Sofortnachrichten Auszubildenden fehlt preiswerter Wohnraum in Bremen Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - In Bremen fehlt ein Azubi-Wohnheim, das findet nicht nur die Keramiker-Auszubildende Greta Krohn. Arbeitnehmer- und Handwerkskammer befürworten eine Einrichtung. Nun drückt die Regierungskoalition aufs Tempo.

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Deutsch-Nachrichten.Com - In Bremen fehlt ein Azubi-Wohnheim, das findet nicht nur die Keramiker-Auszubildende Greta Krohn. Arbeitnehmer- und Handwerkskammer befürworten eine Einrichtung. Nun drückt die Regierungskoalition aufs Tempo.

Sofortnachrichten  Auszubildenden fehlt preiswerter Wohnraum in Bremen Neueste Nachrichten
20 Februar 2021 - 20:45

Aktuelle Nachrichten ! (Frank Thomas Koch) Als sie nach Bremen kam, kannte sie niemanden. Neue Wohnung, neuer Betrieb und neues Umfeld. Ihre dreijährige Ausbildung im Keramikhandwerk begann Greta Krohn im vergangenen August, in der Werkstatt von Frauke Alber im Steintor. Die Berufsschule in Heide ist mehr als 200 Kilometer entfernt. Ständig im Wechsel musste die 21-jährige Abiturientin jeweils für ein paar Wochen pendeln – Wohngemeinschaft im Viertel oder Wohnheim in Heide. Hinzu kamen die Einschränkungen durch Corona und den Lockdown ab November.Kontakte knüpfen, die Stadt kennenlernen oder auf Partys gehen – all das ging bislang nicht. Kein Kino, keine Kultur, kein Kneipenbesuch. Ein Azubi-Wohnheim in Bremen hätte ihr und wohl auch zahlreichen weiteren Auszubildenden den Start erleichtert. Auf sozialer und auf finanzieller Ebene. In der Hansestadt fehlt aber bislang ein Wohnheim. Damit die Planungen für eine solche Einrichtung schneller fortgeführt werden, macht die SPD-Fraktion nun Druck.Mehr zum ThemaReport für Niedersachsen und BremenViele Azubis sind auf finanzielle Unterstützung angewiesenDen Traum von den eigenen vier Wänden können sich viele Azubis in Bremen und Niedersachsen nicht leisten. Das zeigt der aktuelle Ausbildungsreport. mehr » $(document).ready(function() { nfyStroeerSlot("topmobile2", false); }); „Ich hatte zu Beginn schon etwas Angst, keinen Anschluss zu finden“, sagt Krohn. Drei Mitbewohnerinnen in einer Viertel-Wohngemeinschaft erleichterten den Start. Aber durch die Pandemie war sie bislang in Bremen weder im Theater, Schwimmbad oder auf Veranstaltungen. Neben den rund 300 Euro für ihr WG-Zimmer, muss sie 40 Euro pro Woche für das Wohnheim in Heide zahlen, um den theoretischen Ausbildungsteil am Berufsbildungszentrum zu absolvieren. Mit einer Mindestausbildungsvergütung von 550 Euro monatlich im ersten Ausbildungsjahr ist das kaum zu finanzieren. Und: Diese Mindestvergütung, die seit dem 1. Januar 2020 im Berufsbildungsgesetz festgeschrieben ist, macht kleinen Betriebe zu schaffen, wie Keramikerin Frauke Alber sagt, die seit zwölf Jahren im Viertel arbeitet: „Das können sich viele nicht leisten.“Eine kleine CommunityFür Keramikerinnen und Keramiker gibt es bundesweit nur drei Berufsschulen: in Heide, in Höhr-Grenzhausen (bei Koblenz) und in Landshut. Krohn muss also zwischen den beiden Standorten pendeln. Warum Krohn trotz dieser Schwierigkeiten den Beruf gewählt hat? Weil sie trotz allem gerne nach Bremen gekommen sei. „Ich bin froh, diese Stelle und diese Arbeit zu haben und mache sie wirklich gern“, sagt Krohn. Insgesamt wünscht sich die 21-Jährige, dass mehr für Auszubildende getan wird. „Ein Wohnheim in Bremen wäre gut, um eine kleine Community zu haben“, sagt sie. Die Azubi-Einrichtung sollte genügend Platz in Gemeinschaftsräumen oder Küchen bieten. Ausreichend Bäder seien notwendig, wenn sie von mehreren genutzt werden.

