Deutsch Nachrichten Gegrillt und weg: Keine Zukunft für Einweg-Grills im Bremer Grün Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Das Thema Einweg-Grills kehrt mit den warmen Temperaturen zurück in die Diskussion. Der Bremischen Bürgerschaft liegen zwei Anträge für ein Verbot zum Schutz der Umwelt vor.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Das Thema Einweg-Grills kehrt mit den warmen Temperaturen zurück in die Diskussion. Der Bremischen Bürgerschaft liegen zwei Anträge für ein Verbot zum Schutz der Umwelt vor.

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23 Februar 2021 - 16:00

Aktuelle Nachrichten ! Das Thema Einweg-Grills kehrt mit den warmen Temperaturen zurück in die Diskussion. Der Bremischen Bürgerschaft liegen zwei Anträge für ein Verbot zum Schutz der Umwelt vor. Verschiedene Fraktionen haben Anträge zum Thema Einweg-Grills in die Bremische Bürgerschaft eingebracht.Einweg-Grills werden kritisiert, da sie der Umwelt schaden können und Müll produzieren.Der Müll in den Bremer Grünanlagen ist insbesondere in den Sommermonaten immer wieder ein Problem. Bremen - Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung der Bremischen Bürgerschaft steht ein Thema, das mit den steigenden Temperaturen regelmäßig diskutiert wird. Seit Jahren. Es geht um den vermeintlich praktischen, aber der Umwelt nicht unbedingt zugute kommenden und nicht alternativlosen Einweg-Grill. Auf der Agenda steht das Thema gleich zweimal. Einmal soll es um einen Antrag aus dem Dezember der Fraktionen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen gehen. Der zweite Antrag stammt aus dem Januar dieses Jahres und wurde von der CDU zur Diskussion gestellt. Worum geht es?Bundesland:BremenEinwohner:567.559 (31. Dez. 2019)Fläche:325,56 km2Stadtgliederung:5 StadtbezirkeBürgermeister:Andreas Bovenschulte (SPD) Der Antrag der Fraktionen SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen ist auf Anfang Dezember 2020 datiert. Darin gefordert wird „Einweggrills aus dem öffentlichen Raum [zu] verbannen“. Argumentiert wird damit, dass das Grillen auf öffentlichem Grund auch eine soziale Funktion habe. Viele Menschen hätten keine Gärten, daher sei es wichtig, die Möglichkeit des Grillens auf öffentlichen Flächen zu erhalten. Der Antrag richtet sich demnach nicht gegen das Grillen an sich. Das fordern SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Einweg-GrillsGleichzeitig wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Gefahr durch offenes Feuer minimiert werden müsse. „Dabei geraten insbesondere Einweggrills, die direkt auf dem Boden aufliegen, ins Blickfeld“, heißt es in der Schrift. Sie seien nur scheinbar praktisch, da sie günstig zu kaufen, leicht zu transportieren und flexibel einsetzbar sind. die Kritikpunkte sind nun aber, dass sie neben negativen gesundheitlichen Folgen auch schlecht für die Umwelt seien. „Untersuchungen, welche Schadstoffe bei der Verwendung der Einweggrills auf das Grillgut übertragen werden, wiesen auf krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) hin. Zudem lagert sich oftmals Aluminium an dem Grillgut ab.“ + Praktisch ist der Einweg-Grill, für die Umwelt aber schädlich. Insbesondere dann, wenn er einfach liegengelassen wird.© Sebastian Kahnert / picture alliance / dpaIn den vergangenen Jahren sei oftmals das Grillen grundsätzlich untersagt worden, da die Trockenheit und damit die Brandgefahr zunimmt, heißt es dort weiter. Durch die nur einmalige Nutzbarkeit der Grills produzierten diese zudem unnötigen Müll, der teilweise nicht richtig entsorgt wird. Die Fraktionen formulieren daher klar, dass ein „Verbot von Einweggrills im öffentlichen Raum somit einen Beitrag zum Umweltschutz“ leisten könne.Ein Verbot von Einweggrills im öffentlichen Raum kann somit einen Beitrag zum Umweltschutz leisten“Antrag der Fraktionen der SPD, Die Linke und Bündnis 90/Die GrünenGrills sollten nur noch auf öffentlichen Flächen genutzt werden dürfen, sofern keine Brandgefahr für den Bodenbereich bestünde. Neben Einweg-Grills solle daher auch das Grillen unter Baumkronen verboten werden. „Eine ordnungsgemäße Entsorgung von Grillutensilien ist ebenso wie eine Nichtbeeinträchtigung Dritter sicherzustellen“, heißt es weiter.

