Letz Nachrichten Iranische Hardliner fordern noch mehr Internetzensur Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Teheran (dpa) - Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl im Iran haben die Hardliner im Parlament noch mehr Internetzensur im Land gefordert.170 der...

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Deutsch-Nachrichten.Com - Teheran (dpa) - Knapp zwei Wochen vor der Präsidentenwahl im Iran haben die Hardliner im Parlament noch mehr Internetzensur im Land gefordert.170 der...

Letz Nachrichten  Iranische Hardliner fordern noch mehr Internetzensur Aktuelle Nachrichten
06 Juni 2021 - 21:45

Aktuelle Nachrichten ! Teheran (dpa) - Knapp zwei Wochen vor der Pr?sidentenwahl im Iran haben die Hardliner im Parlament noch mehr Internetzensur im Land gefordert. 170 der 290 Abgeordneten bereiteten einen entsprechenden Gesetzentwurf vor, ?ber den das Parlament demn?chst abstimmen solle, sagte der Abgeordnete Resa Taghipur. Dem Entwurf zufolge werden alle Kurznachrichtendienste gesperrt, falls die Unternehmen sich nicht an iranische Gesetze halten. Au?erdem sollen alle iranischen Internetnutzer identifiziert und die Verbreitung von Datentunneln f?r Zugang zu verbotenen Seiten bestraft werden, sagte der Abgeordnete in einem Interview der Nachrichtenagentur Tasnim.Interview vom Netz genommenDas Interview wurde laut Nachrichtenportal Khabar-Online einige Zeit sp?ter aus dem Netz genommen. Zu dem Zeitpunkt aber war der Bericht von diversen Medien bereits weiter ver?ffentlicht worden. Warum Tasnim das Interview l?schte, ist noch unklar. Der Abgeordnete Taghipur ist aber auch Wahlberater des Pr?sidentschaftskandidaten Ebrahim Raeissi. Im Iran arbeitende Journalisten gehen davon aus, dass Taghipur erst nach dem Interview bewusst wurde, dass zw?lf Tage vor der Wahl ein Interview ?ber Internetzensur f?r seinen Chef nicht vorteilhaft w?re.Das Wahlb?ro von Raeissi distanzierte sich sowohl von Taghipur als auch seinen ?u?erungen. ?Er ist nicht mal Mitglied des Wahlteams?, teilte Wahlkampfsprecher Mehdi Dusti mit. Au?erdem sei der Standpunkt Raeissis zum Internet bereits bekannt.

.Instagram und WhatsApp auf Verbotsliste? Im Iran sind bereits Tausende Internetseiten gesperrt, unter ihnen auch die beliebten Netzwerke Twitter und Facebook. Mit dem neuen Gesetz k?nnten auch Instagram und WhatsApp auf die Verbotsliste kommen. Die beiden werden von Millionen nicht nur privat genutzt, sondern auch f?r gesch?ftliche und gar medizinische Zwecke. Auch Telefonate im Land werden immer mehr ?ber WhatsApp gef?hrt.Der neue Internet-Gesetzentwurf wird wohl erst nach der Pr?sidentenwahl am 18. Juni auf die Agenda kommen. Vorher w?re es auch f?r die sieben Pr?sidentschaftskandidaten problematisch, die alle trotz offiziellen Verbots auf Twitter aktiv sind - auch der erzkonservative Topfavorit Raeissi. Auf Twitter haben der Kleriker und die anderen Kandidaten weitaus besseren Zugang zu den W?hlern als ?ber die staatlichen Medien, die insbesondere von Jugendlichen kaum noch wahrgenommen werden.Nach einer aktuellen Studie ist mehr als die H?lfte der 84 Millionen Iraner Mitglied in mindestens einem der verbotenen sozialen Netzwerke. Die Internet-Verbote waren den Iranern bislang egal, weil sie sich ?ber Datentunnel Zugang zu allen gefilterten Seiten verschafften. Aber falls auch diese ausfallen sollten, h?tten nicht nur sie, sondern das ganze Land ein Kommunikationsproblem.? dpa-infocom, dpa:210606-99-886764/3

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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