. Krohn muss ihre Fahrtkosten zur Schule selbst zahlen. „Auszubildende erhalten nicht den Standard wie Studenten“, ergänzt Ausbilderin Alber.Die rot-grün-rote Regierungskoalition will erreichen, dass möglichst schnell die Planungen für ein Auszubildenden-Wohnheim fortgeführt werden. Auf Initiative der SPD-Fraktion wurde ein Dringlichkeitsantrag für den Landtag eingereicht. Darin wird der Senat aufgefordert, unverzüglich die weiteren Planungen anzugehen und geeignete Grundstücke oder Bestandsimmobilien zu suchen, ein Finanzierungskonzept zu erstellen, und das Verfahren auf den Weg zu bringen. „Als SPD-Fraktion haben wir uns bereits 2017 für ein Azubi-Wohnheim eingesetzt. Wir halten die Schaffung eines solchen Angebotes nach wie vor für notwendig. Deswegen wollen wir jetzt das Tempo erhöhen“, sagt Falk Wagner (SPD). Nachdem die Pläne für ein Wohnheim im Jacobushaus gescheitert sind, müsse man nun nach einer Alternative suchen.Mehr zum ThemaBezahlbarer WohnraumWarten aufs Azubi-Wohnheim in BremenIn Bremen fehlt ein Azubi-Wohnheim. Nachdem für ein entsprechendes Angebot im Jakobushaus kein Investor gefunden wurde, hat sich auch in den Behörden nichts getan. Das ... mehr »Um die berufliche Bildung als Alternative zu Studium zu stärken, brauche es neben modernen Berufsschulen bezahlbare Wohnungen für Auszubildende, sagt Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer. „Die steigenden Mieten in Großstädten wie Bremen stellen für die Auszubildenden mit ihren geringen Ausbildungsvergütungen zunehmend ein Problem bei der Wohnungssuche dar“, so Schierenbeck. Ein gefördertes Wohnheim für Auszubildende sei deshalb ein „sinnvolles Projekt zur richtigen Zeit“ und mache die Stadt für junge Menschen interessanter. Die Handwerkskammer begrüße die Bestrebungen für ein Wohnheim, da die duale Ausbildung im Vergleich zur akademischen Ausbildung benachteiligt werde, sagt Andreas Meyer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer.„Ein wesentlicher Lösungsansatz ist eine attraktive Ausbildung“, so Meyer. Die Handwerkskammer arbeite aktuell in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern des Bildungsressorts an Verbesserungen. Neben einer guten Ausbildung müssten aber auch für die Unterbringung entsprechende Angebote unterbreitet werden. „Das Problem ist, dass generell zu wenig günstiger Wohnraum für Auszubildende vorhanden ist“, sagt Ulf Kuhlemann, der die Initiative „Ausbildung – Bleib dran!“ an der Universität Bremen leitet. Ein zentrales Wohnheim würde die berufliche Ausbildung aufwerten.Zur SacheAusbildungsreport Vielen Auszubildende in der Region reicht das Gehalt nicht zum Leben. Mehr als die Hälfte der jungen Menschen könne nicht selbstständig von ihrer Ausbildungsvergütung leben, sondern erhalte finanzielle Unterstützung durch Verwandte oder sei auf Nebenjobs angewiesen, stellte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Jugend für Niedersachsen und Bremen in seinem Ausbildungsreport Ende November fest. Mit günstigem Wohnraum und einem landesweit gültigen Azubi-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr will der DGB die Situation verbessern.Kennen Sie schon unseren Chefredaktions-Newsletter?Frühmorgens liefern wir Ihnen eine kompakte Übersicht der wichtigsten Themen des Tages und eine Auswahl der spannendsten Themen aus dem WESER-KURIER – empfohlen von der Chefredaktion. Von Montag bis Freitag direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Freuen Sie sich drauf! Hier bestellen – kostenlos und unverbindlich

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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