Letz Nachrichten Kampagne gegen Hassrede und Antisemitismus Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Frankfurt/New York (dpa) - Mit einer Kampagne gegen Hassrede erinnert die Claims Conference, die sich für die Durchsetzung von Ansprüchen von Holocaust-Überlebenden einsetzt, dass...

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08 April 2021 - 07:45

Aktuelle Nachrichten ! Frankfurt/New York (dpa) - Mit einer Kampagne gegen Hassrede erinnert die Claims Conference, die sich f?r die Durchsetzung von Anspr?chen von Holocaust-?berlebenden einsetzt, dass Hasspropaganda im nationalsozialistischen Deutschland dem Massenmord an den europ?ischen Juden vorausging. Zum Holocaust-Gedenktag YomHaSchoah, der in diesem Jahr auf den 8. April f?llt, soll die digitale Kampagne ?It started with words? (Es begann mit Worten) deutlich machen, dass der Holocaust nicht aus dem Nichts kam.W?hrend der 27. Januar international als Gedenktag f?r die Opfer des Nationalsozialismus begangen wird, ist ?YomHaSchoah? der in Israel begangene Tag des Gedenkens an die sechs Millionen von den Nationalsozialisten ermordeten europ?ischen Juden.?Man wacht nicht eines Morgens auf und beschlie?t, sich an einem Massenmord zu beteiligen?, sagte Greg Schneider, der Vizepr?sident der Claims Conference in einer Stellungnahme. ?Hassreden, Propaganda, Antisemitismus und Rassismus waren die Wurzeln, die im V?lkermord gipfelten.?Unter den Zeitzeugen aus aller Welt, die in Video-Statements von ihren Erlebnissen berichten, ist auch die in Frankfurt lebende Eva Szepesi. ?Die Schoah begann nicht mit Auschwitz?, sagte Szepesi, die im Alter von zw?lf Jahren in das deutsche Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurde. Ihre Eltern und ihr j?ngerer Bruder wurden dort ermordet. ?Es begann f?r mich mit acht Jahren. Ich konnte nicht verstehen, dass meine besten Freunde mir b?se Worte zuriefen.

. ?Niemals d?rfen wir die Macht der Worte untersch?tzen und m?ssen uns ihrer Folgen bewusst sein.? ?Die j?ngste Vergangenheit hat gezeigt, dass der Weg vom Wort zur Tat immer k?rzer wird?, stellte der Frankfurter Rabbiner Avichai Apel fest. ?Das Krebsgeschw?r des Antisemitismus wuchert seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie besonders schlimm und vergiftet zunehmend das Zusammenleben in unserer Gesellschaft.? Hassbeitr?ge in sozialen Medien seien ?besonders schlimme Brandbeschleuniger, die das Leben f?r Juden hierzulande gef?hrlicher gemacht haben?.Der ?digitale Sumpf des Hasses? m?sse ausgetrocknet werden, forderte Apel, der auch zum Vorstand der orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland geh?rt. ?Dazu geh?rt eine konsequente Strafverfolgung die auch die Betreiber solcher Plattformen zur Rechenschaft zieht, der mutige Einsatz entsprechender Technologien wie K?nstliche Intelligenz, um Urheber solcher Hassbotschaften aufzusp?ren, die Verpflichtung mit Klarnamen im Netz unterwegs zu sein, aber auch Pr?vention durch Bildungsarbeit an Schulen.?Der Frankfurter Magistrat hat unterdessen die Arbeitsdefinition f?r Antisemitismus der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA) ?bernommen, um effektiver gegen dessen Formen von vorgehen zu k?nnen. ?Judenfeindlichkeit traut sich leider zunehmend aus den Hinterzimmern unserer Gesellschaft wieder offen in die Mitte unserer Gesellschaft, wo genau jene Mitte Gefahr l?uft, durch eine gef?hrliche Gew?hnung an mehr oder weniger subtile Formen antisemitischer Stereotype dabei zuzusehen, wie sich die gesellschaftlichen Grenzlinien verschieben?, erkl?rte der Frankfurter B?rgermeister Uwe Becker, der auch hessischer Antisemitismusbeauftragter ist.Es bed?rfe nicht noch schlimmerer Angriffe, um festzustellen, dass wir nicht mehr dar?ber sprechen m?ssen, wie wir den Anf?ngen wehren, sondern wie wir dem sich ausbreitenden Antisemitismus entschiedener entgegentreten. Nicht immer komme Antisemitismus leicht erkennbar daher: ?Die Buntheit und Vielfalt des Antisemitismus reicht heute vom rechtsradikalen Mob ?ber den intellektuell verpackten Antizionismus, der den Umweg ?ber die sogenannte Israel-Kritik w?hlt und dennoch beim Antisemitismus ankommt, bis zum kulturell importierten Judenhass.?? dpa-infocom, dpa:210408-99-122566/2

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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