. März dürfen erste Branchen wieder Kunden empfangen. Doch wie sieht die Öffnungsperspektive für Kinos aus? Endlich wieder einen Film im Kino schauen - davon träumen Zuschauer, Kinobetreiber und Filmverleiher. Filmproduzent Martin Moszkowicz hat Vorschläge, wie das funktionieren könnte. Filmschaffende und Kinobetreiber in Deutschland hoffen auf eine klare Ansage der Politik und wünschen sich, dass die Kinos an Ostern wieder öffnen dürfen. Mit Hygienekonzepten und Schnelltests könnte dies umsetzbar sein. Die Branche leidet unter dem Lockdown, Experten glauben dennoch nicht an ein „Kinosterben“. Die Kinobetreiber in Deutschland hoffen auf eine baldige Perspektive für ihre Filmtheater. Die Häuser sind wegen der Pandemie seit rund drei Monaten wieder geschlossen. In einem Brief appellierten mehrere Filmverbände an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten, die sich am Mittwoch erneut zu Beratungen zusammenschalten wollen.Die Filmwirtschaft brauche - wie die gesamte Kultur - dringend ein Signal, wann es wieder losgehen könnte. Auch wenn zum jetzigen Zeitpunkt noch keine weiteren Lockerungen möglich seien, benötige der Markt «dringend Planungsparameter», fordern die Verbände. „Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, wäre für uns eine Öffnung zu Ostern sehr wichtig.“Vertreter der Kino- und Verleihverbände„Sofern sich die positive Entwicklung des Infektionsgeschehens fortsetzt und die Pandemie auch mit Mutationen beherrschbar bleibt, wäre für uns eine Öffnung zu Ostern sehr wichtig“, heißt es in dem Schreiben mehrerer Kino- und Verleihverbände.„Wir verstehen die Notwendigkeit, Schulen und Kitas trotz aller damit verbundenen Gefahren als Erstes zu öffnen“, heißt es in dem Brief. Sollten Handel und Gastronomie aber vor Kulturorten mit ihren bewährten Hygienekonzepten öffnen dürfen, sei das aus ihrer Sicht „nicht begreiflich und auch rechtlich äußerst fragwürdig“.Wann öffnen Kinos?In dem Schreiben fordern die Verbände - darunter der HDF Kino und die AG Kino - auch eine einheitliche Strategie der Bundesländer. Die Branche hat schon mehrfach einen einheitlichen Öffnungstermin für die Kinos in Deutschland gefordert, damit es sich für Verleiher auch eher lohnt, einen neuen Film anlaufen zu lassen.Auch der Münchner Filmproduzent Martin Moszkowicz macht sich für baldige Kinoöffnungen stark - mit Hygienekonzepten und mit Schnelltests für die Besucher. „Wir testen jede Woche tausende von Mitarbeitern, damit fahren wir bislang sehr gut. Wir haben keinen größeren Ausbruch an einem unserer Drehorte gehabt“, sagte der Chef der Constantin Film der Deutschen Presse-Agentur in München auch mit Blick auf mögliche Selbsttests für zu Hause.15 Kinofilme stehen in den Startlöchern Die Produktions- und Verleihfirma Constantin Film konnte ebenso wie andere Firmen viele Filme nicht an den Start bringen, weil die Kinos seit November geschlossen sind. In den Startlöchern stehen 15 Kinofilme, unter anderem „Ostwind - Der große Orkan“ (25. März), „After Love“ und die Krimikomödie „Kaiserschmarrndrama“ (5. August).Währenddessen erfreuen sich Streamingdienste großer Beliebtheit. Könnten Kinos deshalb dauerhaft Zuschauer verlieren? „Ich glaube, dass das Kino eine gute und erfolgreiche Zukunft hat“, sagt Moszkowicz. „Das Kinoerlebnis ist einzigartig.“ Filme im Stream oder auf DVD könnten damit nicht wetteifern und seien keine natürlichen Konkurrenten. Außerdem gebe es Untersuchungen: Wer viel im Stream ansehe, gehe auch häufiger ins Kino. „Wenn die Kinos wieder aufmachen, werden die Menschen eine große Sehnsucht danach haben.“Disney hat seinen eigenen Streamingdienst gestartet und will Netflix, Amazon Prime und Co. damit an den Kragen.

