Letz Nachrichten EU-Kommission: Apple betreibt unfairen Wettbewerb Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission wirft Apple unfairen Wettbewerb in seinem App Store auf iPhone und iPad vor. Apple benachteilige andere Anbieter von Musikstreaming-Apps, erklärte...

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Deutsch-Nachrichten.Com - Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission wirft Apple unfairen Wettbewerb in seinem App Store auf iPhone und iPad vor. Apple benachteilige andere Anbieter von Musikstreaming-Apps, erklärte...

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30 April 2021 - 13:00

Aktuelle Nachrichten ! Br?ssel?(dpa) - Die EU-Kommission wirft Apple unfairen Wettbewerb in seinem App Store auf iPhone und iPad vor. Apple benachteilige andere Anbieter von Musikstreaming-Apps, erkl?rte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager heute nach einer Beschwerde des Marktf?hrers Spotify. Die Br?sseler Beh?rde geht unter anderem dagegen vor, dass die Verk?ufe von Abos in den Apps ?ber Apples Bezahlplattform abgewickelt werden m?ssen. Dabei beh?lt der Konzern 30 oder 15 Prozent der Einnahmen ein. Setzt sich die EU-Kommission durch, w?rde dies das Gesch?ftsmodell von Apple f?r den App Store auch bei anderen Diensten infrage stellen.Die Wettbewerbsh?ter zeigten sich besorgt, dass Nutzer von Apple-Ger?ten h?here Preise f?r Musikstreaming-Abos bezahlen m?ssten oder einige Abonnements nicht in ihren Apps kaufen k?nnten. Sie kamen in ihren vorl?ufigen Feststellungen auch zu dem Schluss, dass Apple eine dominierende Marktposition beim Vertrieb von Musikstreaming-Anwendungen im App Store habe. Der Konzern sei zugleich ?Torw?chter? und Konkurrent mit seinem eigenen Dienst Apple Music, betonte Vestager.Apple konterte: ?Die Argumentation der Kommission zugunsten von Spotify ist das Gegenteil von fairem Wettbewerb.? Spotify wolle ?alle Vorteile des App Stores nutzen und meint, daf?r nichts zahlen zu m?ssen?. Spotify begr??te die Entscheidung der Kommission. Dies sein ?ein entscheidender Schritt, um Apple f?r wettbewerbswidriges Verhalten zur Verantwortung zu ziehen?.Apple nimmt seit dem Start der Download-Plattform 2008 grunds?tzlich eine Abgabe von 30 Prozent auf Einnahmen mit digitalen Artikeln oder Dienstleistungen wie Abos. Bei l?nger als ein Jahr laufenden Abos sinkt die Kommission auf 15 Prozent - und seit kurzem auch f?r Entwickler, die weniger als eine Million Dollar pro Jahr einnehmen. Die Untersuchung der Kommission wurde von einer Beschwerde des Musikstreaming-Marktf?hrers Spotify angesto?en, der mit Apple Music konkurriert. Spotify findet es unfair, dass f?r Apple beim gleichen Abo-Preis wegen der App-Store-Abgabe mehr Geld ?brig bliebe.Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die meisten Streaming-Anbieter die Geb?hr an ihre Kunden mit h?heren Preisen weiterreichten. Spotify etwa bot eine Zeit lang seine Abos in der iPhone-App f?r 12,99 statt 9,99 Euro pro Monat an. Schon vor einigen Jahren ging der Dienst aber dazu ?ber, stattdessen iPhone-Kunden das Abonnement ?ber eine Website zu verkaufen, um der Geb?hr zu entgehen. Auch der Videostreaming-Dienst Netflix geht diesen Weg.

. Apple kontert, es w?rde zum Beispiel auch kein Elektronik-Markt Werbung eines Konkurrenten neben den eigenen Preisschildern zulassen. Der iPhone-Konzern verweist auch darauf, dass Spotify seit dem Ausstieg aus In-App-K?ufen 2016 mehr als 100 Millionen Abo-Kunden gewonnen habe. Au?erdem gebe Spotify die Senkung der Geb?hr von 30 auf 15 Prozent nicht an die Kunden weiter.Spotify ist die klare Nummer 1 im Musikstreaming-Gesch?ft vor Apple. Der in Schweden beheimatete Anbieter hatte zum Ende des vergangenen Quartals 356 Millionen Nutzer, von denen 156 Millionen zahlende Abo-Kunden sind. Der iPhone-Konzern hatte in seinem Dienst Apple Music im Sommer 2019 mehr als 60 Millionen Abo-Kunden - und nannte seitdem keine neuen Zahlen. Apple verzichtet anders als Spotify auf eine Gratis-Version.Neben dem Spotify-Fall stehen schon l?nger Vorw?rfe von Banken im?Raum, die sich bei?kontaktlosem?Bezahlen benachteiligt sehen. Sie kritisieren unter anderem, dass sie nicht an Apple vorbei auf den sogenannten NFC-Chip zugreifen k?nnten. Apple Pay ist der einzige Weg, um auf iPhones Zugriff auf den NFC-Chip zu bekommen, ?ber den man das Telefon an der Ladenkasse statt einer Bankkarte einsetzen kann. Apple sieht das als technische L?sung, um die Sicherheit der Zahlungen zu gew?hrleisten und versichert, dass jeder, der Zugang zu Apple Pay wolle, ihn auch bekomme.Die EU-Wettbewerbsh?ter nehmen schon seit Jahren amerikanische Technologie-Plattformen unter die Lupe. Gegen Google verh?ngte Vestager in drei Verfahren Bu?gelder von insgesamt 8,25 Milliarden Dollar. Dabei ging es unter anderem um das Smartphone-System Android und die Shopping-Suche mit Artikel-Angeboten. Bei Amazon geht die Kommission der Frage nach, ob der Konzern auf unfaire Weise mit anderen H?ndlern konkurriert, die seine Plattform nutzen. Nach dem vorl?ufigen Ergebnis von Untersuchungen der EU-Kommission missbraucht das amerikanische Unternehmen seine Marktmacht und verst??t damit gegen Kartellvorschriften.Wenn Unternehmen gegen die Wettbewerbsvorschriften der EU versto?en, riskieren sie Geldbu?en von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes. Das Problem bei solchen Strafen ist jedoch: Sie werden erst nach jahrelanger Untersuchung verh?ngt und gehen danach oft weitere Jahre durch Gerichtsinstanzen. M?gliche Konkurrenten existieren dann vielleicht nicht mehr.? dpa-infocom, dpa:210430-99-416320/3

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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