Sofortnachrichten Corona und Bremer Stadtteile: Wie es in den Brennpunkten weitergeht Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Viele Menschen auf wenig Raum, Homeoffice nicht möglich, hohe Arbeitslosigkeit: Menschen in benachteiligten Bremer Stadtteilen trifft das Virus ungleich härter. Jetzt kommt es auf die Impfungen an.

Sofortnachrichten Corona und Bremer Stadtteile: Wie es in den Brennpunkten weitergeht Neueste Nachrichten

Deutsch-Nachrichten.Com - Viele Menschen auf wenig Raum, Homeoffice nicht möglich, hohe Arbeitslosigkeit: Menschen in benachteiligten Bremer Stadtteilen trifft das Virus ungleich härter. Jetzt kommt es auf die Impfungen an.

Sofortnachrichten  Corona und Bremer Stadtteile: Wie es in den Brennpunkten weitergeht Neueste Nachrichten
29 April 2021 - 12:45

Aktuelle Nachrichten ! (Christian Kosak) Bremen hatte vielen Städten in Deutschland einige Zeit etwas voraus. In der Hansestadt gab es relativ früh Infektionszahlen aus den einzelnen Stadtteilen. Bereits im August veröffentlicht das Gesundheitsressort die ersten Daten - zunächst nur nach Postleitzahlen - seit November für fast alle Stadtteile. Für viele andere Großstädte fehlen diese Feindaten nach wie vor. Die Daten wirkten direkt zu Beginn wie ein Brennglas: Die Menschen in benachteiligten Regionen trifft das Virus ungleich härter. Soziale Brennpunkte wie Gröpelingen, Osterholz oder Huchting sind die Corona-Epizentren in Bremen, sie haben regelmäßig die höchsten Infektionszahlen. „Die Menschen leben in beengten Wohnverhältnissen und haben oft Jobs, bei denen Homeoffice nicht möglich ist. Auch Arbeitslosigkeit ist ein Faktor. Da kommen viele Dinge zusammen“, sagt Hajo Zeeb, Epidemiologe am Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen.!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(a){if(void 0!==a.data["datawrapper-height"])for(var e in a.data["datawrapper-height"]){var t=document.getElementById("datawrapper-chart-"+e)||document.querySelector("iframe[src*='"+e+"']");t&&(t.style.height=a.data["datawrapper-height"][e]+"px")}}))}(); In Gröpelingen etwa ist jeder Vierte arbeitslos, viele Menschen leben auf engem Raum zusammen. Mehr als die Hälfte hat einen Migrationshintergrund, gut 35 Prozent einen ausländischen Pass. Migranten haben laut einer Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein mindestens doppelt so hohes Infektionsrisiko wie im Inland Geborene. „Das liegt einerseits daran, dass sie in der Pandemie häufig an vorderster Front arbeiten und andererseits daran, dass sie häufiger unter Bedingungen leben, die mit höheren Risiken verknüpft sind“, schreiben die Forscher.Zahlen gehen wieder hoch $(document).ready(function() { nfyStroeerSlot("topmobile2", false); }); Der Senat hatte im November mit unterschiedlichen Maßnahmen auf die hohen Fallzahlen in den Hotspots reagiert: Neue Maskenpflicht-Zonen wurden eingerichtet, Ordnungsdienst und Polizei gehen seitdem häufiger Streife, das Beratungsangebot sollte ausgebaut werden. „Bremen hat das relativ früh ins Auge gefasst“, sagt auch Hajo Zeeb. Zwar sind die Zahlen in den betroffenen Stadtteilen zwischenzeitlich zurückgegangen, mittlerweile geht der Trend aber wieder deutlich nach oben. In Gröpelingen ist die Inzidenz etwa vier- bis fünfmal so hoch wie in Schwachausen oder Oberneuland. Zwar steigen auch dort die Zahlen, aber deutlich langsamer und auf einem viel niedrigerem Niveau. Mit weiteren Angeboten sollen die Zahlen nun wieder gesenkt werden. Seit rund einem Monat haben neue Gesundheitsfachkräfte beispielsweise in Gröpelingen und Osterholz ihre Arbeit aufgenommen. Ziel ist es, die Menschen über die Corona-Maßnahmen aufzuklären und für das Impfen zu sensibilisieren.Unser Corona-Liveticker: Aktuelle Nachrichten aus Bremen, Niedersachsen und DeutschlandWichtig ist aus Sicht von Rita Sänze, Quartiermanagerin in Gröpelingen, dass die Angebote vor Ort zu den Zielgruppen gebracht werden. „Darauf warten, dass die Menschen zu einem kommen, funktioniert häufig nicht“, sagt Sänze. Wie das aussehen kann, zeigt diesen Freitag eine gemeinsame Aktion von Kultur vor Ort und dem Roten Kreuz: Am Liegnitzplatz wird ein mobiles Testzentrum errichtet, an dem sich die Menschen auch allgemein über Corona informieren können. Der Platz ist Treffpunkt vieler Einwanderer aus Bulgarien, die anders kaum zu erreichen wären.!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(a){if(void 0!==a.

