Saarland Nachrichten Bilanz des 1. Mai: 240 Festnahmen und mindestens 30 verletzte Polizisten Saarbrücken Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Tagsüber friedlicher politischer Protest, abends Randale in Neukölln: Die Polizei blickt mit gemischten Gefühlen zurück auf den 1. Mai 2021 in Berlin. Schon vor der offiziellen Bilanz am Sonntag ist klar: Es gab zahlreiche Festnahmen und Verletzte.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Tagsüber friedlicher politischer Protest, abends Randale in Neukölln: Die Polizei blickt mit gemischten Gefühlen zurück auf den 1. Mai 2021 in Berlin. Schon vor der offiziellen Bilanz am Sonntag ist klar: Es gab zahlreiche Festnahmen und Verletzte.

Saarland Nachrichten  Bilanz des 1. Mai: 240 Festnahmen und mindestens 30 verletzte Polizisten Saarbrücken Nachrichten
02 May 2021 - 07:45

Aktuelle Nachrichten ! Nach weitgehend friedlichen Demonstrationen am 1. Mai in Berlin ist es am Samstagabend bei einem Aufzug zu gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurden zahlreiche Menschen vorübergehend festgenommen und mehrere Polizeikräfte verletzt. Die Polizei will am Sonntag das Einsatzgeschehen bewerten und kündigte eine Bilanz an. Rund 5.600 Polizisten aus mehreren Bundesländern waren in der Hauptstadt im Einsatz. Sie riefen immer wieder dazu auf, die Corona-Auflagen einzuhalten. Gegen Mitternacht war die Lage laut Polizei weitgehend beruhigt; es habe zwar hier und da noch kleinere Feuer gegeben, aber kein größeres "Einsatzgeschehen" mehr, wie es hieß. Mehr zum Thema dpa/Christophe Gateau 1 min 1. Mai in Berlin - Mieten-Proteste, Fahrradkorso in den Grunewald und Tränengas "Revolutionäre 1. Mai-Demonstration" um 21 Uhr abgebrochen Bei der sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration in Berlin-Neukölln gingen nach Angaben der Polizei vom Samstag 8.000 bis 10.000 Menschen auf die Straße. Es flogen Steine, Pyrotechnik und Flaschen gegen Einsatzkräfte. Randalierer zerrten Müllcontainer und Paletten auf die Straße und zündeten sie an. Die Polizei setzte teils Pfefferspray ein. Es kam zu Festnahmen. Zum Löschen der Brände auf den Straßen rückten Feuerwehrkräfte aus, zudem wurden auch Wasserwerfer der Polizei zur Brandbekämpfung genutzt. Der Protestzug linker und linksradikaler Gruppen wurde schließlich am Samstagabend gegen 21 Uhr abgebrochen. Der Versammlungsleiter der Demonstration habe den Protest für beendet erklärt, nachdem er selbst aus der Menge angegriffen worden sei, hatte die Polizei mitgeteilt. Die Polizei hatte zunächst am Rathaus Neukölln einen Block mit schwarz gekleideten Demonstranten isoliert, die Corona-Vorschriften seien nicht eingehalten worden. Die Gruppe sei von der Versammlung ausgeschlossen worden. Die "revolutionäre 1.Mai-Demonstration" sollte sich gegen Rassismus, Kapitalismus sowie die Mietenpolitik richten. Polizeisprecher Thilo Cablitz sagte, zu den heftigen Angriffen gegen Einsatzkräfte sei es gekommen, nachdem der vordere Teil der Demonstration weitergezogen war. Die Demo-Organisatoren warfen der Polizei laut Mitteilung vor, den Zug auf der Karl-Marx-Straße getrennt zu haben. Es sei grundlos auf Demonstrierende eingeprügelt worden. Mehr zum Thema dpa/Riedl 1 min Demonstration in Berlin-Grunewald - Rund 10.000 Teilnehmer ziehen im Rad-Korso durch Villenviertel Gegen Mitternacht entspannte sich die Lage Auch nach Beginn der Ausgangssperre von 22 Uhr an waren zahlreiche Menschen etwa in Kreuzberg am Paul-Lincke-Ufer und in der Neuköllner Hasenheide unterwegs, andere feierten mit Musik im Mauerpark.

. Gegen Mitternacht habe sich die Lage beruhigt, so die Polizei. Die Polizei habe die Menschen, die dann noch auf den Straßen unterwegs waren, angesprochen und aufgefordert, nach Hause zu gehen, sagte eine Polizeisprecherin. Wie viele Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten bei einem Verstoß gegen die Ausgangssperre geschrieben wurden, stand bislang nicht fest. Slowik spricht von "inakzeptablen Angriffen" Polizeipräsidentin Barbara Slowik verurteilte die gewaltsamen Angriffe als "inakzeptabel". Am Mai-Feiertag selbst hätten aber die meisten Demonstranten bewiesen, dass man mit Masken und Abstand demonstrieren könne. Geschätzt seien etwa 30.000 Menschen bei verschiedenen Versammlungen gewesen. Es habe 240 Festnahmen gegeben, sagte Slowik. Bei der abendlichen Demo seien nach erster Schätzung 30 Einsatzkräfte verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Zahl könne noch steigen. Trotz der Ausschreitungen am Abend habe die Randale nicht die Dimension der Gewalt wie vor zehn Jahren gehabt, in den Jahren 2009 und 2010, so der Polizeisprecher weiter. Der Berliner SPD-Innenexperte Tom Schreiber twitterte, Links- und Rechtsextremisten sei Covid-19 egal. Beide stünden für den Hass und die Gewalt gegen Polizisten. "Es sind Feinde der Demokratie". 10.000 Menschen radelten zum Grunewald Die Demonstrationen tagsüber verliefen nach Einschätzung der Polizei friedlich. Der überwiegende Teil der Demonstranten habe unter Beweis gestellt, dass man mit Hygienevorschriften, mit Masken und Abstand in Berlin demonstrieren könne, sagte Polizeipräsidentin Slowik. Unerwartet viele Menschen beteiligten sich am Nachmittag an einem kilometerlangen Fahrradkorso durch Berlin-Grunewald. Rund 10.000 Radler fuhren durch das Villenviertel. Die satirische Demonstration stand unter dem Motto "Grunewald noch lahmer legen". Auf einem Plakat stand "Faire Miete statt Profite". Die Aktion verlief laut Polizei friedlich. Ursprünglich waren nur 2500 Teilnehmer angemeldet. Bei einer Versammlung von rund 200 Gegnern der Corona-Politik in Berlin-Lichtenberg führte die Polizei schon zu Beginn mehr als ein Dutzend Teilnehmer ohne Maske zur Seite. Es wurden Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten gestellt. Sendung: Inforadio, 02.05.2021, 7 Uhr

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