Sofortnachrichten Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt zum Streit um die Domsheide Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Der Streit um die Domsheide, Bremens Verkehrsknotenpunkt in der Innenstadt, spitzt sich zu. Im Interview mit dem WESER-KURIER widerspricht Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) den bisherigen Plänen.

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Deutsch-Nachrichten.Com - Der Streit um die Domsheide, Bremens Verkehrsknotenpunkt in der Innenstadt, spitzt sich zu. Im Interview mit dem WESER-KURIER widerspricht Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) den bisherigen Plänen.

Sofortnachrichten  Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt zum Streit um die Domsheide Neueste Nachrichten
28 April 2021 - 13:45

Aktuelle Nachrichten ! (Frank Thomas Koch) Frau Vogt, übles Foul an Ihrer Senatskollegin: Wie kommen Sie dazu, Maike Schaefer bei der geplanten Umgestaltung der Domsheide plötzlich dermaßen in die Parade zu fahren?Kristina Vogt: Von plötzlich kann keine Rede sein, wie kommen Sie darauf?Weil in den zwei Jahren Planung weder von Ihnen noch von ihrer Partei ein Nein zu den Vorstellungen von Schaefer zu hören war. Auch nicht von der SPD übrigens, die ebenfalls erst jetzt widerspricht. $(document).ready(function() { nfyStroeerSlot("topmobile2", false); }); Ich habe im Senat die ganze Zeit eine klare Haltung vertreten. Nicht in der Öffentlichkeit, stimmt, aber da gehörte es auch nicht hin.Was ist Ihr Einwand gegen die Entscheidung Ihrer Kollegin von den Grünen, die zentrale Haltestelle auf der Domsheide vor der Glocke zu platzieren?Das würde dem Konzerthaus wahnsinnige Probleme bereiten. Es muss sich weiter entwickeln können, mit einer inhaltlichen und räumlichen Öffnung. Bestes Beispiel dafür ist für mich das Theater am Goetheplatz mit dem Theatro daneben. Für so etwas wäre vor der Glocke kein Platz mehr, sollten dort künftig die Straßenbahnen halten und viele tausend Menschen umsteigen.Mehr zum ThemaStreit über Umgestaltung des KnotenpunktesDie Domsheide: Von der Chefsache zum ProblemfallFür Bau- und Verkehrssenatorin Maike Schaefer schien bei der geplanten Umgestaltung der Domsheide alles in trockenen Tüchern. Dann machten ihr SPD und Linke einen Strich ... mehr »Schaefers Vorschlag ist das Ergebnis eines langen Beteiligungsverfahrens, bei dem 14 Varianten untersucht wurden, um am Ende diese eine auszuwählen. Das ist doch kein schneller, unbedachter Wurf.Nach meinem Eindruck war die Glocke-Variante früh gesetzt, die anderen Möglichkeiten, zum Beispiel in der Balgebrückstraße, sind nicht gründlich genug geprüft worden. Das ist der Grund, weshalb wir uns darauf geeinigt haben, noch einmal draufschauen zu lassen. Ich bin froh, dass wir den Resetknopf gedrückt haben. Bisher war mir die Sicht zu eng, hauptsächlich auf verkehrliche Fragen gerichtet. Es gibt aber auch die anderen Aspekte, städtebaulich und auf die Glocke bezogen. In dem Zusammenhang sollte man durchaus noch einmal darüber nachdenken, die Straßenbahn zu verlegen und sie über die Martinistraße zu führen. Auch wenn das zugegebenermaßen sehr teuer wäre. Das muss man ebenso ehrlich bewerten.Frau Schaefer macht nicht den Eindruck, als ob sie das Paket aufschnüren wollte. Sie beharrt auf Ihren Vorschlag.Ich erwarte jetzt zunächst, dass geprüft wird, und zwar ernsthaft und gut nachvollziehbar. Hier handelt es sich schließlich um keine Kleinigkeit. Das legt die Entwicklung der Innenstadt an dieser Stelle und die der Glocke für die nächsten Jahrzehnte fest. Wie dann am Schluss die Entscheidung ausfällt, werden die politischen Prozesse zeigen.Mehr zum ThemaBremer DomsheideWo einst unter der LindeDie Bremer Domsheide ist ein geschichtsträchtiger Ort. Im Mittelalter hielt dort der Erzbischof unter einer Linde Gericht. Die Glocke auf dem Platz geht auf das neunte ... mehr »Es ist doch nicht so, dass die Bau- und Verkehrssenatorin das Konzerthaus völlig außer Acht gelassen hat. Sie will Flüsterschienen verlegen und plant eine neue Zufahrt, damit die schweren Lastwagen nicht länger vor der Glocke halten müssen.Gut, dass Sie das ansprechen. Es ist nämlich noch völlig ungeklärt, ob dieser Plan gelingt, das hängt vom Besitzer eines Gebäudes ab, das im Weg steht, und auch von der Domgemeinde. Stellen Sie sich vor, es klappt nicht. Dann müssten wir die Glocke dichtmachen, denn wo sollten die Lastwagen parken, wenn die neue Haltestelle kommt? Mir scheint, dass nicht allen klar ist, welches Kleinod wir mit dem Konzerthaus und seiner einzigartigen Akustik im großen Saal besitzen. Die Glocke ist von nationalem Rang.

