Sofortnachrichten Bis zu 80 Bäume müssen im Bremer Bürgerpark gefällt werden Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Im Bremer Bürgerpark müssen bis zu 80 Bäume gefällt werden, weil sie nicht mehr standsicher sind. Oft trifft es Exemplare aus der 150 Jahre alten Gründergeneration.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Im Bremer Bürgerpark müssen bis zu 80 Bäume gefällt werden, weil sie nicht mehr standsicher sind. Oft trifft es Exemplare aus der 150 Jahre alten Gründergeneration.

Sofortnachrichten  Bis zu 80 Bäume müssen im Bremer Bürgerpark gefällt werden Neueste Nachrichten
18 Februar 2021 - 06:45

Aktuelle Nachrichten ! (Frank Thomas Koch) Der Baum ist ein amerikanisches Gelbholz, schön anzusehen, auch jetzt im Winter, und sowieso, wenn Blütezeit ist. Seine Äste streben mehr zur Seite als nach oben, ein Baum, der sich krummlegt, so sehr, dass ihm mit Spannseilen geholfen werden muss. Viele Jahre ging das gut, nun aber nicht mehr. Der Baum kommt weg, er wird gefällt. Wenige Tage noch, dann ist das Gelbholz Geschichte. Ein Jammer, aber nichts zu machen – zu groß die Gefahr, dass er umfällt oder einen seiner dicken Äste abwirft.Der Bürgerpark verliert einen Exoten, den die Spaziergänger lieben, er verliert aber auch kapitale Buchen und Eichen, echte Kaventsmänner, die so alt sind wie der Park selbst, mehr als 150 Jahre. Es ist die Gründergeneration, die sich verabschiedet, der Trost: Junge Bäume rücken nach.Mehr zum ThemaLosbuden im AufbauUnsichere Zeiten für die Bremer Bürgerpark-TombolaDie Losbuden für die Bürgerpark-Tombola werden aufgebaut – noch ist allerdings unklar, wann der Verkauf startet. Tombola-Chef Dietmar Hoppe denkt über einen langsamen ... mehr » $(document).ready(function() { nfyStroeerSlot("topmobile2", false); }); Die ersten zwei Monate im Jahr sind Baumpflegezeit. Dieses Mal mit einer Vehemenz, die an den Titel eines Horrorfilms erinnert: „Das deutsche Kettensägenmassaker“. Überall röhrt und kreischt es, infernalischer Lärm, der signalisiert, dass der Park einen harten Schnitt bekommt. Entweder ist das Tabula rasa, weil, wie beim Gelbholz, wegen Fäulnis nichts mehr zu retten ist, oder es sind chirurgische Eingriffe: die Krone auslichten, tote Äste entfernen, und überhaupt mal ein wenig stutzen und formen. 60 bis 80 Bäume werden bis Ende Februar komplett entfernt. Das ist nicht wenig, aber doch nur ein Bruchteil: Insgesamt gibt es im Bürgerpark und dem angrenzenden Stadtwald rund 20.000 Bäume. Das amerikanische Gelbholz steht direkt an einem der Hauptwege und ist als Blickfang unbestritten eine der Ikonen des Parks. Vorbei. Das Urteil ist gesprochen. „Es wird Ersatz geben“, kündigt Bürgerparkdirektor Tim Großmann an, „die gleiche Sorte, schon anständig alt und ein paar Meter groß.“ Großmann hat einen Spender gefunden, der die Kosten übernimmt, was in diesem Fall locker ein paar Tausend Euro sind. Schön und gut, dass Ersatz kommt, aber besser wär’s anders gewesen, meint der Direktor: „Wir sind oft um den Baum herumgeschlichen, haben zuletzt auch einen Gutachter beauftragt, retten konnten wir das Gelbholz aber leider nicht.“Wachstum, Stillstand, VerfallGroßmann lebt im Bürgerpark, er hat Residenzpflicht. Gleich neben seinem Haus steht eine  Buche, die es in den nächsten Tagen ebenfalls erwischen wird. „Wir haben den Baum vier, fünf Jahre beobachtet – und schauen Sie, die Krone, sie hat kaum noch feine Äste.“ Es kommt oben nicht mehr genug an, heißt das, zu wenig Wasser und Nährstoffe. Ein Pilz, der die Adern des Baumes zerstört und mit der Zeit auch das Holz. 150 Jahre Wachstum, dann Stillstand, schließlich Verfall. „Der Kollege wird leider verschwinden“, sagt Großmann. Wohl ist ihm dabei nicht.