. Konkret gefordert wird vom Bremer Senat, der Stadtbürgerschaft bis zum 31. März 2021 eine gesetzliche Regelung zur Beschlussfassung vorzulegen, die die Benutzung von Grillgeräten auf öffentlichen Flächen regelt. Die CDU will auf mehr Umweltbildung und weitere öffentliche Plätze setzenDatiert auf den 26. Januar hat in diesem Jahr auch die Fraktion der CDU einen Dringlichkeitsantrag eingereicht. Auch die Christdemokraten beziehen sich in den einleitenden Worten auf die soziale Funktion des Grillens an öffentlichen Plätzen, da viele Bürger nicht die Möglichkeit hätten, es im eigenen Garten oder auf einer Terrasse zu tun. Verbunden mit dem Grillen auf öffentlichen Plätzen sei der deutliche Trend zu Einweg-Grills. Auch hier wird auf die Gefahr für die Grasnarbe hingewiesen und die bedenkliche Nutzung von Aluminium für einige dieser Grills. Auch würde der Müll nicht selten einfach liegengelassen. Auch der CDU geht es daher nicht um das Grillen auf öffentlichen Plätzen an sich. Schon der Titel des Abtrags erklärt, dass es darum gehen soll, Alternativen zu Einweg-Grills zu schaffen. + Auf der Tagesordnung der Bremischen Bürgerschaft steht aktuell wieder das Thema „Einweg-Grill“.© Klaus-Dietmar Gabbert / picture alliance / dpa / dpa-ZentralbildDer Antrag der CDU erläutert, dass eine unsachgemäße Nutzung dieser Grills bereits verboten sei, da das Bremische Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege festgelegt, dass sich in den Grünanlage so zu verhalten sei, dass die „Anlage und ihre Bestandteile und Einrichtungen nicht beschädigt, verunreinigt,verändert oder zweckentfremdet werden.“ Ein generelles Verbot dieser Grills sei damit aber nicht ausgesprochen. Die sachgemäße Nutzung würde nicht direkt zu Umweltschäden führen. Die Stadtreinigung stelle im Sommer zudem zusätzliche Müllbehälter auf und führt Reinigungsgänge durch. Bislang seien die Probleme aber nicht gelöst worden. Die Christdemokraten erklären das Thema „umweltfreundliches Grillen“ in dem Antrag auch zu einer Frage der Umweltbildung. Die Stadt solle Angebote zu solchen Bildungsmaßnahmen fördern und soziale Teilhabe für alle ermöglichen. Beispiele aus anderen Städten könnten übernommen werden, verwiesen wird hier auf „Grill-Scouts“ aus Köln. + Oft wird der Einweg-Grill nach der Benutzung im Grünen liegen gelassen. © Matthias Balk / picture alliance / dpaNeben Bildungsangeboten fordert die CDU jedoch auch, dass weitere öffentliche Grillflächen ausgewiesen und öffentliche Grillanlagen aufgestellt werden, um die Nachfrage nach Einweg-Grills einzudämmen. Wichtig sei allerdings auch, so heißt es weiter, dass bereits bestehende Regelungen eingehalten werden. Diese „nützen der Umwelt und dem Klimaschutz wenig, wenn die Kontrollen nicht stattfinden und Bußgelder keine hinreichende Wirkung erzeugen.“Konkret fordert die CDU also vom Senat, mögliche weitere Grillflächen zu prüfen, mit der Stadtreinigung über Grill-Scouts zu sprechen, zu prüfen, inwieweit öffentliche Grillanlagen umsetzbar sind, personelle Kapazität beim Allgemeinen Ordnungsdienst sicherzustellen, um besser kontrollieren zu können, Bußgelder anzuheben und „der städtischen Deputation für Klima, Umwelt, Landwirtschaft und Tierökologie spätestens drei Monate nach der Beschlussfassung schriftlich über die Ergebnisse der Prüfung und das weitere konkrete Vorgehen zu berichten.“Kritik an fehlenden Kontrollen und Scouts gegen Müll gab es bereitsAm Werdersee beispielsweise gab es bereits Scouts, die sich dem Thema Müll angenommen hatten. Geschickt hat sie der Verein „Dein Werdersee“, der jahrelang gegen die Vermüllung in den Grünanlagen vorgegangen war. Die Scouts haben Müll eingesammelt, aber auch Menschen auf die Möglichkeiten hingewiesen, ihren Abfall zu entsorgen, bevor dieser liegen blieb oder unsachgerecht entsorgt wurde. Gleichzeitig kritisierte der Verein die fehlenden Kontrollen. 2018 sagte der Vorsitzende des Vereins, Gerhard Bomhoff, dem Weser Report, die Arbeit gegen die Vermüllung sei ein „Kampf gegen Windmühlen“. Unklar war zu diesem Zeitpunkt auch, wie die Scouts im darauffolgenden Jahr hätten finanziert werden können. 2019 hat sich der Verein schließlich aufgelöst. Rubriklistenbild: © Klaus-Dietmar Gabbert / picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild

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