Letz Nachrichten Grüne klären ihre K-Frage bis zum 19. April Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin (dpa) - Der Grünen-Vorstand will am 19. April vorschlagen, wer von den beiden Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl...

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07 April 2021 - 17:45

Aktuelle Nachrichten ! Berlin (dpa) - Der Gr?nen-Vorstand will am 19. April vorschlagen, wer von den beiden Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck die Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl ?bernehmen soll. Das teilte Gr?nen-Gesch?ftsf?hrer Michael Kellner den Landesvorsitzenden und dem Parteirat in einem Schreiben mit, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die endg?ltige Entscheidung f?llt auf dem Gr?nen-Parteitag vom 11. bis 13. Juni. Es wird aber erwartet, dass das h?chste Parteigremium dem Vorschlag der Gr?nen-Spitze folgt - egal wie sie ausf?llt.Kellner machte klar, dass die Gr?nen mit dem klaren Ziel in die Wahl am 26. September gehen, das Kanzleramt zu erobern. ?Wir wollen das Land in die Zukunft f?hren. Darum k?mpfen wir f?r das historisch beste gr?ne Ergebnis aller Zeiten und die F?hrung der n?chsten Bundesregierung.?Ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl erzielten die Gr?nen 2009 mit 10,7 Prozent, bei der letzten Wahl 2017 kamen sie nur auf 8,9 Prozent. Derzeit liegen sie in den Umfragen aber als zweitst?rkste Kraft hinter der CDU/CSU bei ?ber 20 Prozent.Die seit dem Herbst 2018 anhaltend hohen Umfragewerte haben dazu gef?hrt, dass die Partei nun erstmals in ihrer Geschichte einen Kanzlerkandidaten oder einer Kanzlerkandidatin benennt - auch wenn Baerbock und Habeck im Wahlkampf trotzdem als Spitzenduo auftreten wollen. Die beiden haben in den vergangenen Wochen immer wieder bekr?ftigt, dass sie die K-Frage zun?chst untereinander kl?ren wollen. ?Ich glaube, keinem von uns f?llt es schwer zu sagen: Du bist der oder die Richtige?, hat Baerbock vor kurzem im ?Spiegel? offen einger?umt. ?Aber nat?rlich ist es am Ende ein kleiner Stich ins Herz.? Die Sympathien der Gesamtw?hlerschaft liegen eher bei Habeck. In einer Civey-Umfrage im Auftrag des ?Spiegel? aus dem M?rz hielten ihn 33 Prozent f?r den geeigneteren Kanzlerkandidaten, nur 23 Prozent sprachen sich f?r Baerbock aus. Allerdings bewegt sich der Trend kontinuierlich Richtung Baerbock. Im November 2019 lag Habeck noch mit 42 zu 11 Prozent vorne. Unter den Gr?nen-Anh?ngern sind die Pr?ferenzen schon jetzt gleichm??ig verteilt: 41 Prozent sind f?r Habeck, 40 Prozent f?r Baerbock.F?r den 51-j?hrigen Habeck wird neben den Sympathiewerten ins Feld gef?hrt, dass er als Agrarminister und stellvertretender Ministerpr?sident von Schleswig-Holstein schon Regierungserfahrung gesammelt hat. Die 40-j?hrige Baerbock gilt dagegen als inhaltlich st?rker.Zur Frage, ob f?r die Kanzlerkandidatur das Geschlecht eine Rolle spielen w?rde, sagte Habeck Mitte M?rz in der ARD-Sendung ?Anne Will?: ?Wenn Annalena Baerbock als Frau sagen w?rde, ich mache es, weil ich eine Frau bin - und die Frauen haben das erste Zugriffsrecht - dann hat sie es, nat?rlich.

.??ber die Kandidatenk?r hat es bei den Gr?nen bisher weder Streit noch gr??ere ?ffentliche Diskussionen geben. Es st??t bei der ja eigentlich sehr basisdemokratischen Partei auf ?berraschend breite Akzeptanz, dass die beiden Vorsitzenden die Entscheidung unter sich ausmachen. ?Beide sind jeweils die beste Wahl?, sagt Bundestagsvizepr?sidentin Claudia Roth dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Der Gr?nen-Veteran Daniel Cohn-Bendit, der sich in der aktuellen Ausgabe der ?Zeit? f?r Habeck ausspricht, ist da eher ein Einzelfall.Die Gr?nen sind nicht die erste Partei, die die K-Frage kl?rt. Die SPD hat schon sehr fr?h Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz benannt. Gr?nen-Gesch?ftsf?hrer Kellner hatte vor einigen Wochen angek?ndigt, dass die Entscheidung zwischen Baerbock ?ber die Kanzlerkandidatur zwischen Ostern und Pfingsten fallen soll - ?wenn die B?ume wieder richtig gr?n sind?. Dass sie jetzt, kurz nach Ostern, nicht mehr lange z?gern, war erwartet worden. Damit wollen die Gr?nen auch ein Zeichen der Entschlossenheit setzen, w?hrend bei CDU und CSU noch Unklarheit ?ber den weiteren Fahrplan herrscht.In der Union will man sich aber nur ungern von den Gr?nen vor sich hertreiben lassen. Die Ungeduld w?chst: Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) sprach im Deutschlandfunk von einem ?riesengro?en Interesse? der Bundestagsabgeordneten an der Kl?rung der K-Frage, sogar CSU-Urgestein und Ex-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber mahnt zur Eile.Auch die Union hat sich wie die Gr?nen das Zeitfenster zwischen Ostern und Pfingsten f?r die Entscheidung gesetzt, auch bei ihr stehen zwei Parteichefs zur Auswahl - allerdings von unterschiedlichen Parteien: Armin Laschet (CDU) und Markus S?der (CSU). Anders als bei den Gr?nen ist die Lage in der Union aber von Unruhe und gegenseitigem Belauern gepr?gt.W?hrend Laschet bei der Entscheidung schon l?nger auch auf eine zeitnahe Kl?rung aus ist, hat es S?der nicht eilig. Gerne verweist er dann auf die SPD, die schon lange ihren Kandidaten gek?rt hat. ?So richtig z?ndet die Idee noch nicht?, sagte S?der am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow ?Markus Lanz?. Zudem betont er gerne, dass die Union f?r einen Erfolg im September ja nicht nur einen Kandidaten brauche, sondern auch ein Wahlprogramm.Auch wenn sich der bayerische Ministerpr?sident noch nie ?ffentlich zu seinen eigenen Ambitionen in der K-Frage ge?u?ert hat, sehen in der Union viele S?der im Vorteil, sollte die Entscheidung noch l?nger auf sich warten lassen. Gerne verweisen sie gerade in der CSU auf die Umfragewerte, die S?der weit vor Laschet sehen. Hinzu kommt, dass in der Union auch noch immer viele der Meinung sind, dass ihr Kandidat auf die Entscheidung der Gr?nen abgestimmt werden sollte. Sprich, dass abgewartet werden m?sse, wen die Gr?nen ins Rennen schicken.Der CSU-Chef gibt sich da gerne beschwichtigend. Es sei wichtig, dass die Union Ruhe in die Debatte bringe. Und: ?CDU und CSU m?ssen geschlossen sein, das ist die Basis f?r den Erfolg?, sagte er bei ?Markus Lanz? und verwies auf die zerstrittene Unions-Gemeinschaft im Asylstreit in den Jahren 2017 und 2018.? dpa-infocom, dpa:210407-99-110951/6

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