Letz Nachrichten Wer kann für die Union das Kanzleramt retten? Aktuelle Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin (dpa) - Es geht um die Macht in der Union. Und für CDU und CSU ganz konkret um die Frage, wer nach 16 Jahren Angela Merkel das Kanzleramt für die Konservativen am ehesten...

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Deutsch-Nachrichten.Com - Berlin (dpa) - Es geht um die Macht in der Union. Und für CDU und CSU ganz konkret um die Frage, wer nach 16 Jahren Angela Merkel das Kanzleramt für die Konservativen am ehesten...

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08 April 2021 - 16:45

Aktuelle Nachrichten ! Berlin (dpa) - Es geht um die Macht in der Union. Und f?r CDU und CSU ganz konkret um die Frage, wer nach 16 Jahren Angela Merkel das Kanzleramt f?r die Konservativen am ehesten verteidigen kann: Armin Laschet oder Markus S?der. Weniger als ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl hat in der ?K-Frage? seit Ostern die entscheidende Phase begonnen. Bis sp?testens Pfingsten wollen der CDU-Chef und sein CSU-Kollege Klarheit schaffen, so ist es seit Wochen abgesprochen.Das scheint dieser Tage aber auch schon die einzige gemeinsame Absprache. Immer wieder sticheln S?der und Laschet gegeneinander, nie plump und immer mit einer geh?rigen Portion Interpretationsbedarf. ?Wir werden nach dem Kriterium entscheiden, wer die gr??ten Aussichten hat, in ganz Deutschland die Wahl zu gewinnen?, sagte Laschet j?ngst in einem Interview. Was auf den ersten Blick wie eine Spitze gegen S?der klingt, hat aber auch f?r ihn einen Haken. Immerhin liegt S?der in bundesweiten Umfragen weit vorne.Zur Wahrheit geh?rt aber auch: Der Druck w?chst t?glich, auch weil die Gr?nen inzwischen ihren Fahrplan zur Kandidatenk?r festgezurrt haben. Am 19. April soll verk?ndet werden, ob Robert Habeck oder seine Parteichef-Kollegin Annalena Baerbock die Union herausfordert.Doch das ist Zukunftsmusik. An diesem Sonntag geh?rt die B?hne erst einmal den Chefs der Unionsschwestern. Zwei Stunden lang wollen sich die beiden unerkl?rten Rivalen Laschet und S?der vor der Spitze der Unionsfraktion pr?sentieren. Die Leitfrage passt zum Thema: ?Wie gestalten wir die Zukunft?? Es k?nnte eine (weitere) Nervenprobe werden. Zugleich d?rfte es ein Versuch sein, wieder mehr Harmonie in die Debatte und in die Union zu bringen. Aktuell ist die Stimmung bei Umfragewerten um die 27 Prozent alles andere als zukunftstauglich. Dass die Kontrahenten - offiziell hat weder Laschet noch S?der seine Kandidatur angek?ndigt - dort ihre Entscheidung pr?sentieren, gilt als unwahrscheinlich. Zwar werden die Rufe aus der Fraktion nach einer raschen Einigung immer lauter. Das richtige Gremium f?r die Verk?ndung ist sie jedoch traditionell eher nicht. Das w?ren die jeweiligen Spitzen der Parteien: Pr?sidium und Vorstand.Der Auftritt von Laschet und S?der am Sonntag d?rfte dennoch spannend werden. Floppt der Nordrhein-Westfale bei seiner Pr?sentation, ?hnlich wie in manchen Fernsehauftritten? Das ist nicht gesagt: Auf dem Wahlparteitag der CDU im Januar hatte Laschet viele Delegierte mit einer emotionalen Rede ?berzeugt. Auch sonst komme der neue Chef gut in der Partei an - selbst im Wirtschaftsfl?gel und im Osten, wo es vor seiner Wahl gro?e Sympathie f?r Friedrich Merz gab.Doch es gibt auch andere Stimmen, gerade in der Fraktion. Laschet sei doch nur als Verlegenheitskandidat gew?hlt worden, hei?t es da. Dass die Partei nicht geschlossen hinter Laschet stehe, habe der knappe Sieg gegen seinen Gegenkandidaten Friedrich Merz gezeigt.

