Letz Nachrichten Triumph der Mitte - Haseloff vor dritter Amtszeit Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Magdeburg (dpa) - Die Sachsen-Anhalter haben klar und deutlich zu verstehen gegeben, dass sie nicht das erste Bundesland sein wollen, in dem die AfD stärkste Kraft...

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06 Juni 2021 - 23:45

Aktuelle Nachrichten ! Magdeburg (dpa) - Die Sachsen-Anhalter haben klar und deutlich zu verstehen gegeben, dass sie nicht das erste Bundesland sein wollen, in dem die AfD st?rkste Kraft wird. Mit deutlichem Abstand haben sie die CDU und Ministerpr?sident Reiner Haseloff zum Wahlsieger gew?hlt, der Stimmenanteil der AfD hingegen ging sogar leicht zur?ck. Wie schon seine ostdeutschen Amtskollegen Dietmar Woidke (SPD) in Brandenburg, Michael Kretschmer (CDU) in Sachsen und Bodo Ramelow (Linke) in Th?ringen erreichte Amtsinhaber Haseloff deutlich mehr Stimmen, als Umfragen ihm zutrauten und verhinderte damit einen Sieg der AfD.Zwei der letzten f?nf Umfragen hatten CDU und AfD eng beieinander gesehen, in einer lag die AfD sogar vorn. Die drei linken Parteien hatten schon in den Befragungen weit hinten und fern einer eigenen Mehrheit gelegen. Wer bei dieser Wahl verhindern wollte, dass sein Land als erstes Bundesland mit der AfD als st?rkster Kraft in die Geschichte eingeht, konnte das also am sichersten durch ein Kreuz bei der CDU verhindern.Anders als die CDU b??ten SPD, Gr?ne und FDP im Vergleich zu den letzten Umfragen einige Prozentpunkte ein. Es liegt also nahe, dass viele W?hlerinnen und W?hler im letzten Moment auf die CDU umgeschwenkt sind, um einen AfD-Wahlsieg zu verhindern. Auch Wahlsieger Haseloff geht davon aus, dass die Umfragen der letzten Tage seine W?hler mobilisiert haben. Das Land habe sich ?regelrecht aufgeb?umt? nach den Prognosen, sagte Haseloff nach den Prognosen.Damit profitiert am Ende ausgerechnet die Partei von der hohen Zustimmung der AfD, die nach Meinung vieler Kritiker f?r ebendiese St?rke am ehesten verantwortlich ist: die CDU. Die Konservativen hatten es in den f?nf Jahren AfD-Parlamentszugeh?rigkeit trotz st?ndiger Bekundungen der Parteispitze nicht geschafft, sich glaubhaft von der AfD abzugrenzen, die in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall mit nachrichtendienstlichen Mitteln beobachtet wird. Immer wieder fiel die CDU durch verschwimmende Grenzen auf, mal durch fragw?rdige ?u?erungen ihrer Abgeordneten, mal durch ?ffentlich gewordene Verbindungen von Mitgliedern ins rechtsextreme Milieu. H?hepunkt der Lieb?ugeleien waren die Abgeordneten Thomas Ulrich und Lars-J?rn Zimmer, die in einer Denkschrift gefordert hatten, ?das Soziale mit dem Nationalen zu vers?hnen? und sich der AfD zu ?ffnen.Haseloffs klare Ablehnung der AfD steht zwar au?er Frage. Die seiner Partei jedoch nicht. Die beiden Rechtsausleger wurden auf dem Listenparteitag mit den Pl?tzen 3 und 4 belohnt - auf der Landesliste der CDU sichere Freischeine in den n?chsten Magdeburger Landtag.

. Die Gr?nen, die noch vor Tagen mit einer Verdopplung ihres Ergebnisses rechnen konnten, legten deutlich weniger zu als von ihnen erhofft und bleiben wohl kleinste Fraktion im Landtag. Die Linke, die im Landtag die sch?rfsten Attacken gegen die AfD ritt, wurde vom W?hler abgestraft mit dem wohl schlechtesten Ergebnis ihrer Geschichte in Sachsen-Anhalt.Hinter den Umfragen zur?ckgeblieben ist auch die FDP - die Liberalen hatten aber dennoch Grund zum Jubeln. Nach zehn Jahren kehrt die Partei zur?ck in den Landtag. Damit steht f?r Haseloff neben SPD und Gr?nen ein weiterer potenzieller Koalitionspartner bereit. Vor der Wahl hatten Umfragen teils prognostiziert, dass Haseloff f?r eine Mehrheit sogar auf ein Viererb?ndnis angewiesen sei. Das war direkt mit den Prognosen vom Tisch. Am sp?ten Sonntagabend h?tte sogar eine Koalition nur mit der SPD eine Mehrheit gehabt, wenn auch nur sehr knapp.Haseloff hatte die Kenia-Koalition vor der Wahl auff?llig oft in den h?chsten T?nen gelobt und seine Bereitschaft f?r eine Neuauflage signalisiert. Die f?nf Jahre Kenia verliefen allerdings alles andere als harmonisch. Vor allem die Gr?nen sind in weiten Teilen der CDU geradezu verhasst. Haseloff und sein Fraktionschef Siegfried Borgwardt wollten sich am Wahlabend zwar keine Pr?ferenz entlocken lassen. Zwei von Haseloffs Ministern und weitere Stimmen aus der Partei sprachen sich aber klar daf?r aus, die Gr?nen in der Koalition durch die FDP zu ersetzen.In den nun anstehenden Gespr?chen ist Haseloff in jedem Fall gut beraten, nicht mit geschwollener Brust, sondern mit einer gewissen Demut gegen?ber seinen B?ndnispartnern aufzutreten, die f?r seinen Erfolg bluten mussten. In den ersten Reaktionen am Sonntagabend tat er das. Auf dem Papier ist das Ergebnis ein sensationeller Erfolg f?r Haseloff und die CDU, tats?chlich ist es auch ein Triumph der ganzen politischen Mitte in Sachsen-Anhalt.? dpa-infocom, dpa:210606-99-887807/3

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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