Letz Nachrichten Söder vs. Laschet: Spaltet die K-Frage die Union? Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin/München (dpa) - Die Umfragewerte: Abgestürzt. Das Kanzleramt: Wackelt. Und dann noch die K-Frage: Ungelöst. Knapp sechs Monate vor der Bundestagswahl wächst in der Union die...

Letz Nachrichten Söder vs. Laschet: Spaltet die K-Frage die Union? Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin/München (dpa) - Die Umfragewerte: Abgestürzt. Das Kanzleramt: Wackelt. Und dann noch die K-Frage: Ungelöst. Knapp sechs Monate vor der Bundestagswahl wächst in der Union die...

Letz Nachrichten  Söder vs. Laschet: Spaltet die K-Frage die Union? Aktuelle Nachrichten
05 April 2021 - 12:45

Aktuelle Nachrichten ! Berlin/M?nchen (dpa) - Die Umfragewerte: Abgest?rzt. Das Kanzleramt: Wackelt. Und dann noch die K-Frage: Ungel?st. Knapp sechs Monate vor der Bundestagswahl w?chst in der Union die Nervosit?t. Zwischen Ostern und Pfingsten soll endlich entschieden werden, wer f?r CDU und CSU als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl am 26. September zieht. Das haben die beiden potenziellen Kandidaten der Union, Armin Laschet und Markus S?der, versprochen. Doch von besinnlicher Osterruhe und br?derlicher Einigkeit ist wenig zu sp?ren: CSU-Chef S?der stichelt weiter gegen Laschet, den Vorsitzenden der gro?en Schwesterpartei.Spaltet die K-Frage ausgerechnet im Bundestagswahljahr die Union? Nach der Migrationskrise 2015 waren CDU und CSU?fast auseinander geflogen. Zumindest inhaltlich schienen die Unionsschwestern zuletzt wieder vers?hnt. Doch nun fragt man sich in der CDU: Findet die Union im Wahlkampf die f?r ihre Anh?nger so wichtige Einigkeit? Viele halten das neben einem besseren Corona-Management f?r eine der wichtigsten Bedingungen, um aus dem Umfragetief aufzutauchen. Teils liegt die Union ja nur noch ein paar P?nktchen vor den Gr?nen.Die Oster-?u?erungen des bayerischen Ministerpr?sidenten sto?en in der CDU-F?hrung manchem sauer auf. ?Die Entscheidung ?ber die Kanzlerkandidatur sollte auch eng mit Angela Merkel abgestimmt werden?, sagt S?der der ?Bild am Sonntag?. Ein Kandidat ohne Unterst?tzung der Kanzlerin k?nne kaum erfolgreich sein. Lapidare Hinweise eigentlich, die Laschet auch unterschreiben w?rde. W?re da nicht S?ders Unterton, den sie in der gro?en Schwesterpartei mitschwingen h?ren: Der Bayer sieht sich ja sehr eng auf Merkels harter Corona-Linie - und Laschet wohl weniger. Dann sagt S?der, der in den Werten zur Beliebtheit und Kompetenz seit langem klar vor Laschet liegt, auch noch auf die Frage, ob man solche Umfragen ignorieren k?nne: ?Umfragen spielen nat?rlich eine Rolle. Sie sind ein wichtiger Ma?stab f?r die Akzeptanz von Personen und Programmen in der Bev?lkerung.? Dabei betonen Laschet und andere CDU-Granden seit Wochen, die Entscheidung ?ber die Kanzlerkandidatur falle unabh?ngig von der aktuellen Umfragelage. Ein Tritt vor Laschets Schienbein seien die ?u?erungen aus M?nchen gewesen, ist ein noch zur?ckhaltender Kommentar.Die Frage ist nun vor allem: Wie geht Laschet weiter vor? Und wann? ?ffentlich angemeldet haben bisher beide ihre Kandidatur f?rs Kanzleramt nicht. Sie m?ssen eigentlich verhindern, dass ein offener Wettkampf die Union zerrei?t. Deshalb wollen sie die Frage unter sich kl?ren, das Ergebnis den Spitzengremien ihrer Parteien vorstellen - und sich dann Seit' an Seit' als geeint k?mpfendes Duo pr?sentieren. Ob das klappt? Laschet, da gibt es in seiner Partei kaum Zweifel, wolle unbedingt Kandidat und Kanzler werden.