. In der Fraktion geht bei Abgeordneten die Angst um, das Mandat zu verlieren. Einige CDU-Abgeordnete aus dem S?dwesten haben sich bereits f?r S?der ausgesprochen. Doch insgesamt hat die Fraktion 245 Abgeordnete.Es gibt also gute Gr?nde f?r Laschet, nun rasch eine Entscheidung mit S?der zu suchen - oder auch nicht. Fest steht: Da dem Chef der gr??eren Unionsschwester traditionell das Erstzugriffsrecht bei der Kanzlerkandidatur zusteht, muss er aktiv werden. Zuletzt, ist zu h?ren, soll es auch ein direktes Gespr?ch Laschet-S?der gegeben haben - und nicht nur den Austausch von SMS-Kurznachrichten. Doch bislang, so scheint es, haben beide das Thema noch umschifft. Manche sprechen schon von einer Duellsituation: Wer sich zuerst r?hrt, hat verloren.S?der spielt dagegen auf Zeit. Geht es nur nach ihm, so wird die Kandidatenfrage erst in Wochen gekl?rt und zusammen mit konkreten Grundz?gen f?r das Wahlprogramm pr?sentiert. Spulte der Franke bei dem Thema bisher locker und gebetsm?hlenartig seinen vielfach deutbaren Satz ?Mein Platz ist in Bayern? ab, ist aber auch bei ihm eine gewisse ?bers?ttigung zu sp?ren. So lehnte er es am Mittwoch in einer Pressekonferenz zum bayerischen Kabinett ab, sich zur K-Frage zu ?u?ern: ?Wir haben dar?ber im Kabinett nicht gesprochen.? Normalerweise ist das kein Ma?stab, den S?der an sich ansetzt.Am Tag nach dem Schaulaufen kommen bei der CDU die F?hrungsgremien zu Routinesitzungen zusammen. Selbst wenn sich Laschet und S?der am Sonntag zu ihren Ambitionen bedeckt halten: Sie k?nnten die Sache nat?rlich anschlie?end bei einem Vier-Augen-Treffen kl?ren - beide sind in Berlin - und dann am Montag den Gremien pr?sentieren. Dagegen spricht: Bei der CSU ist bislang keine Sitzung geplant.Laschet, so ist in der Partei zu h?ren, sehe trotz der Unruhe nach seinem Auftritt in der ZDF-Sendung ?Markus Lanz? und dem ?ffentlichen R?ffel f?r seine Corona-Linie durch Merkel bei der ARD-Talkerin Anne Will die Landeschefs seiner Partei weitgehend hinter sich. Und auch unter den ebenso m?chtigen CDU-Ministerpr?sidenten, die ebenfalls im Pr?sidium sitzen, habe sich S?der mit seinen Alleing?ngen und Corona-Belehrungen ebenfalls nicht mehr Freunde gemacht.Die Kanzlerin, so hei?t es auch in der Partei, werde sich ?ffentlich zwar nicht in den Machtkampf einschalten. Doch au?er in der Corona-Frage gebe es mit Laschet in den zentralen Grundsatzfragen wie der Verortung der CDU in der politischen Mitte oder der Migrationspolitik der vergangenen Jahre gro?e ?bereinstimmung. Hier hat aber auch S?der schon l?nger gro?e Schnittmengen mit Merkel.Ausklammern l?sst sich die Corona-Krise in der Frage zudem nicht: Immer wieder ist aus der Union zu h?ren, dass sie bei der Wahl nur eine Chance hat, wenn die Pandemie bis dahin unter Kontrolle ist, wenn alle Menschen im Land ein Impfangebot erhalten haben und Lockerungen auch mit Blick auf den Sommerurlaub sicherer m?glich w?rden. Au?erdem sei es f?r den Wahlkampf erfolgversprechender, wenn der Kanzlerkandidat nicht im Stimmungstief starte.Genau deshalb gibt es in CDU wie CSU auch warnende Stimmen vor einer K-Entscheidung zur Unzeit. Die B?rger interessiere mitten in der Pandemie das parteipolitische Hickhack wenig. Und jene, die sich von einer Entscheidung die im Wahlkampf Geschlossenheit erwarteten, k?nnten entt?uscht werden: Sollte S?der einer Kandidatur Laschets zustimmen, k?nnten die Sticheleien des m?chtigen Bayern dennoch weitergehen, mahnen erfahrene CDU-Strategen. So sei S?der nun einmal.? dpa-infocom, dpa:210408-99-129340/3

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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