Letz Nachrichten «Amnestie» für verschwundene Munition: Ermittlungen bei KSK Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin (dpa) - Das Verteidigungsministerium sucht nach Verantwortlichen für neue Unregelmäßigkeiten im Umgang mit Munition beim Kommando Spezialkräfte (KSK).

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Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin (dpa) - Das Verteidigungsministerium sucht nach Verantwortlichen für neue Unregelmäßigkeiten im Umgang mit Munition beim Kommando Spezialkräfte (KSK).

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22 Februar 2021 - 16:45

Aktuelle Nachrichten ! Berlin (dpa) - Das Verteidigungsministerium sucht nach Verantwortlichen f?r neue Unregelm??igkeiten im Umgang mit Munition beim Kommando Spezialkr?fte (KSK). Dabei haben Soldaten der Eliteeinheit im vergangenen Jahr nach dem Stand der Untersuchung die M?glichkeit erhalten, unerlaubt gehortete oder wom?glich auch entwendete Munition auf dem Gel?nde der KSK-Heimatkaserne in Calw (Baden-W?rttemberg) in Kisten einzuwerfen und so ohne weitere Strafen zur?ckzugeben - wom?glich ein scharfer Versto? gegen Vorschriften.Brigadegeneral Markus Kreitmayr, seit 2018 KSK-Kommandeur und zentrale Figur im Reformprozess der von Extremismusf?llen ersch?tterten Einheit, muss nun Fragen beantworten. Insider erkl?ren, sein Stuhl wackle, obwohl das Verteidigungsministerium ?ber das Vorgehen lange informiert gewesen sei.Der Offizier sollte nach einer R?ckkehr von einer ?bung in den USA sofort geh?rt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr. Sp?testens f?r Dienstag wurde mit ersten personellen Konsequenzen in dem Fall gerechnet, hie? es. Mehrere Medien hatten ?ber eine ?Amnestie? f?r verschwundene Munition berichtet. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte auf Anfrage: ?Die Ermittlungen des Heeres stehen kurz vor dem Abschluss.?Die Sammelboxen f?r Munition waren im Prozess gegen einen KSK-Soldaten in Sachsen bekannt geworden. In seinem Garten war nach Hinweisen des Milit?rgeheimdienstes MAD Mitte Mai 2020 ein Waffenversteck mit entwendeter Munition und Sprengstoff entdeckt worden.Kreitmayr hatte diesen Fall zum Anlass f?r eine Warnung an seine Einheit genommen. ?Inmitten unserer Gemeinschaft befanden und befinden sich offensichtlich noch immer Individuen, die dem sogenannten rechten Spektrum zuzuordnen sind?, schrieb der KSK-Kommandeur. Er k?ndigte eine Null-Toleranz-Linie an und leitete in enger Abstimmung mit dem Verteidigungsministerium einen Reformprozess ein, bei dem mehr Transparenz und ein Ende der ?Mauer des Schweigens? im KSK zu Prinzipien erkl?rt wurden. ?ber die Sammelbox f?r Munition - Antwort auf ein verbreitetes, wenn auch fragw?rdiges Ph?nomen - war das Verteidigungsministerium nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sp?testens seit dem 23. September informiert. Es stand im ersten Zwischenbericht zu den KSK-Reformen, der von der Teilstreitkraft Heer aus im Verteidigungsministerium einging.

.In der ver?ffentlichten Fassung finden sich Hinweise auf Aufkl?rungsarbeit in verklausulierter Form. ?Die 37 000 Munitionsartikel, die als ?berbestand festgestellt wurden, sind nach weiteren Munitionsfunden auf etwa 50 000 Munitionsartikel angewachsen. Diese Munition ist sichergestellt und wurde mittlerweile sukzessive ordnungsgem?? in das logistische System vereinnahmt?, hie? es in dem Bericht.Was wusste Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer ?ber eine ?Amnestie?? Wurde sie m?ndlich informiert in diesem Fall KSK, den sie zur Chefinnen-Sache gemacht hat. Ein Sprecher des Ministeriums verweist am Montag darauf, Kramp-Karrenbauer habe ?Teilaspekte? delegiert ?Sachstandsermittlungen? f?r einen kommende Woche zu erwartenden Bericht liefen noch im Heer. ?Ob es sich um eine Amnestie gehandelt hat, kann ich hier ?berhaupt noch nicht best?tigen?, sagte er.Der offensichtlich laxe Umgang beim KSK mit der Munitionsbewirtschaftung m?sse auf den Tisch, genau wie die Frage, ob Amnestie bei R?ckgabe illegaler Munition die korrekte Antwort sei, sagte die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. ?Aber nie und nimmer ist das ohne Zustimmung und Kenntnis des Ministeriums geschehen?, sagte sie. Es sei besch?mend, ?dass sich die Ministerin jetzt wegduckt und ein Bauernopfer sucht?. ?Wer sich vom Acker macht und seine Soldaten und Soldatinnen im Regen stehen l?sst, der sollte Konsequenzen ziehen und mit Ende der Legislatur auch den eigenen R?ckzug antreten.?Der Linken-Politiker Matthias H?hn forderte die Abl?sung des KSK-Kommandeurs und eine Aufl?sung des KSK ?in seiner jetzigen Form?, wie er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte. ?Sollte seine Aktion im Ministerium bekannt gewesen sein, m?ssen auch dort personelle Konsequenzen folgen.? Der CDU-Politiker Johann Wadephul verwies auf Recht und Gesetz und darauf, dass Kreitmayr anzuh?ren sei. ?Erst dann k?nnen Entscheidungen getroffen werden.?? dpa-infocom, dpa:210222-99-540711/4

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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