Letz Nachrichten EU-Partner verteilen Corona-Impfstoff um Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Brüssel (dpa) - Deutschland und andere Staaten spenden einigen östlichen EU-Partnern gut 2,8 Millionen Dosen Corona-Impfstoff, damit sie in der Impfkampagne nicht abgehängt werden....

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Deutsch-Nachrichten.Com - Brüssel (dpa) - Deutschland und andere Staaten spenden einigen östlichen EU-Partnern gut 2,8 Millionen Dosen Corona-Impfstoff, damit sie in der Impfkampagne nicht abgehängt werden....

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02 April 2021 - 18:00

Aktuelle Nachrichten ! Br?ssel (dpa) - Deutschland und andere Staaten spenden einigen ?stlichen EU-Partnern gut 2,8 Millionen Dosen Corona-Impfstoff, damit sie in der Impfkampagne nicht abgeh?ngt werden. ?sterreich, Tschechien und Slowenien machen nicht mit. Dies ist das Ergebnis wochenlanger Verhandlungen der 27 EU-Staaten und eines vom ?sterreichischen Kanzler Sebastian Kurz angefachten Grundsatzstreits ?ber die Impfstoff-Verteilung. Am Ende stand eine pragmatische L?sung. Aber auch eine Menge ?rger, vor allem ?ber Kurz.Der 34-j?hrige Regierungschef hatte das Thema Mitte M?rz gesetzt. Recherchen des Kanzleramts h?tten ergeben, dass der Impfstoff in der EU ungleich verteilt sei, es gebe offenbar Nebenabsprachen. Von einem Basar war die Rede. Von drohenden politischen Spannungen in der EU. Kurz holte f?nf weitere Staats- und Regierungschefs an Bord, seine Amtskollegen aus Bulgarien, Kroatien, Lettland, Slowenien und Tschechien. Gemeinsam verlangten sie Korrekturen.Tats?chlich gibt es eine Unwucht - in einigen EU-Staaten ist der Corona-Impfstoff noch deutlich knapper als etwa in Deutschland. Das liegt daran, dass nicht alle Staaten immer ihr ganzes Kontingent an den von der EU zentral beschafften Impfstoffen genutzt haben.Grunds?tzlich gilt: Jeder der 27 Staaten hat Anspruch auf einen Anteil nach Bev?lkerungsst?rke. Sch?pft ein Land dies nicht aus, k?nnen andere EU-Staaten diese Mengen aufkaufen. Einige Regierungen setzten besonders auf Astrazeneca und sind nun wegen Lieferproblemen im Nachteil. ?sterreich bestellte weniger von Johnson & Johnson und bef?rchtet k?nftige L?cken - liegt bisher beim Impfen aber recht gut.Ausgleich soll ein Sonderkontingent von zehn Millionen Dosen Biontech/Pfizer-Impfstoff bringen, das im zweiten Quartal zus?tzlich kommen soll. ?ber die gerechte Verteilung dieser Menge stritten die 27 Staaten nun zwei Wochen lang - unter anderem stundenlang beim EU-Gipfel vorige Woche. Sie kann einigen kleinen EU-Staaten mit wenigen Einwohnern sp?rbar helfen. Allerdings ist sie im Vergleich zur erwarteten Gesamtlieferung von 360 Millionen Impfdosen f?r die EU im zweiten Quartal schon eher klein. Eine Einigung sollte eigentlich kein diplomatisches Meisterwerk erfordern - sollte man meinen. Tats?chlich aber br?teten die EU-Botschafter am Mittwoch und Donnerstag zweimal ?ber komplexen Rechenmodellen. Die portugiesische EU-Ratspr?sidentschaft schlug vor, drei der zehn Millionen Impfdosen f?r sechs besonders bed?rftige L?nder zu reservieren: Bulgarien, Kroatien, Estland, Lettland, die Slowakei und Tschechien. Die ?brigen sieben Millionen Impfdosen sollten wie ?blich nach Bev?lkerungsanteil unter allen 27 Staaten verteilt werden.Damit waren ?sterreich, Tschechien und Slowenien aber nicht einverstanden und scherten aus. Und so hie? es am Donnerstagabend: 24 zu drei.

. Estland und Lettland bedankten sich am Freitag auch ausdr?cklich f?r die Unterst?tzung und Solidarit?t. Deutschland verzichtet nach diesem Modell immerhin auf rund 500.000 Impfdosen. ?sterreich, Tschechien und Slowenien bekommen dagegen ihren vollen Anteil an den zehn Millionen Dosen nach Bev?lkerungsst?rke - aber auch nicht mehr.F?r ?sterreich rechnet sich das. Kurz erkl?rte in Wien, sein Land bekomme nun 199.000 Impfdosen statt 139.000, das sei ?ein solides Ergebnis?. Der Grund f?r die Ablehnung sei, dass Tschechien nicht die n?tigen Impfdosen erhalte, f?hrte der Kanzler aus. Ausgerechnet das von der Pandemie schwer getroffene Land bekomme als einziges keine zus?tzlichen Impfdosen, erg?nzte Kurz am Freitag. Deshalb werde ?sterreich Tschechien nun bilateral mit 30.000 Impfdosen helfen.Allerdings w?re Tschechien wohl mit dem portugiesischen Vorschlag besser gefahren, denn er sah eine Extrazuteilung f?r Prag vor, die nun wegf?llt. Das Land h?tte rund 310.000 Impfdosen bekommen k?nnen, statt jetzt rund 239.000. Warum Tschechien beim EU-Deal nicht einschlug, blieb zun?chst r?tselhaft. Premier Andrej Babis ?u?erte sich am Freitag verbittert. ?Solidarit?t gibt es nur in den Erkl?rungen f?r die Medien, bei den Verhandlungen hinter verschlossenen T?ren existiert sie nicht?, sagte Babis der Agentur CTK. Er ?u?erte die Vermutung, bei den Verhandlungen habe der Wunsch ?berwogen, Kanzler Kurz abzustrafen.Vor Wochen hatte der Kanzler verk?ndet, er werde sich beim Impfstoff nicht mehr auf die EU verlassen, dann reiste er PR-wirksam zum Schmieden einer Impfallianz nach Israel. Schlie?lich k?ndigte er den Kauf des russischen Vakzins Sputnik V an. In Br?ssel sieht man dies mit Befremden, zumal es zur Forderung nach EU-Solidarit?t nicht ganz zu passen scheint. Ein EU-Diplomat machte sich recht undiplomatisch Luft: ?In dem Robin-Hood-Kost?m von Kurz und seinen beiden Freunden steckte dann doch nur wieder der finstere Sheriff von Nottingham. Sie nehmen Impfstoffe, teilen aber keine Impfstoffe.?? dpa-infocom, dpa:210402-99-67888/2

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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