Sofortnachrichten Corona in Indien: Ein Bremer Gastronom über Hilfe für die Heimat Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Sritharan Paramanandarajah, Leiter eines indischen Restaurants, über die Corona-Zustände in seiner Heimat. Er hat täglichen Kontakt mit seinen Verwandten und erhebt Vorwürfe an die Regierung.

Sofortnachrichten Corona in Indien: Ein Bremer Gastronom über Hilfe für die Heimat Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Sritharan Paramanandarajah, Leiter eines indischen Restaurants, über die Corona-Zustände in seiner Heimat. Er hat täglichen Kontakt mit seinen Verwandten und erhebt Vorwürfe an die Regierung.

Sofortnachrichten  Corona in Indien: Ein Bremer Gastronom über Hilfe für die Heimat Neueste Nachrichten
28 April 2021 - 19:00

Aktuelle Nachrichten ! (Frank Thomas Koch) Der Corona-Notstand in seiner Heimat Indien belastet Sritharan Paramanandarajah mehr als sein seit Monaten geschlossenes Restaurant. „Dort herrschen katastrophale und für Menschen unwürdige Zustände“, sagt der Halb-Inder, dessen Vater aus Indien und Mutter aus Sri Lanka stammt. Bis zu 350.000 Fälle von neu infizierten Einwohnern werden in Indien derzeit fast täglich gemeldet. Nachrichten, die im fernen Bremen für schlimme Momente sorgen.Gesundheitssystem steht vor dem KollapsDer Leiter des Restaurants „Bombay“, das in der Bahnhofsvorstadt liegt, ist vor über 35 Jahren nach Bremen gekommen. Täglich tauscht er sich aus Sorge mit seinen Verwandten in Indien aus, die in Kolkata im indischen Westbengalen und Chennai am Golf von Bengalen leben. Und erfährt so aus erster Hand, welche Dramen sich in seiner Heimat abspielen: Das Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps, die Krankenversorgung der Covid-19-Patienten gerät wegen fehlender Klinik- und Personalkapazitäten, Beatmungsgeräte, fehlendem medizinischem Sauerstoff und Medikamenten außer Kontrolle. „Dieser Zustand ist wirklich unglaublich tragisch“, sagt Sritharan Paramanandarajah.Mehr zum ThemaPandemieCorona-Lage in Indien spitzt sich zu $(document).ready(function() { nfyStroeerSlot("topmobile2", false); }); Seit knapp einer Woche verzeichnet Indien täglich mehr als 300.000 neue Corona-Fälle - so viel wie kein anderes Land. Der dramatische Anstieg an Covid-Patienten hat ... mehr »Seine Verwandten seien zu 90 Prozent mit Corona infiziert und befänden sich seit Anfang April in Quarantäne, berichtet er, „die ganze Stadt ist in Quarantäne“. Eine Tante sei Lehrerin und seit Monaten zu Hause, ein Onkel mit einer kleinen Lederwarenfabrik habe die Produktion auch schon vor etwa einem halben Jahr auf null herunterfahren müssen und mache keinen Umsatz. Glücklicherweise gehe es seinen Familienmitgliedern gut. Bei ihnen seien auch keine Corona-Spätfolgen zu erkennen, erzählt Paramanandarajah. Sie seien zwar praktisch „eingesperrt“, würden trotzdem die Auswirkungen der zweiten Corona-Welle in dem Land mit über 1,3 Milliarden Einwohnern als beängstigende Entwicklung hautnah miterleben. „Kliniken und Ärzte sind total überlastet, das ist schlimm“, erzählt Sritharan Paramanandarajah. „In einem Bett schlafen drei, vier Menschen. Und wo es keine Betten gibt, liegen Patienten mit Sauerstoffgerät auf dem Boden oder vorm Eingang.“ Als besonders katastrophal empfindet der Bremer, dass in den Krankenhäusern weiterhin Menschen, die Corona positiv getestet seien, weiter arbeiten und so das Virus weitertragen würden.Dass die indische Armee inzwischen das Klinikpersonal unterstützen soll, könne aus seiner Sicht die Katastrophe nicht mehr abwenden. „Womit sollen sie denn helfen?“, fragt der 50-Jährige. „Die ganze Welt muss jetzt zusammenrücken und handeln.“ Und trotzdem könnten die angekündigten internationalen Hilfslieferungen das Massensterben in Indien nicht mehr verhindern.Strengere Verbote hätten helfen könnenSritharan Paramanandarajah glaubt, dass Versäumnisse der Regierung die Corona-Zustände mit heraufbeschworen hätten. Damit meint er fehlende Ausgangsbeschränkungen und überhaupt strengere Gesetze wie in Deutschland.

