Letz Nachrichten Libyen: UN sehen Trump-Unterstützer als Söldner-Hintermann Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - New York (dpa) - Ein bekannter Trump-Unterstützer und Gründer der US-Militärfirma Blackwater ist nach Angaben eines vertraulichen UN-Berichts einer der Hauptbeteiligten bei einer...

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Deutsch-Nachrichten.Com - New York (dpa) - Ein bekannter Trump-Unterstützer und Gründer der US-Militärfirma Blackwater ist nach Angaben eines vertraulichen UN-Berichts einer der Hauptbeteiligten bei einer...

Letz Nachrichten  Libyen: UN sehen Trump-Unterstützer als Söldner-Hintermann Aktuelle Nachrichten
20 Februar 2021 - 10:45

Aktuelle Nachrichten ! New York (dpa) - Ein bekannter Trump-Unterst?tzer und Gr?nder der US-Milit?rfirma Blackwater ist nach Angaben eines vertraulichen UN-Berichts einer der Hauptbeteiligten bei einer geheimen S?ldner-Operation in Libyen gewesen. Erik Prince habe dem libyschen Warlord Chalifa Haftar einem Expertengremium der Vereinten Nationen zufolge im April 2019 in Kairo eine Milit?r-Operation vorgeschlagen, die dem General in seinem Kampf gegen die international anerkannte Regierung des Landes helfen sollte. Der UN-Bericht, der am Donnerstag dem Sicherheitsrat pr?sentiert wurde, liegt der Deutschen Presse-Agentur in Teilen vor.Demnach habe diese sogenannte ?Operation Opus? Haftar bei seinem Marsch auf die Regierung in Tripolis mit bewaffneten Flugzeugen, Aufkl?rungsfl?gen, Booten sowie mit einem Programm zur Entf?hrung und T?tung von hochrangigen feindlichen Personen unterst?tzen sollen. Prince habe in der Folge Kriegsflugzeuge nach Libyen gebracht und damit gegen das Waffenembargo f?r das B?rgerkriegsland versto?en.?ber die Mission hatte die Deutsche Presse-Agentur bereits im Mai unter Berufung auf UN-Experten berichtet - allerdings ohne die Information, dass Prince eng mit ihr verbunden gewesen sein soll. Der ehemalige Elitesoldat war in den vergangenen Jahren immer wieder mit engen Kontakten zu Ex-Pr?sident Donald Trump und seinem Umfeld aufgefallen. Prince war noch Ende 2019 vom ?Wall Street Journal? als ?informeller Berater? Trumps bezeichnet worden. Er ist zudem der Bruder der ehemaligen US-Bildungsministerin Betsy DeVos. Ein Versto? gegen ein von den UN verh?ngtes Waffenembargo kann mit Sanktionen gegen Einzelpersonen, darunter das Einfrieren von Bankkonten oder Reisesperren, geahndet werden. Die ?Operation Opus? wurde im Sommer 2019 in Libyen von vorrangig westlichen S?ldnern unter anderem aus Australien ausgef?hrt - Erik Prince spielte dabei offenbar eine zentrale Rolle bei der Planung und Logistik. Die Personen standen den UN zufolge im Dienst von Sicherheitsfirmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ende Juni stiegen demzufolge mindestens 20 Personen im jordanischen Amman in eine Frachtmaschine des Typs Turboprop. Sie kamen aus Australien, Frankreich, Malta, S?dafrika, dem Vereinten K?nigreich und den USA.Ihr Ziel war Bengasi im Osten des B?rgerkriegslandes - die Hochburg des einst m?chtigen Generals Chalifa Haftar, der 2019 eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis im Westen gestartet hatte. Dort wollte er die international anerkannte Einheitsregierung des Landes st?rzen, die auch von den USA und weiten Teilen des Westens unterst?tzt wurde. Zu Haftars Verb?ndeten z?hlten dagegen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Russland, Frankreich und ?gypten.

.Doch der Marsch Haftars auf Tripolis blieb trotzdem stecken und wurde schlie?lich zur?ckgeschlagen, was auch an der ausl?ndischen Unterst?tzung f?r die Einheitsregierung unter anderem aus Italien, Katar und der T?rkei lag. Der folgende Machtverlust Haftars trug zur j?ngsten Entwicklung in Richtung Frieden bei: Zuletzt w?hlten Vertreter von beiden Konfliktparteien nach monatelangen Verhandlungen eine neue gemeinsame ?bergangsregierung - sie soll den Weg zu landesweiten Wahlen im Dezember ebnen.W?hrend der hitzigsten Phase des Kampfes um Tripolis hatte Haftar sich - das legt der UN-Bericht nahe - offenbar dem hochprofilierten Milit?r-Netzwerker Prince zugewandt. Die Experten der Vereinten Nationen bringen dabei vor allem drei bei der ?Operation Opus? eingesetzte Flugzeuge mit dem Amerikaner in Verbindung: Eine ?Antonov AN-26B? von einem Unternehmen aus Bermuda, ein LASA T-Bird-Leichtangriffsflugzeug von einer bulgarischen Firma und ein Pilatus PC-6 ISR-Flugzeug von einem ?sterreichischen Unternehmen.Die Firmen in Besitz dieser Flugzeuge seien von Prince ?kontrolliert? worden und bereits bei der Operation eingesetzt worden, bevor sie ?berhaupt bezahlt waren. ?Niemand sonst war in der Lage, den Verkauf dieser Flugzeuge innerhalb eines so kurzen Zeitrahmens zu arrangieren?, schlussfolgern die UN-Experten.Erik Prince steht f?r seine Kritiker symbolisch f?r die Grenz?berschreitungen privater Milit?rfirmen in Kriegsgebieten auf der ganzen Welt. Angestellte des von ihm gegr?ndeten Unternehmens Blackwater t?teten 2007 im Irak 14 unbewaffnete Zivilisten. Die vier deswegen zu Haftstrafen verurteilten privaten Kr?fte wurden vom ehemaligen US-Pr?sidenten Donald Trump kurz vor Weihnachten begnadigt.Die ?Operation Opus? allerdings fasste den Informationen der UN-Experten zufolge in Libyen niemals richtig Fu? und wurde keine Woche nach ihrem Start pl?tzlich abgebrochen. Die Gruppe bestieg im Hafen von Bengasi Boote und kam nach einer 15-st?ndigen Fahrt ?ber das Mittelmeer in Malta an. Die Entscheidung f?r die Evakuierung wurde den UN-Experten deswegen getroffen, weil General Haftar mit beschafftem Kriegsger?t unzufrieden gewesen sei und die S?ldner bedroht habe.Dem neuen UN-Bericht zufolge seien Mitglieder der ?Operation Opus? im April und Mai 2020 noch einmal nach Libyen gebracht worden, ?um hochwertige Ziele zu lokalisieren und zu zerst?ren?. Doch auch dieser Anlauf habe wegen der ?berlegenen Luftabwehr der Regierung im Westen abgebrochen werden m?ssen. Geplant und durchgef?hrt wurde die Operation laut den UN-Informationen aus dem letzten Jahr in mindestens acht L?ndern: Den Emiraten, Jordanien, Malta, Libyen, Angola, Botsuana, S?dafrika und den USA.? dpa-infocom, dpa:210220-99-518771/4

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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