. © imagoAllerdings: „Wir werden sicher eine Reihe von Filmtheatern verlieren“, prognostiziert der Produzent und Verleiher. Treffen werde es vor allem Häuser, die schon vorher Probleme hatten. „Die Pandemie beschleunigt eine Entwicklung, die sonst noch vielleicht ein paar Jahre gedauert hätte.“ Auch sonst werde sich vieles verändern. „Es ist naiv, anzunehmen, dass wir in absehbarer Zeit wieder voll besetzte Kinosäle haben werden“, sagte Moszkowicz. Bevor die Kinos ihre Säle aber nicht zu mindestens 50 Prozent besetzen könnten, werde es bundesweit wohl keine großen Filmstarts geben.„Dass 2020 für die Kinos dramatisch sein würde, hat sich schon beim ersten Corona-Lockdown Mitte März angekündigt.“Filmförderungsanstalt (FFA)Die Pandemie hat die Besucherzahlen deutscher Kinos dramatisch einbrechen lassen. Im vergangenen Jahr wurden rund 38,1 Millionen Tickets verkauft - etwa 80,5 Millionen weniger als noch ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von rund 68 Prozent, wie aus Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin hervorgeht. „Dass 2020 für die Kinos dramatisch sein würde, hat sich schon beim ersten Corona-Lockdown Mitte März angekündigt“, heißt es in der am Dienstag veröffentlichten Analyse.Die Kinos waren schon im Frühjahr 2020 mehrere Wochen geschlossen, wegen der Abstandsregeln durften auch im Sommer und Herbst nur deutlich weniger Besucher in die Kinosäle. Seit November sind Filmtheater und andere Einrichtungen bundesweit wieder dicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.Kinozahlen im Jahr 2020Kinospielstätten in Deutschland1.728Kinostandorte940Gesamtzahl der Kinositzplätze793.600 StückKinobesucher 38,1 MillionenQuelle: Filmförderungsanstalt (FFA)Im vergangenen Jahr machten die Kinos entsprechend weniger Umsatz. Sie nahmen laut Erhebung rund 318 Millionen Euro ein - etwa 69 Prozent weniger als noch im Jahr 2019. Damals hatten die Kinos mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. Dank Blockbustern waren die Besucherzahlen wieder gestiegen.Auch diesmal hätten große Produktionen auf die Leinwand kommen sollen. Wegen der Pandemie wurde aber zum Beispiel der Start des neuen „James Bond“-Films erneut verschoben. „Keine Zeit zu sterben“ soll nach jetziger Planung im Herbst 2021 anlaufen. Noch ist unklar, wie lange die deutschen Kinos geschlossen bleiben.Sechs Kinos weniger als im Jahr zuvor Aus den Zahlen der Filmförderungsanstalt ist noch nicht ersichtlich, wie gut oder schlecht die jeweiligen Kinos durch die Krise kommen. Droht eine Pleitewelle oder können die Betreiber mit Rücklagen, Kurzarbeitergeld und Hilfsgeldern durch die Zeit kommen?Die Zahl der Kinounternehmen hat sich laut FFA-Statistik im Jahresvergleich bisher nicht verändert. Bei den Spielstätten gibt es unter dem Strich sechs weniger als ein Jahr zuvor - insgesamt sind es 1728. Die Zahl der Kinosäle sank um 35 auf insgesamt 4926. Die Analyse verweist darauf, dass weitere Veränderungen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt werden können. Grund ist die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht. Rubriklistenbild: © Steffi Adam via www.imago-images.de

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