. Mit der Folge, dass sich Hunderttausende indischer Hindus im Februar ohne Abstand oder Mundschutz getroffen und die Virusverbreitung noch beschleunigt hätten.Entsetzliche Details habe ihm sein Onkel über das religiöse Ritual der Verbrennung der Verstorbenen berichtet. „Die Menschen sammeln Müll, zünden ihn an und verbrennen die Leichen darin auf Parkplätzen oder öffentlichen Straßen“, sagt Paramanandarajah. Denn weil die Preise für Holz um das Fünffache gestiegen seien, fehle es an Material für Feuer. Gerade ältere Menschen würden immer häufiger auf den Straßen liegen bleiben und dort sterben.Mehr zum ThemaWegen neuer VirusvarianteEinreisen aus Indien werden stark begrenztIm Umgang mit der Corona-Variante aus Indien hat die Bundesregierung jetzt nachgesteuert. Eine Verbreitung von B.1.617 in Deutschland soll damit verhindert werden. ... mehr »Die Kluft zwischen Arm und Reich, sagt der Bremer Gastronom, werde in seiner Heimat durch Corona noch tiefer. Wer Medikamente oder eine Behandlung benötige, brauche Geld. Und wer das nicht habe, bekäme auch keine Medikamente. Paramanandarajah sagt, dass er seinen Verwandten von Deutschland aus nur ein klein wenig materiell helfen und Geld schicken könne. „Das Einzige, was wir zurzeit tun können, ist beten und uns wünschen, dass alles zur Ruhe kommt.“ Zwei Jahre hat er seine indische Verwandtschaft jetzt schon nicht mehr gesehen. Und er ahnt, dass es noch lange dauern wird, bis er seine Familie wieder in die Arme nehmen kann. Zur SacheBremer Kontakte nach Indien Auch der Ostasiatische Verein Bremen, die Deutsch-Indische Gesellschaft Bremen sowie Firmen wie die Vollers Group GmBH oder der Seidenimporteur Barth & Könenkamp pflegen seit Jahrzehnten Kontakte nach Indien. Subhash Chopra hat als Vorsitzender der Deutsch-Indischen Gesellschaft enge Kontakte zum indischen Konsulat und gibt Informationen an die rund 100 Vereinsmitglieder und etwa 500 Personen umfassende Community weiter. Caspar Schalk, Geschäftsführer des Bremer Seidenimporteurs Barth & Könenkamp, reist normalerweise jedes Jahr nach Indien. Den Bremer Unternehmer verbinden auch enge persönliche Kontakte mit Indien, sagt er. Sein Patenonkel lebe in Kalkutta. Dieser sei inzwischen geimpft, berichtet Schalk und freut sich, dass dies auch für viele Inderinnen und Inder aus seinem Bekanntenkreis gilt. Andere Bekannte hätten die Krankheit selbst durchgemacht, aber meistens gut überstanden. „Ich kann mir aber kaum vorstellen, wie es mit Tests dort abläuft", sagt er.Kennen Sie schon unseren Chefredaktions-Newsletter?Frühmorgens liefern wir Ihnen eine kompakte Übersicht der wichtigsten Themen des Tages und eine Auswahl der spannendsten Themen aus dem WESER-KURIER – empfohlen von der Chefredaktion. Von Montag bis Freitag direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Freuen Sie sich drauf! Hier bestellen – kostenlos und unverbindlich

Source = Deutsch-Nachrichten.Com

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