.data["datawrapper-height"]){var t=document.getElementById("datawrapper-chart-"+e)||document.querySelector("iframe[src*='"+e+"']");t&&(t.style.height=a.data["datawrapper-height"][e]+"px")}}))}(); Auch die Sprache ist oft ein Hindernis. „Die Quarantäneanweisungen der Schulen werden zum Beispiel vielfach nicht verstanden“, sagt Ulrich Schlüter, Ortsamtsleiter im ebenfalls stark von Corona betroffenen Stadtteil Osterholz. Das Behördendeutsch sei schwer verständlich. „Die Schreiben sollten in einfacher Sprache sein, oder besser gleich in mehreren Sprachen“, fordert Schlüter. Weil das nicht so sei, wisse er von Fällen, in denen Kinder draußen herumtoben, obwohl sie eigentlich in Quarantäne sein sollten. Es gibt aber auch positive Beispiele, wie besonders betroffen Gruppen erreicht und eingebunden werden können: Rund 1000 Masken hatte der Weserpark für eine Verteilaktion in Osterholz gespendet. Das Ortsamt hatte dazu das Mütterzentrum Osterholz angesprochen, in dem sich viele Frauen aus afrikanischen Ländern treffen. Gemeinsam entstand ein mehrsprachiger Infozettel zu Corona und dem richtigen Gebrauch der Masken, der zusammen mit diesen verteilt wurde.Epidemiologe: Mehr Impfstoff in Brennpunkten verteilen„Wichtig ist jetzt, die Impfungen richtig auszurollen. Dort wo es mehr Infektionen gibt, sollten auch mehr Impfdosen zur Verfügung gestellt werden“, sagt Epidemiologe Zeeb. Das funktioniere natürlich nur, wenn sich die Menschen auch impfen lassen wollen. „Möglichen Zweifeln an der Impfung muss mit geeigneten Maßnahmen sofort entgegengewirkt werden“, sagt der Forscher.Mehr zum ThemaImpfungen, Stadtteile, KartenCorona-Zahlen: Daten und Karten zur Pandemie in Bremen und DeutschlandAlle Zahlen, Statistiken, Karten und Grafiken zur Corona-Pandemie in Bremen, Niedersachsen und Deutschland finden Sie hier. mehr »Laut Ortsamtsleiter Schlüter muss hier noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden. „Bei den Impfungen müssen wir zum Beispiel einen Weg finden, die russischstämmigen Männer gezielt anzusprechen“, sagt er. Dort gebe es viele Vorbehalte und Skepsis bei dem Thema.Mehr Impfungen in besonders betroffenen Stadtteilen sind laut Gesundheitsressort bislang nicht geplant. „Ob Impfangebote auch dezentral in verschiedenen Stadtteilen möglich sind, wird aktuell bereits beraten“, sagt Sprecher Lukas Fuhrmann. Zur SacheMit mobilen Impfteams mehr Menschen erreichen Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und CDU-Chef Armin Laschet hatten sich am Mittwoch für mobile Impfteams in sozial benachteiligten Stadtteilen ausgesprochen. „Wenn zusätzlich mit mobilen Teams gearbeitet werden kann, würde ich das absolut befürworten. Zunächst einmal ist Aufklärungsarbeit wichtig“, sagte die SPD-Politikerin im ARD-„Morgenmagazin“. Laschet kündigte als Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen entsprechende Aktionen an: Wo Menschen in beengten Wohnverhältnissen lebten, sei die Gefahr sich anzustecken größer als im großzügig angelegten Einfamilienhaus, sagte der CDU-Vorsitzende am Mittwoch im Landtag. Deshalb müsse jetzt ein Schwerpunkt gesetzt werden beim Impfen, wo die Menschen enger zusammenlebten als anderswo. Giffey sagte, bei vielen Menschen gebe es Vorbehalte, große Ängste und Unsicherheiten. „Und dann wird doch vielleicht die Entscheidung getroffen: Ich lasse mich jetzt impfen, aber ich weiß gar nicht, wie das geht.“ Deshalb müsse man um Vertrauen werben und „hingehen, ansprechen in der Sprache, über die Sender, die gehört und gesehen werden“, sagte Giffey. Mit den Teams könne man dort schließlich alle Menschen erreichen.Kennen Sie schon unseren Chefredaktions-Newsletter?Frühmorgens liefern wir Ihnen eine kompakte Übersicht der wichtigsten Themen des Tages und eine Auswahl der spannendsten Themen aus dem WESER-KURIER – empfohlen von der Chefredaktion. Von Montag bis Freitag direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Freuen Sie sich drauf! Hier bestellen – kostenlos und unverbindlich

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