Letz Nachrichten Tausende Teilnehmer der «Querdenker»-Bewegung in Stuttgart Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Stuttgart (dpa) - Rund 3500 Menschen sind nach Schätzungen der Polizei größtenteils ohne Masken und Abstand zur Kundgebung der «Querdenken»-Bewegung auf den Cannstatter Wasen in...

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03 April 2021 - 17:45

Aktuelle Nachrichten ! Stuttgart (dpa) - Rund 3500 Menschen sind nach Sch?tzungen der Polizei gr??tenteils ohne Masken und Abstand zur Kundgebung der ?Querdenken?-Bewegung auf den Cannstatter Wasen in Stuttgart gestr?mt, um gegen die Corona-Auflagen zu demonstrieren. Die Polizei war am Samstag seit dem Vormittag mit Hunderten Beamten an verschiedenen Orten in der Innenstadt im Einsatz, weil zehn teilweise unterschiedliche Kundgebungen angemeldet waren. Die baden-w?rttembergische Polizei wurde dabei unterst?tzt von der Bundespolizei und von Polizisten aus Nordrhein-Westfalen und Hessen. W?hrend des Aufzuges kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.?Querdenken?-Gr?nder Michael Ballweg teilte in einer Mail am Nachmittag mit, aus einer zuverl?ssigen, anonymen Zuschrift gehe hervor, 100 gewaltbereite Hooligans w?rden versuchen, sich in die Demo einzuschleusen. Nach Angaben der Stuttgarter Polizei wurden am Mittag vor dem Stuttgarter Rathaus 20 Menschen, die mutma?lich dem Rockermilieu angeh?ren, kontrolliert. Es seien Quarzhandschuhe, pyrotechnische Gegenst?nde und Sturmhauben beschlagnahmt worden. Dabei sei eine Polizeibeamtin leicht verletzt worden. Die Betroffenen erhielten Platzverweise.Wenig sp?ter sei ein pyrotechnischer Gegenstand in einen Aufzug geworfen worden, verletzt worden sei dabei niemand, teilte die Polizei mit. Ein Tatverd?chtiger sei kontrolliert worden. ?Der Polizei liegt ein Video vor, wonach mutma?lich ein Journalist offenbar von einem Aufzugsteilnehmer geschlagen wurde. Die Ermittlungen hierzu dauern an?, hie? es in einer Pressemitteilung. Gegen den Leiter der Versammlung, die am Vormittag am Marienplatz begonnen hatte, wird laut Polizei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Au?erdem versuchten teilweise vermummte Gegendemonstranten, den Zug zum Cannstatter Wasen zu hindern. Sie standen mit Fahrr?dern oder sa?en auf der Bundesstra?e 14. Die Polizei l?ste die Menge auf. Die Beh?rden waren zun?chst von 2500 Teilnehmern in Stuttgart-Bad Cannstatt ausgegangen, die Anmelder von 6000. Die ?Querdenken?-Bewegung und ihre Mitstreiter sprechen sich gegen die derzeitigen Corona-Ma?nahmen aus. Die Bewegung wird vom Landesamt f?r Verfassungsschutz in Baden-W?rttemberg beobachtet.

.? Die Hygiene-Auflagen wurden laut Polizei gr??tenteils nicht eingehalten. Polizeihubschrauber waren zur Dokumentation des Geschehens ?ber dem Stadtgebiet im Einsatz. In einem Tweet der Polizei hie? es: ?Masken- und Abstandsverst??e werden von uns beweissicher dokumentiert.? Ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur berichtete von einer Volksfeststimmung bei den Teilnehmern.Die Stadt Stuttgart hat im Falle von Verst??en gegen die Maskenpflicht und die vorgeschriebenen Abst?nde angek?ndigt, Versammlungen aufzul?sen. Der Sprecher der Stadt Stuttgart, Sven Matis, twitterte am Samstag: ?Wir sind hellwach.?Abermals mit Unverst?ndnis reagierte das Landesgesundheitsministerium auf die Demonstranten der ?Querdenker?-Szene im Stuttgarter Stadtgebiet. ?Ich verstehe nicht, dass die Stadt sich sehenden Auges in diese Situation man?vriert hat?, sagte Ministerialdirektor Uwe Lahl am Samstag. Sowohl schriftlich als auch in einem pers?nlichen Telefonat habe er dem Stuttgarter Ordnungsb?rgermeister Clemens Maier die M?glichkeiten aufgezeigt, die die Corona-Verordnung des Landes auch f?r ein Verbot von Gro?demonstrationen hergebe.Die Stadt habe sich dann gegen ein Verbot entschieden. ?Das war aus infektiologischer Sicht in dieser Phase der Pandemie falsch?, sagte Lahl. Wie solle man der Bev?lkerung erkl?ren, dass sich an den Osterfeiertagen nur f?nf Menschen aus zwei Haushalten treffen d?rften, w?hrend Tausende Demonstranten ohne Maske und ohne Mindestabstand durch die Stadt z?gen. ?Das Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, aber in einer Pandemie gibt es auch daf?r Grenzen?, sagte Lahl.Im vergangenen Sommer hatten auf dem Wasen bis zu 10.000 Menschen demonstriert. Zuletzt hatte am 20. M?rz eine Demonstration in Kassel mit mehr als 20.000 Menschen f?r Schlagzeilen gesorgt - erlaubt waren nur 6000. Es kam zu teils gewaltt?tigen Auseinandersetzungen.? dpa-infocom, dpa:210403-99-72732/7

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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