Letz Nachrichten Nach Triebwerksschaden droht vielen Boeing-Jets Flugverbot Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Chicago/Washington/Tokio (dpa) - Schlechte Nachrichten für den Flugzeughersteller Boeing und den Antriebsbauer Pratt & Whitney: Nach einem Triebwerksausfall an einer Boeing 777...

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22 Februar 2021 - 18:45

Aktuelle Nachrichten ! Chicago/Washington/Tokio (dpa) - Schlechte Nachrichten f?r den Flugzeughersteller Boeing und den Antriebsbauer Pratt & Whitney: Nach einem Triebwerksausfall an einer Boeing 777 nahe Denver droht Gro?raumjets dieses Typs ein Flugverbot. In Japan und Gro?britannien d?rfen die Maschinen mit diesem Antrieb von Pratt & Whitney vorerst nicht mehr abheben. Die US-Luftfahrtbeh?rde FAA k?ndigte eine entsprechende Notfall-Richtlinie an. ?Dies wird wahrscheinlich bedeuten, dass einige Flugzeuge aus dem Verkehr gezogen werden m?ssen?, sagte FAA-Chef Steve Dickson am Sonntag (Ortszeit).Am Samstag waren nach einem Triebwerksausfall gro?e Flugzeugteile einer Boeing 777 von United Airlines (UA) in der N?he von Denver als Tr?mmer in Wohngebiete gest?rzt. Ein von einem Passagier gedrehtes Video zeigt, wie Flammen w?hrend des Fluges aus dem rechten Triebwerk schlugen. Die Verkleidung war zu diesem Zeitpunkt bereits in die Tiefe gest?rzt.Nach FAA-Angaben war das rechte Triebwerk kurz nach dem Start ausgefallen. Die Maschine landete mit 241 Menschen an Bord dennoch sicher am Internationalen Flughafen in Denver. Es gab keine Berichte ?ber Verletzte - weder an Bord noch am Boden. Die Maschine war auf dem Weg von Denver in die Hauptstadt von Hawaii, Honolulu.Boeing empfahl den Fluggesellschaften, die weltweit 128 Flugzeuge mit Triebwerken des Typs PW-4000-112 von Pratt & Whitney vorerst am Boden zu lassen. Dies gelte, so lange die Untersuchung der US-Unfallermittlungsbeh?rde NTSB laufe und bis die FAA die n?tigen Regeln f?r eine Inspektion der Antriebe erstellt habe. Derzeit seien 69 der Maschinen in Betrieb und 59 eingelagert.Der Gro?raumjet Boeing 777 wird seit den 1990er Jahren gebaut. Die Kunden hatten sich beim Kauf zwischen drei Antriebstypen entscheiden k?nnen. An dem Antrieb von Pratt & Whitney ist auch der M?nchner Triebwerksbauer MTU beteiligt. Viele Maschinen der Reihe sind aber mit den Konkurrenz-Triebwerken von General Electric oder Rolls-Royce best?ckt. Diese sind vom jetzigen Problemen nicht betroffen.

. Auch Pratt & Whitney k?ndigte an, die ver?nderten Inspektionsintervalle f?r den Antriebstyp zu unterst?tzen. Die Bekanntgabe weiterer Untersuchungsergebnisse liege im Ermessen des NTSB.Das japanische Verkehrsministerium ordnete vorsorglich ein Flugverbot f?r mit den betroffenen Triebwerken ausgestattete Flugzeuge im eigenen Land an. Betroffen davon sind 13 Flugzeuge der Fluglinie Japan Airlines (JAL) sowie 19 Maschinen der Linie All Nippon Airways (ANA), wie das Ministerium in Tokio bekanntgab.?hnliches gilt f?r Gro?britannien. Die Maschinen mit dem Triebwerkstyp d?rften den Luftraum des Landes vorerst nicht mehr benutzen, k?ndigten der britische Verkehrsminister Grant Shapps und die Luftfahrtbeh?rde CAA am Montag auf dem Nachrichtendienst Twitter an. Britische Fluggesellschaften seien davon aber nicht betroffen.Die europ?ische Luftfahrtbeh?rde EASA befindet sich nach eigenen Angaben in Kontakt mit der FAA. Man habe um weitere Informationen ?ber die Ursache gebeten, um gegebenenfalls Ma?nahmen zu ergreifen.United Airlines teilte mit, freiwillig als Vorsichtsma?nahme 24 Boeing-777-Flugzeuge mit Triebwerken der Serie 4000 von Pratt & Whitney aus dem Flugplan herauszunehmen. Es solle sichergestellt werden, dass diese Flugzeuge die strengen Sicherheitsstandards erf?llten und wieder in Betrieb genommen werden k?nnten. Derzeit habe man 52 dieser Flugzeuge in der Flotte - 24 aktiv und 28 im Lager.Der Lufthansa-Konzern hat einem Sprecher zufolge bei den Gesellschaften Lufthansa Cargo, Swiss und Austrian ausschlie?lich Triebwerke von General Electric im Einsatz, die nicht betroffen sind.Der Zwischenfall ist eine weitere Hiobsbotschaft f?r den US-Konzern Boeing, der erst in der vergangenen Woche wegen m?glicher Produktionsm?ngel beim Langstreckenjet 787 ?Dreamliner? unter Druck geraten war. Die FAA hatte deshalb Inspektionen an rund 222 Maschinen angeordnet, weil die Gefahr von Sch?den an sogenannten Dekompressionspaneelen zur Abtrennung des Passagierbereichs bestehe.Der Konzern ist ohnehin schon stark angeschlagen von den Folgen der Coronakrise und des Debakels um seine bestverkaufte Baureihe 737 Max, die nach zwei Abst?rzen mit insgesamt 346 Toten mehr als anderthalb Jahre lang weltweit mit Flugverboten belegt war. Im vergangenen Gesch?ftsjahr stand bei dem Konzern unter dem Strich ein Rekordverlust von mehr als 11,9 Milliarden US-Dollar (9,9 Mrd Euro).? dpa-infocom, dpa:210222-99-540965/3

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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