. „Eigentlich ist das hier nichts für Bäume“, zitiert Parkdirektor Großmann Wilhelm Benque, den Erbauer des Parks. Das Grundwasser unter der früheren Viehweide steigt sehr hoch, die Wurzeln der Pflanzen ersaufen förmlich, sie bekommen nicht genügend Sauerstoff. Die Bäume, nicht dumm, haben sich angepasst und sind zu Flachwurzlern geworden. Pech nur, dass sie in den Sommern der vergangenen drei Jahre nicht genügend Regen abbekommen haben. Erst also zu viel Wasser, dann zu wenig.Mehr zum ThemaÜberlebenskünstler im StadtgebietWelche besonderen Bäume es in Bremen gibtViele Bäume im Stadtgebiet sind echte Überlebenskünstler. Sie schaffen es mit eigenen Strategien, sich so gut es geht den veränderten Umständen anzupassen. Einige ... mehr »Das dritte Problem ist kein ganz anderes. „Ein Riesenthema“, sagt Großmann. Der Klimawandel bedeutet nicht nur Trockenheit, sondern auch Hitze und den Stress für die Pflanzen, der damit verbunden ist: „Im Extremfall verbrennen die Blätter oder sie rollen sich zusammen, mit der Folge, dass auch die Rinde Schaden nimmt, weil der Sonnenschutz fehlt.“ Der Klimawandel ist eine Klimakrise, in Teilen unumkehrbar, und dann hilft nur, sich anzupassen.Widerstandsfähig gegen Hitze und Trockenheit„Die Experten sagen uns, dass wir durchaus noch mit den alten Arten arbeiten können, weil sie sich verändern und Abwehrmechanismen entwickeln, in ein paar Jahren könnte das aber schon ganz anders sein“, erklärt Großmann. Er experimentiert deshalb, probiert Sorten aus, die es im Park vorher nicht gab und die bei Hitze und Trockenheit widerstandsfähiger sind. Bei den Eichen zum Beispiel wird zwar immer noch hauptsächlich die einheimische Stiel-Eiche gepflanzt, es gesellt sich mittlerweile aber auch die anpassungsfähige Zerr-Eiche dazu. Und statt der Fichten, denen, von der Trockenheit begünstigt, der Borkenkäfer den Garaus macht, werden im Bürgerpark jetzt Douglasien und die nordamerikanische Küstentanne genommen.Den größten Teil der etwa 150 Neuanpflanzungen kauft Großmann bei Bruns in Bad Zwischenahn ein, der größten Baumschule in Europa. An diesem Donnerstag ist es wieder so weit: Baumcasting. „Wir werden den ganzen Tag unterwegs sein“, sagt der Bürgerparkdirektor. Eine Tour über weite Felder. Die Bestellliste für Ersatzpflanzungen im Park ist lang und enthält auch das amerikanische Gelbholz. Ob es am Ende dabei sein wird, steht noch nicht fest. „Das hängt vom einzelnen Exemplar ab“, sagt Großmann. Er schaut genau hin, und mit Glück, wer weiß, wächst im Bürgerpark später eine neue Ikone heran.Mehr zum ThemaKleine Formate lösen Traditionen abNeue Ideen für den Bremer BürgerparkWegen der Pandemie haben viele neue Formate Traditionsveranstaltungen im Bürgerpark abgelöst. Mit den Charterfahrten der „Marie“ kehrt nun ein wenig Normalität zurück. ... mehr »Kennen Sie schon unseren Chefredaktions-Newsletter?Frühmorgens liefern wir Ihnen eine kompakte Übersicht der wichtigsten Themen des Tages und eine Auswahl der spannendsten Themen aus dem WESER-KURIER – empfohlen von der Chefredaktion. Von Montag bis Freitag direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Freuen Sie sich drauf! Hier bestellen – kostenlos und unverbindlich

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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