.Intern, so wird kolportiert, gibt sich Laschet selbstbewusst. Er setzt darauf, dass die CDU-Landesverb?nde und deren Vorsitzende weitgehend hinter ihm stehen - auch im Osten, der fr?her als Kernland seines Vorsitz-Rivalen Friedrich Merz galt. Zwar wird aus der Unionsfraktion im Bundestag auch von einzelnen CDU-Abgeordneten der Ruf nach S?der laut. Und auch der Name von Fraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) wird von einigen als Kompromissl?sung genannt. Der Hintergrund f?r solche Vorst??e: In der Fraktion geht wegen der miesen Umfragewerte die Angst um, das Mandat zu verlieren.Doch allgemein gilt nach wie vor, dass der Chef der gr??eren Unionspartei quasi das erste Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur hat. Auch S?der wei?: Er kann nur Kandidat werden, wenn Laschet und die CDU ihn darum bitten. Das d?rfte der CDU-Vorsitzende wohl h?chstens dann tun, wenn er beispielsweise aus dem Kreis des Parteipr?sidiums dazu gedr?ngt w?rde. Dort sitzen aber die m?chtigen Landesvorsitzenden und Ministerpr?sidenten der CDU - gerade unter letzteren hat sich S?der mit seinen regelm??igen Alleing?ngen in der Ministerpr?sidentenrunde keine Freunde gemacht.Und was will S?der? Strebt er, der viele Monate lang (zuletzt aber seltener) beteuerte, sein Platz sei in Bayern, am Ende doch die Kanzlerkandidatur an?Punkt eins: S?der k?mpft tats?chlich f?r einen gemeinsamen, h?rteren Anti-Corona-Kurs von Bund und L?ndern. Zwischenzeitlich, Anfang M?rz, hatte er selbst ja, wie auch Merkel, dem Dr?ngen vieler nachgegeben und trotz mancher Warnungen Signale der ?ffnung nach langem Lockdown gesetzt. Auch in Bayern sind die Corona-Zahlen wieder nach oben geschnellt. Inzwischen k?mpfen die Kanzlerin, er und andere Ministerpr?sidenten wieder f?r einen strikteren Kurs, mit automatischen Notbremsen und allem Drum und Dran.Auch so k?nnten also S?ders Bemerkungen Richtung Laschet gedeutet werden - als Versuch, alle auf Merkel-Linie zu bringen. Merkel-Stimmen bei der Bundestagswahl gebe es schlie?lich nur mit Merkel-Politik, sagte er schon vor einigen Wochen. Auch bei der programmatischen Ausrichtung der Union will S?der kr?ftig mitmischen - weshalb in der CSU-F?hrung beklagt wird, Laschet habe seinen j?ngsten Programm-Vorsto? gar nicht oder jedenfalls zu sp?t abgesprochen.Nat?rlich traut die CSU S?der das Kanzleramt zu, er selbst sich gewiss auch. Doch eine Kanzlerkandidatur w?re mit unabw?gbaren Risiken verbunden - f?r seinen starken Posten als CSU-Chef und Ministerpr?sident. Und auch f?r die CSU-Vormachtstellung in Bayern.Unter dem Strich k?nnen S?ders Auftreten und auch seine Sticheleien gegen Laschet wohl so gedeutet werden, dass er seinen Preis und den der CSU hochtreiben und hochhalten will. Es soll eben nicht wie ein Automatismus aussehen, dass die K-Frage auf Laschet zul?uft, auch wenn es wom?glich so ist. Deshalb will sich S?der so lange wie m?glich im Rennen halten. Denn es geht schon jetzt um Gewicht und Einfluss in der - so hoffen sie auch in der CSU - n?chsten Bundesregierung mit einem Unions-Kanzler. Auch wenn der am Ende Armin Laschet hei?en mag.? dpa-infocom, dpa:210405-99-89391/2

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