Letz Nachrichten «Wir sind Kirche» zu Kardinal Marx: Konsequent und notwendig Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - München/Berlin (dpa) - Das Rücktrittsangebot von Kardinal Reinhard Marx ist aus Sicht der Reformbewegung «Wir sind Kirche» «nachvollziehbar, konsequent, strategisch klug und...

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Deutsch-Nachrichten.Com - München/Berlin (dpa) - Das Rücktrittsangebot von Kardinal Reinhard Marx ist aus Sicht der Reformbewegung «Wir sind Kirche» «nachvollziehbar, konsequent, strategisch klug und...

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05 Juni 2021 - 07:00

Aktuelle Nachrichten ! M?nchen/Berlin (dpa) - Das R?cktrittsangebot von Kardinal Reinhard Marx ist aus Sicht der Reformbewegung ?Wir sind Kirche? ?nachvollziehbar, konsequent, strategisch klug und letztlich ?berf?llig?. Dieser Schritt sei auch ein Signal an K?lns Kardinal Rainer Maria Woelki und setze diesen ?gewaltig unter Druck?, sagte ein Sprecher.F?r einen Neuanfang in der katholischen Kirche brauche es neue Personen - vor allem solche, die nicht durch langwierige Aufarbeitungsprozesse gebremst w?rden. Es bleibe zu hoffen, ?dass weitere Bisch?fe seinem Schritt folgen und nicht nur verbal Verantwortung f?r Vertuschung und Hinhalte-Taktik ?bernehmen?.Reformen k?men heute auch von der Basis und nicht nur von oben, sagte der Sprecher. Das zeige der Reformprozess Synodaler Weg - den Marx zwar mit angesto?en habe, den nun aber andere gehen m?ssten. Als Bischof sei in der heutigen Zeit kein Manager mit hierarchisch-autokratischen Verhaltensweisen gefragt, sondern ein ?Seelsorger, Teamplayer und Moderator mit Mut zu neuen Wegen?. Marx sei ein ?Ratzingerianer? gewesen, der zu sehr auf Kirche als ?Institution mit unver?nderlicher ?mterstruktur? fixiert gewesen sei, anstatt ?Kirche als Volk Gottes unterwegs? zu begreifen.Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg B?tzing, h?lt fundamentale Reformen der Kirche f?r notwendig. ?Alle, die denken, dass die Kirche aus dieser massiven Krise herauskommen k?nnte durch ein paar Sch?nheitsreparaturen ?u?erlicher Art, juridischer Art, verwaltungsm??ig, die t?uschen sich?, sagte der Limburger Bischof in den ARD-?Tagesthemen?. Man habe in der Kirche ?solches Systemversagen? wahrgenommen, dass es darauf nur ?systemische Antworten? geben k?nne, ?die fundamental sind?. So forderte B?tzing ein neues Verh?ltnis der Kirche zur Macht und zur Gewaltenteilung. Da sei ?ganz viel m?glich?. Die bisch?fliche Macht etwa habe etwas ?von Monarchischem, etwas von vergangenen Zeiten?.

. Im ZDF kritisierte B?tzing indirekt den K?lner Kardinal Woelki. B?tzing lobte die Souver?nit?t der Entscheidung von Marx und betonte: ?F?r eine solche Entscheidung, da braucht man menschliche Stabilit?t, und da muss man auch geistlich offen sein. Ich glaube, der Punkt dieser Souver?nit?t, der ist in K?ln einfach ?berschritten. Dort ist jetzt eine Apostolische Visitation im Gange, das sind andere Gesetzm??igkeiten, die dort jetzt greifen.? Der Papst hatte k?rzlich mitgeteilt, dass Woelki von zwei Apostolischen Visitatoren - Bevollm?chtigten - ?berpr?ft wird.Der Pr?sident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, sagte am Freitag im ZDF-?heute journal?, es gebe seit 1987 einen Reformstau in der Katholischen Kirche. ?Seitdem ist sehr vieles nicht passiert, aber die Welt hat sich gewaltig ver?ndert?. Es gehe um grunds?tzliche Reformen, die auch im Synodalen Weg eine Rolle spielten. Es gehe um Machtunterschiede und Machtmissbrauch, eine ?berlebte Sexualmoral, das Z?libat und Rolle der Frau in der Kirche.Wie das Erzbistum von M?nchen und Freising am Freitag mitgeteilt hatte, hatte Kardinal Marx Papst Franziskus in einem Brief darum gebeten, ?seinen Verzicht auf das Amt des Erzbischofs von M?nchen und Freising anzunehmen und ?ber seine weitere Verwendung zu entscheiden?. Begr?ndet hatte er diesen Schritt unter anderem damit, Verantwortung ?bernehmen zu wollen f?r Fehler - pers?nlich und institutionell - im Zusammenhang mit der ?Katastrophe des sexuellen Missbrauchs durch Amtstr?ger der Kirche in den vergangenen Jahrzehnten?. Die katholische Kirche sei an einem ?toten Punkt? angekommen, schrieb er.? dpa-infocom, dpa:210605-99-870134/2

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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