Letz Nachrichten Nach Bachelor - Hebammen fürchten Zwei-Klassen-Gesellschaft Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin (dpa) - Aus Sorge vor einer Spaltung innerhalb der Berufsgruppe fordert der Deutsche Hebammenverband eine Gleichstellung der bisherigen Ausbildung mit dem neuen...

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03 May 2021 - 08:45

Aktuelle Nachrichten ! Berlin (dpa) - Aus Sorge vor einer Spaltung innerhalb der Berufsgruppe fordert der Deutsche Hebammenverband eine Gleichstellung der bisherigen Ausbildung mit dem neuen Bachelor-Abschluss.? ?Der Titel soll nicht einfach ?berf?hrt werden. Aber der Bachelorgrad sollte f?r Hebammen, die nach altem Recht ausgebildet sind,?leichter zu erreichen sein als bislang?, sagt die Pr?sidentin des Deutschen Hebammenverbandes,?Ulrike Geppert-Orthofer, anl?sslich des Welthebammentages am 5. Mai.Der Verband f?rchtet eine drohende Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Hebammen und Nachteile f?r Kolleginnen mit einer altrechtlichen Ausbildung.??Schon jetzt tritt ein, was wir verhindern wollten:?Kliniken bieten Hebammen mit Bachelor-Abschluss mehr Geld, obwohl sich die T?tigkeiten nicht unterscheiden?, sagt die Pr?sidentin.?Der Hebammenmangel f?hre?dazu, dass man f?r die einen?mehr zahle?als f?r die anderen. ?Jede Absolventin wird hei? umworben. Da ist Geld nat?rlich ein Faktor?, so Geppert-Orthofer. ?Wir sind eine viel zu kleine Berufsgruppe, als dass man uns jetzt auch noch spaltet. Da werden wir gegen k?mpfen?, k?ndigt sie an.Seit dem 1. Januar 2020 m?ssen k?nftige Hebammen ein Bachelorstudium absolvieren.?Damit es kurzfristig keinen Engpass bei der Hebammenausbildung gibt, wurden ?bergangsregelungen f?r die Ausbildung an Hebammenschulen beschlossen: Die Ausbildung an den Schulen kann bis Ende 2022 begonnen werden und muss bis 31.12.2027 beendet werden.??Wir wollen aber nicht, dass Hebammen, die jetzt noch eine Ausbildung beginnen, um L?cken zu f?llen, sp?ter Nachteile haben?, so die Vorsitzende.?Jede Hebamme, die eine Ausbildung absolviert und Berufserfahrung hat, kann demnach ein Studium absolvieren und sich?daf?r?die Ausbildung zum Teil anerkennen?zu?lassen. ?Doch daf?r gibt es noch nicht gen?gend Angebote?, kritisiert sie. Au?erdem?werde in Deutschland zu wenig von der Ausbildung und der Berufserfahrung anerkannt, damit sei?ein Studium zu zeitaufwendig. Viele Inhalte aus der Ausbildung w?rden?sich wiederholen.??Wenn Hebammen vieles, was sie bereits seit Jahren praktizieren, im Studium noch einmal lernen m?ssen, ist das nicht sehr motivierend?, so Geppert-Orthofer.? ??sterreich und die Schweiz machen vor, wie es gehen k?nnte?, so die Verbandsvorsitzende.

. ?Dann hatten sie f?nf Jahre Zeit f?r den nachtr?glichen Titelerwerb durch Weiterbildung?, so Geppert-Orthofer. In ?sterreich sei der Weg zum Master noch einfacher.??Dort wurde die Ausbildung mit dem Bachelor gleich gestellt?. In Deutschland w?ren ?nderungen in diesem Bereich L?ndersache.?Das Bundesgesundheitsministerium habe?bereits deutlich gemacht, dass das Problem?nur auf L?nderebene zu l?sen sei.Bislang gibt es laut Hebammenverband fast nur altrechtlich ausgebildete Hebammen, da es vor dem Start des Studiums 2020 nur?einige Modellstudieng?nge gab. Bis zu 50 Prozent der Mitgliedshebammen im Verband?seien laut einer Umfrage an einer Qualifizierung f?r den Bachelor-Titel interessiert.?Anderen wiederum gen?gt ihre Ausbildung: Die Berlinerin?Grusche Nothdurft etwa freut sich zwar ?ber die Aufwertung des Berufs, m?chte aber nicht noch einmal die Lehrbank dr?cken.??Ich habe 2003 in Speyer eine sehr gute Ausbildung beendet und wei?, was ich kann?, betont die selbstst?ndige Hebamme und Mutter dreier Kinder. Auch Hebamme Katrin Spanowski hat keine Zukunfts?ngste.??Hebammen werden immer sehr gefragt sein. Wir sind viel zu wenige?, so das Vorstandsmitglied im Berliner Hebammenverband. Die Akademisierung des Berufs sieht sie - wie auch ihre Kollegin Nothdurft - positiv.??In Deutschland ist es f?r viele werdende M?tter schwer, eine Hebamme zu bekommen. Nicht nur in Krei?s?len sind die Hebammen knapp, auch freiberufliche Hebammen, die Vorsorge und Betreuung im Wochenbett ?bernehmen, sind oft schwer zu finden. ?Die Versorgungssituation bei uns ist insgesamt?nicht gut. In Deutschland haben wir etwa 24.000 Hebammen bei etwa?780.000?Geburten j?hrlich. In Gro?britannien sind es 51.000 Hebammen bei?etwa?710.000?Geburten im Jahr?, sagt Geppert-Orthofer.?? dpa-infocom, dpa:210503-99-444497/2

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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