.Eine Summe, die Sie mit dem gleichen Betrag ergänzen müssen.Richtig, ob das gelingt, ist offen. Es wird gerade an einer Machbarkeitsstudie gearbeitet, wie wir die Glocke mit dem Geld weiterentwickeln können. Ich stelle mir, wie schon erwähnt, eine stärkere Öffnung der Glocke vor. Inhaltlich, aber auch baulich mit einer Gastronomie davor. Es soll ein cooler Ort werden, der auch ein jüngeres Publikum anspricht.Ohne Haltestelle.Genau.Mehr zum ThemaVerfahren vor der EinstellungBühnenreifer Bamf-ProzessAm Donnerstag hat in Bremen der Prozess zum sogenannten Bamf-Skandal begonnen. Von den Vorwürfen des Asylbetrugs ist wenig übrig geblieben. Jetzt könnte es zu einer ... mehr »Droht Krach in der Koalition, oder ist er schon da?Dass wir unterschiedlicher Meinung sind, gehört dazu. Es wird deswegen nicht gleich der große Streit ausbrechen. Ich werfe auch nicht die Flinte ins Korn, wenn ich mich in der Sache nicht durchsetzen kann. Aber warten wir doch einfach mal ab.Am Freitag findet der nächste Innenstadt-Gipfel statt. Die Domsheide ist nur ein Thema. Was bringt ein neuerlicher Gipfel, wenn immer die gleichen Teilnehmer dabei sind?Was sollen wir machen? Abwarten, bis der Lockdown vorbei ist? Die Pandemie trifft die City hart, da ist es wichtig, im Dialog zu bleiben. Deshalb wollen wir den nächsten Innenstadt-Gipfel auch streamen – die Innenstadt geht schließlich alle an. Außerdem wollen wir das Aktionsprogramm fortschreiben.Zu dem Programm gehört eine verkehrsberuhigte Martinistraße, die für einen bestimmten Zeitraum und auf einem Abschnitt zur Einbahnstraße werden soll. Was halten Sie davon?Ich kann's mir, ehrlich gesagt, nicht vorstellen. Die Martinistraße mit nur noch zwei Fahrspuren ist okay, Tempo 30 auch. Aber die Einbahnstraße, ich weiß nicht – wo wird der Verkehr hinfließen, welche Straßen werden dann zusätzlich belastet?Mehr zum ThemaWerke von Schubert und BerwaldKammerphilharmonie streamt Konzert mit Dirigent Herbert BlomstedtDie Deutsche Kammerphilharmonie Bremen steamt ein Konzert mit dem 93-jährigen Dirigenten Herbert Blomstedt. Bis zum Jahresende können Tickets für das Konzert aus der ... mehr »Der Investor Kurt Zech hat gefordert, dass Bremen für die Innenstadt eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung stellt.Natürlich müssen auch städtische Mittel fließen, am besten, indem in der City eine Vielzahl von öffentlichen Nutzungen organisiert wird. Die Hochschule hat Raumbedarf, andere melden sich auch, diese Art von Nutzung wäre sehr förderlich. Es müssen neue Ankerpunkte entstehen. Ganz sicher können wir die Steuermittel aber nicht dafür ausgeben, um die Projekte von Herrn Zech absichern.Das Gespräch führte Jürgen Hinrichs.Zur PersonKristina Vogt (55) ist seit August 2019 Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa. Die Linken-Politikerin war von 2011 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft und wirkte dort acht Jahre lang als Fraktionsvorsitzende.Kennen Sie schon unseren Chefredaktions-Newsletter?Frühmorgens liefern wir Ihnen eine kompakte Übersicht der wichtigsten Themen des Tages und eine Auswahl der spannendsten Themen aus dem WESER-KURIER – empfohlen von der Chefredaktion. Von Montag bis Freitag direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Freuen Sie sich drauf! Hier bestellen – kostenlos und unverbindlich

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