Letz Nachrichten Experte zu Rentendebatte: Demografischer Wandel ist da Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin (dpa) - Wissenschaftler haben die Politik aufgefordert, vor den Problemen bei der Finanzierung der Rentenversicherung nicht die Augen zu verschließen. «Der demografische...

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09 Juni 2021 - 01:45

Aktuelle Nachrichten ! Berlin (dpa) - Wissenschaftler haben die Politik aufgefordert, vor den Problemen bei der Finanzierung der Rentenversicherung nicht die Augen zu verschlie?en. ?Der demografische Wandel ist eben da?, sagte Axel B?rsch-Supan, bei dem die Federf?hrung eines Gutachtens des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium lag, der eine Anhebung des Renteneintrittsalters auf 68 Jahre empfiehlt. Der ?konom Bernd Raffelh?schen warnte gar: ?Das Rentensystem steht vor dem Ruin.? Das unabh?ngig arbeitende Expertengremium hatte in seiner Expertise erkl?rt, es drohten ?schockartig steigende Finanzierungsprobleme in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 2025?. Der Beirat schl?gt vor, das Renteneintrittsalter bis 2042 weiter auf 68 zu erh?hen. Derzeit wird es schrittweise bis 2029 auf 67 Jahre angehoben. Politiker von SPD, Gr?nen und Linken hatten emp?rt auf die Empfehlung reagiert, auch aus der Union kam Ablehnung.B?rsch-Supan sagte im ZDF-?heute journal?, wie beim Klimawandel habe man sich lange gescheut, die Probleme ernst zu nehmen. Derzeit gingen 28 Prozent des Bundeshaushaltes in Rentenzahlungen. Wenn nichts passiere, k?nnte der Anteil bis auf die H?lfte steigen. ?Das geht nat?rlich nicht gut?, warnte der Direktor am Max-Planck-Institut f?r Sozialrecht und Sozialpolitik in M?nchen.Der ?konom Raffelh?schen sagte der ?Bild?-Zeitung: ?Die Bundesregierung kann jetzt nur noch zwischen Pest und Cholera w?hlen: Entweder hebt sie die Beitragss?tze f?r die Rentenkasse auf fast 28 Prozent an. Oder der Bundeszuschuss muss extrem wachsen.? Wie auch immer sich die Politik entscheide: ?Am Ende wir uns das Rentensystem um die Ohren fliegen?, sagte der ?konom von der Universit?t Freiburg. Der Direktor des Instituts f?r Makro?konomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien, sieht allerdings keine Notwendigkeit f?r eine jetzige Diskussion um ein h?heres Renteneintrittsalter. ?Mir ist nicht ersichtlich, warum man jetzt schon dar?ber reden sollte, was danach in den 2030er Jahren mit dem Renteneintrittsalter passiert. Ob jemand in den 2030ern einen Monat fr?her oder sp?ter in Rente gehen darf, muss niemand zur Planungssicherheit bereits heute wissen?, sagte Dullien den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

.Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken bekr?ftigte das Nein ihrer Partei: ?Die schrittweise Erh?hung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre bis 2031 f?ngt die steigende Lebenserwartung voll auf. Eine weitere Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters lehnen wir ab?, sagte Esken den Funke-Zeitungen.Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte auf Twitter mehrfach betont, er sei seit jeher gegen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters. Es bleibe bei der Erh?hung auf 67 Jahre. Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hatte sich ablehnend zu den Vorschl?gen der Berater des Ressorts von Altmaier ge?u?ert. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hatte betont, eine weitere Anhebung der Renten-Altersgrenze sei kein Thema. Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch forderte CDU-Chef Armin Laschet in der ?Neuen Osnabr?cker Zeitung? (Mittwoch) auf, er m?sse ?den W?hlerinnen und W?hlern reinen Wein einzuschenken, ob die Union das Renteneintrittsalter auf 68 anheben will?.Die Junge Gruppe in der Unionsfraktion wandte sich ebenfalls gegen den Expertenvorschlag. ?Wer glaubt, man rettet die Rente, indem wir jetzt nur an der Altersschraube drehen, der irrt?, sagte die Vorsitzende der Jungen Gruppe, Emmi Zeulner (CSU), den Funke-Zeitungen. Den Mitgliedern des Sachverst?ndigenrats warf Zeulner vor, diese seien ?nicht auf der H?he der Zeit?. Die Idee, dass es ?ein Renteneintrittsalter f?r alle? gebe, sei ?v?llig veraltet?. Vielmehr brauche es hier mehr Flexibilit?t. Die Arbeitswelt werde immer unterschiedlicher.Zugleich mahnte die CSU-Politikerin eine Rentenreform an, die der jungen Generation mehr Sicherheit gebe. ?Die Jungen m?ssen wieder glauben k?nnen, dass sie auch mal eine Rente bekommen.? Das werde nur mit einer kapitalgedeckten Altersvorsorge gelingen.? dpa-infocom, dpa:210608-99-915526/4

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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