Saarland Nachrichten Mutmaßliche Oberlinhaus-Täterin wehrt sich gegen Kündigung Saarbrücken Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Eine Pflegehelferin soll Ende April im Potsdamer Oberlinhaus vier Menschen umgebracht und eine Frau lebensgefährlich verletzt haben. Gegen ihre Kündigung klagt die 52-Jährige. Zum Prozessstart am Donnerstag gelten strenge Sicherheitsregeln. Von Lisa Steger

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Deutsch-Nachrichten.Com - Eine Pflegehelferin soll Ende April im Potsdamer Oberlinhaus vier Menschen umgebracht und eine Frau lebensgefährlich verletzt haben. Gegen ihre Kündigung klagt die 52-Jährige. Zum Prozessstart am Donnerstag gelten strenge Sicherheitsregeln. Von Lisa Steger

Saarland Nachrichten  Mutmaßliche Oberlinhaus-Täterin wehrt sich gegen Kündigung Saarbrücken Nachrichten
10 Juni 2021 - 06:45

Aktuelle Nachrichten ! Am Abend des 29. April 2021 erhält die Polizei in Potsdam einen Notruf: Im Thusnelda-von-Saldern-Haus, einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, sei eine Bluttat verübt worden. Die Beamten finden zwei Bewohnerinnen und zwei Bewohner tot vor. Eine weitere Bewohnerin ist lebensgefährlich verletzt und muss ins Krankenhaus. Dringend tatverdächtig ist eine 52 Jahre alte Pflegehelferin. Sie ist aktuell in der Gerichtspsychiatrie untergebracht. Das Haus hatte ihr nach der Tat die außerordentliche Kündigung ausgesprochen und hilfsweise eine ordentliche Kündigung. Dagegen wehrt sich die Frau. Am Donnerstag verhandelt nun das Potsdamer Arbeitsgericht eine Klage der Verdächtigen, die sich damit gegen ihre Kündigung wehrt. dpa/Soeren Stache Stadtweites Glockengeläut - Gedenkgottesdienst für Opfer der Gewalttat in Potsdam Vor acht Tagen wurden vier Menschen in einer Potsdamer Betreuungseinrichtung getötet. Mit einem Gottesdienst wurde am Donnerstag in Anwesenheit von Vertretern aus Politik, der Landeskirche und der Diakonie der Opfer gedacht. Im Anschluss gab es eine Schweigeminute und stadtweites Glockengeläut. Anwalt erhebt Vorwürfe gegen Arbeitgeber Rechtsanwalt Henry Timm betont auf rbb-Anfrage, dass seine Mandantin 32 Jahre lang für das Oberlinhaus gearbeitet habe. Zudem gebe es "mögliche formelle Gründe für die Unwirksamkeit der Kündigungen": Das Oberlinhaus habe mehrere fristlose Kündigungen ausgesprochen, eine davon am 19. Mai. Das sei eventuell zu spät, moniert Timm. Hintergrund: Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) muss die fristlose Kündigung innerhalb von zwei Wochen stattfinden, nachdem die Tatsachen bekannt geworden sind, die eine weitere Zusammenarbeit nach Ansicht des Arbeitgebers unzumutbar machen. Darüber hinaus habe das Oberlinhaus möglicherweise "seine Fürsorgepflichten nicht in dem Maße erfüllt", so Anwalt Timm: "Der Arbeitgeber muss sorgen, dass bei der Arbeitsorganisation das Personal nicht dauerhaft überlastet ist." dpa/Soeren Stache Aufsicht regelmäßig in Heimen - Potsdamer Oberlinhaus wurde einen Tag vor Gewalttat geprüft Noch am Dienstag, also kurz vor der Gewalttat mit vier Toten, ist das Oberlinhaus in Potsdam kontrolliert worden. Ein routinemäßiger Check. Auch Themen wie mögliche Überlastungen wurden überprüft. Welchen Sinn eine Kündigungsschutzklage angesichts einer zu erwartenden sehr langen Haft oder Unterbringung in der Psychiatrie hat, dazu wollte sich der Anwalt nicht äußern: "Wir sollten dem Ermittlungsverfahren und der Beweisaufnahme nicht vorgreifen", erklärt Henry Timm. Eine Sprecherin des Oberlinhauses äußerte sich auf rbb-Anfrage vorerst nicht, da es sich um ein laufendes Verfahren handele. Arbeitsgericht musste Klage annehmen Die "Oberlin Lebenswelten GmbH" habe der Pflegehelferin fristlos und zudem ordentlich gekündigt, teilte Robert Crumbach, Sprecher des Arbeitsgerichts Potsdam, auf rbb-Anfrage mit. Die 52-Jährige klagt gegen beides. "Wir müssen selbstverständlich jede Klage bearbeiten", so Crumbach.

.6.) ist ein Gütetermin angesetzt, ein Urteil ist nicht zu erwarten. Wenn eine Einigung scheitere, so der Sprecher, müsse die Vorsitzende Richterin ein Urteil verkünden, aber diese Verhandlung werde erst in etwa drei Monaten stattfinden. Die Vorsitzende hat für den Gütetermin strenge Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Die Zuhörer werden am Eingang auf Waffen kontrolliert; "Missfallens- oder Beifallsbekundungen und ähnliches sind untersagt", heißt es in einer Verfügung. Zuhörer, die dagegen verstoßen, müssen mit einer Ordnungsstrafe rechnen. Morris Pudwell Vier Tote in Betreuungseinrichtung - Potsdamer Tatverdächtige befindet sich in psychiatrischer Klinik Nach der Bluttat mit vier Toten in einer Potsdamer Betreuungseinrichtung ist die 51-jährige Tatverdächtige in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Das Potsdamer Amtsgericht hat Hinweise auf eine verminderte Schuldfähigkeit bei der Frau. Beschuldigte in der forensischen Psychiatrie Es ist allerdings nicht damit zu rechnen, dass die Pflegehelferin, die vier Menschenleben auf dem Gewissen haben soll, selbst erscheint. Am Abend des 29. April hatte die Polizei sie zu zuhause festgenommen; sie soll die Taten ihrem Mann gestanden haben. Dieser, so heißt es, habe die Polizei verständigt. Am folgenden Tag schickte das Amtsgericht Potsdam die Mitarbeiterin in die Gerichtspsychiatrie. Es gebe Anhaltspunkte, dass sie zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig oder schuldunfähig gewesen sein könnte, so die Begründung. In der Klinik ist sie auch weiterhin untergebracht. "Die psychiatrische Untersuchung dauert an", sagte Markus Nolte, der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, auf rbb-Anfrage. Die Taten hatten bundesweite Anteilnahme ausgelöst. So auch in der Brandenburger Landesregierung. Es sei bedrückend, dass gerade diejenigen, die auf Schutz besonders angewiesen waren, zu Opfern geworden seien, erklärte etwa Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Über viele Tage lang versammelten sich vor dem Wohnheim Menschen zum stillen Gedenken, legten Blumen ab und stellten Kerzen auf. Das Oberlinhaus genoss bis dahin einen guten Ruf. Von Straftaten war nie etwas bekannt geworden. Sendung: Inforadio, 10.06.2021, 9 Uhr

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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